| 12.
Mai 2007
Farbflaschen
auf das Innenministerium
Militante
Anti-G8 AktivistInnen haben in der Nacht vom 11. auf den 12.
Mai, als Reaktion auf den Repressionsschlag Mitte der Woche,
das Innenministerium in Stuttgart mit Farbe angegriffen. Wir
dokumentieren hier die Erklärung, den Polizeibericht und
einen Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten.
Erklärung:
Als Antwort auf die Repression gegen die Anti-G8-Mobilisierung
haben wir in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai das Innenministerium
in Stuttgart mit schwarzer Farbe eingefärbt. Das Innenministerium
ist der Ort an dem die präventive Bekämpfung linker
Strukturen koordiniert wird. Der Kampf gegen Imperialismus und
kapitalistische Ausbeutung – für eine solidarische
Gesellschaft – lässt sich nicht einschüchtern!!!
Wir sind uns bewusst, dass solche Aktionen und der Protest in
Heiligendamm nur symbolischen Charakter haben – der bürgerliche
Staat wird mit anderen Mitteln zerschlagen!
Wir
grüßen alle, die gegen die terroristischen Verhältnisse
kämpfen und dafür selbst als Terroristen diffamiert
werden!
G8 angreifen – jetzt erst Recht!!!
Freiheit für Christian Klar und alle anderen politischen
Gefangenen!!!
(Quelle:
http://de.indymedia.org/2007/05/176961.shtml)
Der
Polizeibericht dazu:
Innenministerium mit Farbe beschmiert
Stuttgart-Mitte: Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag (12.05.2007)
in der Zeit von 00.20 Uhr bis 02.20 Uhr mehrere Glasflaschen
an die Außenfassade des Innenministeriums an der Dorotheenstraße
10 geworfen. Die Flaschen zerbarsten und eine darin enthaltene
schwarze bitumenartige Flüssigkeit verteilte sich wie große
Farbkleckse an der Fassade. Die Farben und Farbspritzer reichten
rechts vom Haupteingang über eine Breite von zirka 5 Metern
bis in den ersten Stock des Gebäudes. Derzeit ist eine
Spezialfirma damit beauftragt, die Farbe zu entfernen.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Stuttgarter
Nachrichten vom Dienstag, 15. Mai:
Farbanschlag als Rache von G8-Gegnern?
Mittlerweile auf 10 000 Euro wird der Schaden geschätzt,
den Unbekannte mit einem Farb-Anschlag am Wochenende auf das
Gebäude des Innenministeriums an der Dorotheenstraße
anrichteten. Vermutet wird, dass die Tat mit diversen Polizeirazzien
gegen Globalisierungsgegner zusammenhängt. Letzte Woche
hatten sich etwa 60 Gegner des G8-Gipfels zu einer Spontandemonstration
auf dem Schlossplatz zusammengefunden. Die Polizei verhinderte
indes einen Zug durch die Königstraße. Im Internet
findet sich ein Bekennerschreiben: Der Anschlag sei eine "Antwort
auf die Repression". Das Innenministerium sei "der
Ort, an dem die präventive Bekämpfung linker Strukturen
koordiniert wird".

...
im Fenster bei der Spurensicherung: Der Staatsschützer
Sitzler, bekannt durch Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen
und die Kriminalisierung linker AktivistInnen.

Die
"Spezialfirma" am Montag noch immer bei der Arbeit.
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