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  15. Mai 200712. Mai 2007

Streik bei der Telekom und Probleme bei den Arbeiten für den G8-Gipfel

ver.di bestreikt Heiligendamm | Die Beteiligung am Streik bei der Deutschen Telekom hat am Montag eine neue Höchstmarke erreicht. Bis zum Mittag sind demnach rund 15.000 Beschäftigte dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und der Arbeit fern geblieben. Die hohe Beteiligung sei eine unmittelbare Reaktion der Betroffenen auf die Verschärfung der Auseinandersetzung durch die Telekom. „Die Beschäftigten lassen sich weder bedrohen noch von ihren Grundrechten abhalten“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am Montag.
Der Streik erfasste am Montag alle Bundesländer. Im ver.di-Landesbezirk Berlin-Brandenburg streikten rund 2.700 Beschäftigte, in Bayern 2.400, in Niedersachsen-Bremen 1.600. In Baden-Württemberg blieben 1.800 Beschäftigte der Arbeit fern, in Hessen 1.600 sowie in Nordrhein-Westfalen 2.200. In den ver.di-Landesbezirken Rheinland-Pfalz/Saar streikten 1.300, im Landesbezirk Südost 1.100 sowie in Nord 150 Beschäftigte.

Am Montag streikten Monteure im Tagungsort Heiligendamm und am Standort des Medienzentrums in Kühlungsborn, sagte ein ver.di-Sprecher. Insgesamt seien bei der Telekom in Rostock rund 100 Monteure im Ausstand. Ein Telekom-Sprecher bestätigte den Ausstand an den beiden G8-Standorten. Er sagte aber, dass "die notwendigen Installationsarbeiten termingerecht ablaufen". Beamtete Monteure würden eingesetzt. Der Sprecher appellierte an Verdi, mit dem Streik den G8-Gipfel nicht zu gefährden und bei einem für Deutschland so wichtigen Ereignis mit Augenmaß vorzugehen.

Zum Gipfel vom 6. bis 8. Juni werden rund 5000 Journalisten aus aller Welt erwartet. Im Strandort Kühlungsborn entsteht in Sichtweite des Tagungsorts Heiligendamm das Medienzentrum. Die U-förmige Zeltkonstruktion bietet laut Bundespresseamt rund 3500 Arbeitsmöglichkeiten.

Lothar Schröder kritisierte die Telekom-Führung wegen der Veröffentlichung falscher Daten über die Verdienstmöglichkeiten der Beschäftigten. „Was an falschen Vergleichszahlen vom Management genannt wird, erfüllt den Tatbestand einer böswilligen Manipulation“, sagte Schröder: „Das ist zutiefst unredlich.“

Quellen: ver.di, Financial Times Deutschland / www.RedGlobe.de (Montag, 14. Mai 2007)

 

Siehe auch:

Sonderseit bei www.labournet.de

Text bei www.de.indymedia.org