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Mai 200712.
Mai 2007
Streik
bei der Telekom und Probleme bei den Arbeiten für den G8-Gipfel
ver.di bestreikt
Heiligendamm | Die Beteiligung am Streik bei der Deutschen Telekom
hat am Montag eine neue Höchstmarke erreicht. Bis zum Mittag
sind demnach rund 15.000 Beschäftigte dem Aufruf der Vereinten
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und der Arbeit
fern geblieben. Die hohe Beteiligung sei eine unmittelbare Reaktion
der Betroffenen auf die Verschärfung der Auseinandersetzung
durch die Telekom. „Die Beschäftigten lassen sich
weder bedrohen noch von ihren Grundrechten abhalten“,
sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder am
Montag.
Der Streik erfasste am Montag alle Bundesländer. Im ver.di-Landesbezirk
Berlin-Brandenburg streikten rund 2.700 Beschäftigte, in
Bayern 2.400, in Niedersachsen-Bremen 1.600. In Baden-Württemberg
blieben 1.800 Beschäftigte der Arbeit fern, in Hessen 1.600
sowie in Nordrhein-Westfalen 2.200. In den ver.di-Landesbezirken
Rheinland-Pfalz/Saar streikten 1.300, im Landesbezirk Südost
1.100 sowie in Nord 150 Beschäftigte.
Am Montag
streikten Monteure im Tagungsort Heiligendamm und am Standort
des Medienzentrums in Kühlungsborn, sagte ein ver.di-Sprecher.
Insgesamt seien bei der Telekom in Rostock rund 100 Monteure
im Ausstand. Ein Telekom-Sprecher bestätigte den Ausstand
an den beiden G8-Standorten. Er sagte aber, dass "die notwendigen
Installationsarbeiten termingerecht ablaufen". Beamtete
Monteure würden eingesetzt. Der Sprecher appellierte an
Verdi, mit dem Streik den G8-Gipfel nicht zu gefährden
und bei einem für Deutschland so wichtigen Ereignis mit
Augenmaß vorzugehen.
Zum Gipfel
vom 6. bis 8. Juni werden rund 5000 Journalisten aus aller Welt
erwartet. Im Strandort Kühlungsborn entsteht in Sichtweite
des Tagungsorts Heiligendamm das Medienzentrum. Die U-förmige
Zeltkonstruktion bietet laut Bundespresseamt rund 3500 Arbeitsmöglichkeiten.
Lothar Schröder
kritisierte die Telekom-Führung wegen der Veröffentlichung
falscher Daten über die Verdienstmöglichkeiten der
Beschäftigten. „Was an falschen Vergleichszahlen
vom Management genannt wird, erfüllt den Tatbestand einer
böswilligen Manipulation“, sagte Schröder: „Das
ist zutiefst unredlich.“
Quellen:
ver.di, Financial Times Deutschland / www.RedGlobe.de (Montag,
14. Mai 2007)
Siehe
auch:
Sonderseit
bei www.labournet.de
Text
bei www.de.indymedia.org
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