Das 11-m-Band war von den Funkverwaltungen als ISM-Band (Industrial, Scientific, and Medical Band) zur allgemeinen Nutzung freigegeben worden. Damit durfte auf diesen Frequenzen ohne konkrete Beschränkung der Sendeleistung gesendet werden, was in der Medizin bei HF-Therapie-Geräten genutzt wurde. Der Mediziner bestrahlte mit ca. 1000 W den Körper seiner Patienten. Dabei wurde durch geeignete Frequenzwahl versucht, eine Resonanzfrequenz zu finden, um ein Maximum an Leistung auszukoppeln. Diese durch die dauerenden Frequenzwechsel auftretenden Störungen kennt der CB-Funker als "Schrappi". Auch in industriellen Anwendungen wird das 11-m-Band zum HF-Schweißen genutzt, was zu Störungen des CB-Funk führt.
Für den Sprechfunk wurde der Bereich um 1970 als Betriebsfunk genutzt. Hilfsorganisationen nutzen es, aber auch andere Anwender, die später in den Betriebsfunk wechselten. Daher wurden die ersten 12 AM-Kanäle für den CB-Funk auch nicht von 1 bis 12 freigegeben, sondern als 4 bis 15. Später kamen dann weitere Kanäle und weitere Modulationsarten hinzu.
Für Funkfernsteuerungen war der Bereich anfangs auch genutzt worden. Allerdings wurde dann oft auch eine Fuchsjagd gestartet, um den Modellflugzeugpiloten zu finden. Hatte man ihn entdeckt, wurde dann durch "Trägerdrücken" das Flugzeug gezielt zum Absturz gebracht. Modellpiloten wanderten so recht schnell in den 35- und 40-MHz-Bereich ab.
Im Osten Deutschlands übernahm der CB-Funk nach der Wende zeitweise die Rolle eines überall einsetzbaren und kostengünstigen Kommunikationsmediums, wurde jedoch bald von Mobiltelefonen verdrängt.


