Von: <foersterjohannes@web.de>
An: "Wilfried Gille"
<wilfriedgille@gmx.de>
Betreff: AW: Brand auf Barthel
Datum: Mittwoch, 11. Februar 2009 17:56
Ahoi Wilfried,
Mein Bericht liegt doch nicht schriftlich vor. Ich erzählte Dir, daß ich mit
ROS 418 "Rudolf Schwarz" genannt "Blacky" unter Kapitän
Kurt Wiese südlich von Spitzbergen auf Rotbarsch fischten, als eines Tages,
als ich kurz vor 12 Uhr auf Wache kam, von unserem 1. NO Peter May (oder Mai)
weiß ich nicht mehr so genau - die Info bekam, daß ROS 332 "Kurt Barthel"
brennt. Bald darauf - ich weiß nicht, ob ich zu Hause genauere Infos habe,
stellten wir die Fischerei ein und dampften nach Süden, um uns dort vor der
norwegischen Küste, wo die Flotte und die Kuba waren - bereit zu halten, um
sie nach Hause zu schleppen. Ich weiß nicht mehr so genau wie es war, jedenfalls
erst durch die Hilfe eines "Hilfsschiffes" der SU-Flotte wurde das
Feuer gelöscht. Die Besatzung der Barthel - sicherlich auch mit Hilfe der
Spezialisten der anderen DDR Schiffe - konnte das Schiff soweit wieder flott
machen, daß es mit eigener Kraft die Heimreise antreten konnte. Wir fuhren
zu Sicherheit bis Skagen mit. Dort wurde die Barthel vom Eisbrecher Jansen
übernommen und wir fuhren zum Fangplatz nach Spitzbergen zurück. Als ich später
dann selbst mal eine Reise auf der Kuba machte, erzählte man mir dann mehr
zum Hergang. Ich glaube dazu könnte Axel Unger mehr erzählen.
Genauer kann ich es zu Hause heraus bekommen, denn ich fuhr wieder bis nach
Spitzbergen mit, um dann auf einem Saßnitzer Frostrawler mit nach Hause genommen
zu werden. Ich hatte im August dann eine Urlaubsreise.
Warum wurde ROS 418 für diese Aktion ausgewählt?
Wir hatten im Frühjahr 1981 einen anderen Z-Trawler von Südgeorgien bis nach
Rostock geschleppt.
Aber das ist schon wieder die nächste Geschichte.
Leider kann ich bisher nicht mehr dazu sagen.
Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel
Hannes