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Als die Robert Koch nun etwas ausserhalb vom Fangplatz ankam, endschied sich der Kapitän erst einmal die Pos.70.25,8N-17.16E zu halten.Zu dieser Zeit war ich mit meinen Kräften eigentlich schon so am Ende, daß es nur noch eine Frage der Zeit war bis ich untergehen würde. Ich glaube ich war schon so unterkühlt, dass ich dachte es wäre eine Haluzination als ich plötzlich Stimmen hörte, die da riefen : "Seemann halte durch, wir haben Dich gleich!". Ich schaute auf und traute meinen Augen nicht, da lag ein Schiff , direckt vor mir. An der STb.-Seite wurde ein Schlauchboot herabgelassen, aber nicht ausgeklingt, das Wetter war einfach zu schlecht. Dort schwamm ich noch alleine ran, dann griffen mich zwei Hände, so dass ich wusste, die lassen dich nicht mehr los. Nun wusste ich, ich bin Sicher, und anscheinend war ich auch gleich bewustlos. Denn zu mir kam ich erst wieder in der Messe auf einem Tisch, eingehüllt in warmen Decken, die im Backofen erwärmt wurden und mit den Worten eines Kapitäns, "dass hätte aber verdammt ins Auge gehen können". Dann wurde ich in eine Koje gelegt und unter Beobachtung einiger Besatzungsmitglieder bei guter Laune gehalten. Auf eigenen Wusch kam ich dann wieder auf die "Brandenburg" die mit mir dann nach Harstadt (Norwegen) fuhr. Dort wurde ich im Krankenhaus ausgiebig untersucht und als Top-Fit beurteilt, dann kam die Frage, ob ich denn nach Hause möchte. Meine Antwort war, da ich ja Top-Fit bin , brauche ich auch nicht nach Hause . Wir sind dann Mitte Januar eingelaufen in Rostock. Dann folgten 3 Monate Genesungsurlaub,viele Untersuchungen beim MDV in Berlin Psychologische Gutachten mit 14-wöchigem Autogenischen Trainings. Dann mit einer Abschlussuntersuchung in Dr.Drummers Idiotenkabinet im Überseehafen. Nach dem ich dieses durchlaufen hatte, musste ich warten, ob er entschied mir meine Seetauglichkeit zu geben. Ich bekam sie wieder, bin dann wieder ab September 1978 bis zur Wende auf vielen Schiffen gefahren 223,402 331 ATB3,334 und unter anderem viele Jahre auf 316+317. Nach der Wende bin ich noch 10 Jahre als Steuermann den Rhein+Main auf einem Tankschiff rauf und runter gefahren.Im Jahre 2000 habe ich dann aus gesundheitlichen Gründen mit der Schifffahrt aufgehört. Mein neues Zuhause liegt nun nahe bei Würzburg natürlich am Main.
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