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Kapitän Peter Burmeister
schreibt uns : Als wir am 18.8.1951 abends Rostock verlassen hatten, legten wir zum Ausklarieren in Warnemünde an . Die Aus- und Einklarierung erfolgte Der Logger ROS 131 lag auch dort nach der Überführungsfahrt von der Volkswerft Stralsund nach seinem künftigen Heimathafen. Das Kommando hatte auf ROS 131 noch die Werftbesatzung. Ein Teil der künftigen Besatzung und Kapitän Richard Rath waren auch an Bord . (Einfügung : ROS 131
war nach der Explosion zur "Rosa Luxemburg" zur Als ROS 131 bei uns ankam , war das Erste , was der Werftkapitän zu uns sagte : " Ihr liegt ja mitten auf dem Zwangsweg !" Er dachte wohl ,wir hätten Ecken geschnitten und außerhalb des Zwangsweges sei die Explosion erfolgt. An dem Tag war herrliches Sommerwetter , kaum Wind und ruhige See , so
daß wir nicht verdriftet waren und wenige Zeit später vor Anker lagen
. Die Tonne am Eingang zum Großen Belt hatten wir ja kurz vorher dicht
bei passiert . Die Fahrt im Schlepp von ROS131 ging einigermaßen vernünftig vonstatten. Nach dem Festmachen in Warnemünde sowie Einklarierung kamen Vertreter
des Betriebes und Hauptdirektor Kurt Gramm an Bord. Er sagte uns ,
daß nach Einlaufen in Rostock und Erledigung aller Arbeiten die gesamte
Besatzung 7 Tage Sonderurlaub bekommt , und daran anschließend können
alle Besatzungsmitglieder nach Stralsund fahren und einen neuen Logger
ROS 133 " Aufbau " übernehmen . Damit sind wir Anfang September
1951 zur ersten Fangreise ausgelaufen , die aber ein Reinfall war
. Abgesehen von den zahlreichen Schäden innerhalb desSchiffes sind keine
Menschen zu Schaden gekommen. Außer, der 1. Steuermann sprang hastig
aus der Koje , rein in die Klamotten und in die Stiefel . Damals waren
noch überall Petroleumlampen als Notbeleuchtung angebracht . In unserer
Kammer war der Glaszylinder von der Lampe gefallen und ein Teil der
Scherben in die Stiefel vom 1. Steuermann. Die Scherben steckten dann
mehr oder weniger in den Fußsohlen des 1.Steuermanns , konnten aber
alle wieder entfernt werden . Noch eine kurze Ergänzung zu dieser damaligen Zeit : Kapitän Johannes Ley aus dem Westen , wie viel andere , war im Sommer
1951 auf dem Netzboden ( Kopfende Fischhalle 2 ) . Zu der Zeit war
wohl gerade kein Schiff frei . Unter seiner Leitung wurde auf dem
Netzboden ein erstes Heringsnetz aus Perlon gestrickt und montiert
, es sollte dann bei uns auf ROS 104 erprobt werden . Kapitän Ley
stieg dann ( nach der Explosion)auf einen anderen Logger über (
wahrscheinlich ROS 108 ) . So viel wie ich weiß, war die Erprobung in der Nordsee ein Reinfall. Kapitän
Ley hat Zu den Schäden auf ROS 104 hat D. Strobel in dem BUch " Hiev up "
auf Seite 46 ausführlich geschrieben . Im Namen des AK Tradition
Rostocker Hochseefischerei bedanke ich mich hiermit recht herzlich
bei Kapitän Peter Burmeister für diesen Erinnerungsbericht . |
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