Und der Landy läuft...

 oder

Gar schön ist die Rhön

3. Wintertreffen der IG 6014 in Unterfranken – 17.-19.1.2003

  

In der Zeit vom 17. bis 19. Januar 2003 fand in Haselbach am Kreuzberg das 3. Wintertreffen der IG 6014 statt. In der winterlichen, aber doch bereits zunehmend grün werdenden Rhön trafen sich deshalb einige Iltisse, der Gurkha von Frank und auch der einige Tage zuvor erst fertiggewordene Landy von Stefan. Aus dem Rhein-Main-Gebiet startete diesmal die Kolonne vom Depot in Obertshausen aus in Richtung Haselbach. Beim Zwischenstopp auf dem Autohof in Schlüchtern traf man noch auf Uwe und Moni. Es war 15:15 Uhr und der Landy lief ...

 Gegen 17:00 Uhr traf man in Haselbach ein. Stefan wurde in der Zwischenzeit in irgendeinem hessischen Kaff von einer Radarfalle geblitzt. Ein weiterer Beweis, dass der Landy noch lief. Im Haus Franken begann das allgemeine Wiedersehen und nach und nach trafen weitere Teilnehmer ein. Der Abend mündete in eine ziemlich heftige Feier, bei der einige nicht wussten, was mit ihnen geschah. Der Landy stand auf dem Parkplatz...

 Am nächsten Morgen nach dem Frühstück (was bei einigen ziemlich verkürzt wurde) startete man pünktlich um 10:00 Uhr zur Fahrt durch die Rhön. Der Landy von Stefan lief immer noch, und zwar richtig gut. Außer der Iltis von Jürgen (013), der hatte einen Platten und musste erst einmal versorgt werden. Uwe (002) noch grün im Gesicht vom Vorabend, fuhr trotz neuer Colway Bereifung nicht selbst mit.

Über die Hochrhönstraße ging es nach Nordheim. Hier war Treffpunkt auf dem Anwesen von Michael (014) und von dort aus startete auch die Revierfahrt durch die Wälder.

 Michael suchte Wege heraus, die von allem etwas boten: Steile Auffahrten, Eis, Schnee, tiefe Furchen und Matsch. Stefan war es auch, der die erste Bergeaktion bescherte. An einer tieffurchigen glatten Auffahrt ging es für ihn nicht mehr weiter. Am mangelnden Können kann es nicht gelegen haben, eher an den nicht vorhandenen Sperren und den Asphalt besser geeigneten Reifen. (O-Ton: „Also, Kinder, wenn ihr mit rauf wollt, müsst ihr woanders mitfahren!“). An einer tückisch-kurzen Steillauffahrt später mussten doch auch zwei Iltisse passen. Stefan versuchte es gleich gar nicht an der Auffahrt, trotz allem gut zureden („Komm schon, ich glaub, mit’m langen Radstand geht’s besser!“ „Nene, lass mal, ich wollt noch heimkommen...“). Nach einem kurzen Stopp wieder auf Michaels Anwesen trafen wir wieder gegen halb drei in Haselbach ein. Die Stimmung war gut, der Landy lief...

 Nach einer kleinen Pause (und gutem nicht jugendfreiem Glühwein) machten sich einige zur einer Wanderung auf den nahen Kreuzberg auf. Hier herrsche wieder einmal Wettbewerbscharakter, so dass einige einen strammen Schritt hinlegten („Nehmen wir die Piste oder gehen wir durch die Kniebreche?“). Die ersten wurden mit Preisen belohnt, allerdings gaben auch einige auf und andere schummelten sogar (pfui!).

 Der Abend wurde dann richtig zünftig: Nach dem ultrascharfen Chili (brannte dreimal) wartete eine Verlobung, die Landy-Taufe („Elizabeth oder hessisch: Lisbeth!“ Anm.: Der Landy lief immer noch), die Versteigerung einer Flasche Rhöngeist auf amerikanische Art („Bietet mal mehr, damit die Kinder nicht ihr ganzes Geld verzocken!“ „Die Kerstin ist ganz geil auf die Flasche!“) und die Zwerchfell erschütternden Geschichten aus Joachims Dienstzeit („Musst du gucken nach Soldatan...!“). Der Abend wurde sehr, sehr spät... und der Landy – HALT – die Lisbeth, ruhte.  

Am Sonntag, dem Abreisetag, machte man sich ans allgemeine Aufräumen und Packen. Doch die Katastrophe war schon im Anrollen, und zwar in Form von Uwes Iltis: Er verlor Öl, und zwar heftig. Nach einer Kurzdiagnose („Wieso ist der Ölfilter locker?“), einer versuchten Notreparatur und einem Anruf beim Guru war als Defekt ein hängender Öldruckschalter ausgemacht. Frank nahm in kurzerhand an den Haken und schleppte ihn bis nach Butzbach. Das verlorene Öl bescherte allerdings der Freiwilligen Feuerwehr von Haselbach, die das kontaminierte Gelände weiträumig absperrte. einen Großeinsatz. Und die Lisbeth? Die lief noch...

Alles in allem wieder mal ein richtig gelungenes Treffen in der Rhön. Großen Dank gilt vor allem aber Kerstin und Joachim für die wundervolle Betreuung im Haus Franken und das vorzügliche Essen, Harry und Markus für die Durchführung der Kreuzberg-Besteigung und speziellen Dank an Michael für die herrliche Revierfahrt durch die Fränkische Rhön. Dank gilt aber auch allen, die mit dabei waren und dadurch das Wintertreffen zu einem herrlichen Erlebnis machten. Nehmt euch mal im nächsten Januar nichts besonderes vor...

Ach, die Lisbeth war gegen halb drei wieder zuhause. Ohne nennenswerte Probleme. Mit einem echten Namen geht halt alles viel besser.

Stefan Dreiling (Hüttenfeld)

Bilder vom Wintertreffen

(Zum Vergrößern Anklicken)

Zwischenstopp auf dem Autohof in Schlüchtern Der Denker... Abends an der Theke (noch früh am Abend) Kurz vor der Abfahrt ins Revier
Auf dem Parkplatz in Haselbach Im Revier Schulbus O-Ton: "Also, Kinder, wenn ihr darauf wolt, müsst ihr woanders mitfahren!"
Landy sitzt auf. (ohne Sperre, ohne Worte) Erste Bergeaktion läuft an. Lass mich mal vor...!
Auch ein Bägger kommt da hoch. Ein Landy im Walde.
Smoking Tyres
Auf dem Hof von Michael Wieder in Haselbach Statistiker unter sich.
Auf dem Kreuzberg Landytaufe Uwe's Desaster... Großeinsatz der Feuerwehr von Haselbach

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