Wer zu spät kommt...
Lübeck kämpft für seine Uni, zumindest liest man das hier ständig überall und langsam bin ich von diesen gelben Plakaten und Trillerpfeifen (schlimmer als Vuvuzelas) ein wenig genervt. Nicht weil ich das Anliegen nicht für richtig halte, nein, sondern weil es absolut keinen Sinn mehr hat und es versäumt wurde zum richtigen Zeitpunkt das Problem zu vermeiden.
Hintergrund:
Das Universitätsklinikum in Lübeck soll privatisiert werden. Damit wird es wohl
in den nächsten Jahren keine Ausbildung mehr für Mediziner in Lübeck an der Uni
geben, diese soll nach Kiel verlagert werden, womit auch weitere Teilbereiche der
Universität wegbrechen könnten, da das Medizinstudium einen Großteil der
Studierenden der Uni und damit auch der Finanzierungsgrundlage darstellt.
Aber die Frage, die sich hier stellt ist doch: Warum? Und warum jetzt?
Sehr verkürzt kann man sagen, Lübeck hat einfach keine Kohle mehr. Wo kein Geld ist, wo man Schulden hat und sich auch keine neuen Geldtöpfe auftun, da muß man eben sparen. Nach dem Rationalitätsprinzip ist das absolut logisch und auch richtig. Nun ist ja bekannt, dass
- Lübeck nicht mal genug Geld hat, um die Straßenschäden des letzten Winters vernünftig zu reparieren.
- Die ersten Dinge, bei denen Länder und Gemeinden sparen, die Bildung, Kultur und das Sozialwesen sind.
- Lübeck dank eines Bürgerentscheids zum Lübecker Regionalflughafen, eine weitere Last wahrscheinlich weit > 30 Mio. € aufgezwungen wurde.
