Wir sind ein Rechtsstaat
Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Artikel 14
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
(Quelle:Grundgesetz)
Mich macht es extrem wütend, wenn mit diesem Wissen Leute behaupten, man müsse so
entschieden und auf diese Weise handeln, weil dies ein Rechtsstaat sei. Ich hab mal
geschworen das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.
Aber wenn das heutzutage so aussieht, was zählt dann das Recht des Volkes noch? Welchen Eid schwören
eigentlich Polizisten? Ist es schon zu spät, oder darf man schon nach Artikel 20,
Absatz 4, handeln?
Alles leeres Geschwafel. Das Grundgesetz ist in Teilen ja sowieso schon so
durch andere Gesetze aus der letzten Dekade ausgehöhlt worden, dass es bald nicht mehr
das Papier wert ist, auf dem es steht. Macht ruhig weiter so...
Das Allerletzte
Bald ist es soweit, in etwas über einem Monat begeht die BRD den 20. Jahrestag der sogenannten Wiedervereinigung. Leider muß ich sogenannten sagen, denn beim gestrigen Lesen der Online-Ausgabe der Financial Times Deutschland wurde mir mal wieder schmerzlich bewusst, dass es noch nicht in den Köpfen aller Deutschen angekommen ist, dass wir nun ein Land sind.
Einer dieser Köpfe gehört Desirée Brenner. Sie lässt sich nicht nur über die Äußerungen ostdeutscher Politiker aus, die zu einfache Antworten auf komplexe Probleme verbreiten, sondern packt auch noch ein paar gute alte DDR-Klischees oben drauf, über die Leute im Osten, die sich manchmal wie Deutsche zweiter Klasse fühlen, den Google-Überwachungsstaat drüben, hinter der immer noch existierenden Mauer in ihrem Kopf. Godwin, bewahre mich vor einem entsprechenden Vergleich mit der BRD der 60er Jahre!
Es ist offensichtlich noch viel zu tun, solange es Leute wie Frau Brenner gibt. Leute
wie die Online-Redaktion der FTD, die solche "Artikel" zur Veröffentlichung
freigeben. Vielleicht haben diese Politiker doch nicht so unrecht? Traurig. Naja gut,
vom Axel-Springer-Verlag hätte man etwas ähnliches vielleicht noch erwartet, unterste
Polemikschublade eben. Hätte eigentlich nur noch die Geschichte gefehlt, wie die BRD den
Ostdeutschen das Wunder der Elektrizität, des geschriebenen Wortes und des Automobils
gebracht hat und natürlich wieder eine Soli-Diskussion. Denn wie jeder Westdeutsche weiß,
zahlen den ja auch nur Wessis und das ganze Geld versickert auch schon immer nur im Osten.
War echt voll unfair, diese Wiedervereinigung...
Bei der Financial Times läuft dieses Machwerk in der Kategorie Das Letzte. Hier ist das tatsächlich absolut zutreffend. Danke für diesen integrativen Beitrag!
Wer zu spät kommt...
Lübeck kämpft für seine Uni, zumindest liest man das hier ständig überall und langsam bin ich von diesen gelben Plakaten und Trillerpfeifen (schlimmer als Vuvuzelas) ein wenig genervt. Nicht weil ich das Anliegen nicht für richtig halte, nein, sondern weil es absolut keinen Sinn mehr hat und es versäumt wurde zum richtigen Zeitpunkt das Problem zu vermeiden.
Hintergrund:
Das Universitätsklinikum in Lübeck soll privatisiert werden. Damit wird es wohl
in den nächsten Jahren keine Ausbildung mehr für Mediziner in Lübeck an der Uni
geben, diese soll nach Kiel verlagert werden, womit auch weitere Teilbereiche der
Universität wegbrechen könnten, da das Medizinstudium einen Großteil der
Studierenden der Uni und damit auch der Finanzierungsgrundlage darstellt.
Aber die Frage, die sich hier stellt ist doch: Warum? Und warum jetzt?
Sehr verkürzt kann man sagen, Lübeck hat einfach keine Kohle mehr. Wo kein Geld ist, wo man Schulden hat und sich auch keine neuen Geldtöpfe auftun, da muß man eben sparen. Nach dem Rationalitätsprinzip ist das absolut logisch und auch richtig. Nun ist ja bekannt, dass
- Lübeck nicht mal genug Geld hat, um die Straßenschäden des letzten Winters vernünftig zu reparieren.
- Die ersten Dinge, bei denen Länder und Gemeinden sparen, die Bildung, Kultur und das Sozialwesen sind.
- Lübeck dank eines Bürgerentscheids zum Lübecker Regionalflughafen, eine weitere Last wahrscheinlich weit > 30 Mio. € aufgezwungen wurde.
Stell dir vor es ist 17. Juni...
... und keiner geht hin. Dabei ist es mal wieder sowas von Zeit
für zivilen Ungehorsam. Und es ist Zeit wieder selbst ein Vorbild für
andere zu sein, wenn es schon sonst keine mehr gibt.
Wenn Fußballer die einzigen Menschen sind, zu denen die Fahnenschwenker
und Trötenbläser noch aufsehen können, dann läuft doch irgendwas schief.
Brot und Spiele, nur diesmal ohne Brot. Ist das dann "spätrömische Dekandenz"?
Bachelorarbeit fällt aus wegen is nich?
Ach wie schön, dass niemand weiß... was hier so abgeht. Nun gut, ich habe es
ja schon mal
angedeutet gehabt,
aber heute konnte man erfahren, dass die derzeitige Planung für das gesammte
6.Semester ins Wasser fallen dürfte.
Es gibt so ca. 35 Studenten, die im nächsten Jahr die Projektarbeit zu ihrer
Bachelorarbeit an der FH machen wollten. Das macht auch Sinn, denn im Gegensatz
zu den Diplomstudiengängen wurden uns noch 3 Fächer im gleichen Semester
aufgedrückt, die simultan abzuarbeiten sind; also Vorlesung, Praktikum, Klausur,
etc. und das muß ja schließlich zeitlich alles passen. Dabei hat man nun, keine
Minute zu früh - so wie das in Lübeck nunmal üblich ist - festgestellt, dass die
8 dafür vorhandenen Plätze für diese Menge an Studenten nicht ausreichen dürfte.
Natürlich war das nicht abzusehen, weil man für diese komplizierte Rechnung
höhere Mathematik braucht...
Es schneit, es schneit...
... das wurde höchste Zeit. Der Winter läd zum rodeln ein und endlich freut sich
groß und klein.
Oder doch nicht?
Momentan sieht es ja nicht überall so aus. Offenbar fällt
es der Autofahrernation schwer, mal ihren Blechklumpen stehen zu lassen und die Oma
am Sonntag nicht zum Kaffeekränzchen zu besuchen. Wie man an den Kommentaren zum Video
sieht, wird auch die ein oder andere Träne für die LKW Fahrer vergossen. Dabei ist es
von einem Disponenten unverantwortlich, seine Fahrer bei solchem Wetter über gesperrte Pisten zu schicken. Und da ist auch
Terminfracht keine Ausrede, höhere Gewalt ist in Verträgen i.A. ausgeschlossen.
Aber vielleicht tut den Menschen in Norddeutschland ein Realitätscheck mal ganz gut:
Leute, das jetzt ist ein gaaaanz normaler Winter! In den frühen '80ern war es jedes Jahr so!
Also kein Grund sich aufzuregen, zumindest nicht übers Wetter. Von der ständig zitierten
Umweltkatstrophe sind wir noch weit entfernt.
Ein berechtigter Aufreger ist allerdings das totale Versagen der Kommunen und die Zusammenarbeit der Behörden. Natürlich haben die warmen Winter der letzten Jahre und die schlechte Haushaltslage zu Einsparungen bei den Straßenmeistereien geführt. Lässt sich nicht ändern...
Daher gibt es neben der für Grundwasser und Flora positiven Nachricht, dass das Salz für die Straße in
Lübeck jetzt endlich ausgegangen ist, im Rest des Nordens, vor allem MeckPomm, die
schlechte Nachricht, dass die Zusammenarbeit mit Bauunternehmen und vor allem der Bundeswehr
überhaupt nicht funktioniert. So war es für das Innenministerium in MV noch vor 2 Jahren
überhaupt kein Problem mit Bundeswehr Tornados die Demonstranten der G8 in Rostock/Heiligendamm
im Rahmen der Amtshilfe auszuspionieren,
bei etwas kritischeren Wetterlagen wird dagegen (wie bei den letzten Hochwassern) erst bis zum Ausrufen
des Katastrophenalarms gewartet, bis man die Soldaten zu Hilfe ruft. Dabei fehlt vielen der
Standorte eine Argumentationshilfe zur Daseinsberechtigung. Und gerade in den Gebieten in denen gerade
Chaos herrscht, befindet sich die höchste Standortdichte!
Traurig. Gar nicht auszudenken, wenn es wirklich zu einer Katastrophe käme, wie sie Norddeutschland
z.B. vor 31 Jahren tatsächlich schon gesehen hat...
Ich wünsche jedenfalls allen ein paar entschleunigte Tage, genießt das Wetter auch mal. Viel Erfolg bei den anstehenden Klausuren. Und bevor ich es vergessen sollte: Allen im Februar im Räumpanzer Geborenen, einen schönen Valentinstag. ;)
Jetzt scheint es offiziell
Die Fachhochschule Lübeck ist die am schlechtesten organisierte Institution, die mir je untergekommen ist.
Das es bei der Erstellung der Stunden- und Prüfungspläne drunter und drüber geht und alles erst auf den letzten Drücker erfolgt, ist ja schon bekannt.
Aber dieses Semester war doch echt die Härte. Erst 4 Wochen nach Semesterbeginn steht fest, ob bestimmte nichttechnische Wahlpflichtfächer (hier Spanisch) überhaupt stattfinden. Über andere Wahlfächer wird man von der Fachschaft und dem Dekanat gar nicht oder falsch informiert. Das beste ist aber, wenn man sich für die Abnahme einer Praktikumsleistung anmelden muß um dann zu erfahren, dass das Praktikum nicht stattfindet, weil der Prof selbst keinen Bock darauf hat und seine Helferlein keine Zeit, außerdem fährt er selbst mal lieber im Semester in die USA als Vorlesung zu machen. Um dann in der 5. Semesterwoche zu erfahren, dass jemand anderes das Praktikum übernimmt, was aber kaum noch was mit dem Vorlesungsstoff zu tun zu haben scheint (Kommunikation ist hier nicht angesagt).
Ich wollte diesen Zustand jetzt einfach mal für die Nachwelt festgehalten wissen.
Die Frage die mit dabei noch am meisten beschäftigt ist: Kann es noch schlimmer werden?
Der Wikipedia Wahn
Als ersten aktuellen Eintrag möchte ich jetzt mal ein Statement zu der derzeitigen Diskussion um die Wikipedia abgeben:
Ich bin selbst Autor dort und in meinen Augen ist die Aufregung über die Relevanzkriterien im Zusammenhang mit MOGiS und Fefes Blog dort absolut übertrieben.
Was ich überhaupt nicht verstehen kann ist die Art, wie der Mob der Blogger mit Heugabeln und Fackeln dort und überall im Netz vorstellig geworden ist. Hier hat man sich wirklich nicht mit Ruhm bekleckert.
Das gerade die Leute, die am wenigsten zur Wikipedia beitragen möchten, die Wissenschaftler, jetzt auch noch in einer total überzogenen und arroganten Art nachtreten ist wirklich der Gipfel der Ignoranz.
security by obscurity bei Arcors Homepages?
Manche Dinge findet man leider erst heraus, wenn man sie selbst ausprobiert. Während im Netz haufenweise anderslautende Aussagen findet, hat Arcor bei seinen Homepages für Privatkunden die Indexes Funktion abgeschaltet, aus Sicherheitsgründen.
Was für ne Art von Sicherheit soll das bitte sein, wenn man ne 403 Seite angezeigt bekommt für vorhandene Ordnerinhalte? Wenn man die Links kennt ist doch eh alles gelaufen. Für Einschränkungen benutzt man meines Wissens doch die .htaccess Datei oder Benutzerrechte...
Kann nur noch schlimmer werden. Für alle Ordner jetzt per Hand ne index.html bauen, sowas find ich extrem überflüssig. Options +Indexes ist leider ein Wunschtraum.
DynDNS nervt und Webhoster die Leute für Idioten halten
Was ist es nur, dass mich DynDNS so hasst? Seit Tagen aktualisiert der meine IP nicht mehr richtig. in den Router Logs steht auch nur so wenig hilfreiches Zeug wie "DDNS> An unexpected server error."
So wird das nix. Ein Umzug zu Arcor steht da wohl an in naher Zukunft. Ich hab mich zwar nach einigen kostenlosen Webhostern umgesehen, aber ganz ehrlich, viele davon haben noch weniger Ahnung als ich. "Bestes" Beispiel ist da Evilhosting. Die sind wirklich unbedarft. Man lese sich bitte mal die AGB und das Impressum durch. Selbst wenn man nicht auf die massiven Rechtschreibfehler achten möchte, irgendwie widerspricht sich das ganze doch schon ein wenig.
Und was ist überhaupt kommerzielle Nutzung? Schon wenn man sich selbst und seine Tätigkeit vorstellt, wäre das Eigenwerbung und damit kommerziell. Und das ist ja auch nicht das einzige Problem. Um die Leute da mal auf die Probleme in ihren Regeln hinzuweisen, war ich so frei denen eine Email zu senden. Die Antwort ist so... naja... professionell, dass ich mich einfach nicht zurückhalten kann und diese hier vorstellen möchte:
