Pflege
Axolotl stammen ursprünglich aus Mexiko, genauer gesagt aus dem "Tal von Mexiko" Dies könnte den unbedarften Interessenten dazu verleiten die Tiere im beheizten Aquarium zu pflegen. Wie aber die meisten Molch- und Salamanderarten, so haben auch die Axolotl eine Vorliebe für kühle und feuchte Aufenthaltsorte. Das Wasser des Pflegebehälters darf 26°C nicht überschreiten. Dies ist aber schon als absolute Obergrenze zu beachten. Kühler ist besser, auch im Sommer. Daraus ergeben sich für die Aufstellung des Pflegebehälters schon einige Voraussetzungen, die unbedingt zu erfüllen sind.
Der Axolotl-Behälter darf:
nicht an einem Fenster stehen - das einfallende Sonnenlicht erwärmt das Wasser zu stark
nicht in der Nähe einer Heizung aufgestellt werden - auch hier erwärmt sich das Wasser zu stark
Der Axolotl-Behälter sollte:
an einem ganzjährig kühlen Ort aufgestellt werden, sodass die max. Temperatur nicht überschritten wird
an einem ruhigen Ort stehen, da die Tiere auf Erschütterungen recht schreckhaft reagieren
Unter diesen Voraussetzungen ergibt sich meist von ganz allein eine optimale Pflegetemperatur von 18-22°C.
Die Einrichtung des Aquariums (zumeist wird diese Form der Unterbringung bevorzugt) ist eigentlich reine Geschmacksache. Da Axolotl seit vielen Jahrzehnten für die Forschung gezüchtet wurden, und dies in sterilen Plastikwannen oder Aquarien geschieht, ist den Tieren eigentlich egal, ob und welche Dekorationsgegenstände sich im Behälter befinden. Grundsätzlich könnte man die Tiere auch in "nackten" Glasbehältern pflegen. Ich persönlich bevorzuge aber ehr ein eingerichtetes Aquarium. Eine dünne Schicht aus einem Sand-Kies-Gemisch dient als Bodengrund. Einige Unterstände aus Steinplatten, Wurzelholz oder Drainagerohren tragen zum Wohlbefinden der Axolotl bei. Nach meiner Erfahrung mögen es die Tiere nicht so sehr von oben starken Lichtquellen ausgesetzt zu sein und sind für solche Unterstände dankbar. Zusätzlich habe ich immer ein paar Rangen des Hornblattes (Ceratophyllum demersum) im Becken, das weiteren "Schatten" spendet und einen nützlichen Nebeneffekt hat: diese Pflanze nimmt ungeheure Mengen an Nitrat auf. Dies sollte uns allerdings nicht dazu verleiten, den Wasserwechsel zu verschleppen. Ich wechsle sowohl im Aquarium als auch im Balkonteich (siehe: meine Tiere) etwa 40-50% des Wassers alle 14 Tage. Bei der Balkonteichhaltung wird dies erforderlich, da kein Regenwasser ins Becken gelangen kann und das Wasser verdunstet. Die Schadstoffe bleiben aber erhalten und die gleiche Menge verteilt sich so auf weniger Wasser.
(einige Ausschnitte aus meinem "Winterbecken")
Um eine gute Wasserqualität bei zu behalten, sollte auch ein Filter installiert werden. Größe und Leistung hängen natürlich von der Behältergröße und der Anzahl der gepflegten Tiere ab. Ich persönlich bevorzuge die sogenannten Hamburger Mattenfilter. Informationen hierzu finden Sie auf der Seite - Aquaristik ohne Geheimnisse - von Olaf Deters. Es sind jedoch ohne weiteres andere Filtersysteme verwendbar. Das ist unter Aquarianern ohnehin eine Glaubenfrage.