Virtueller Rundgang in Athen |
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Freilich kann man auch mit Bussen fahren, aber das ist nur dann sinnvoll, wenn man einen bestimmten Ort ansteuert und von dort wieder zurück. Die Fahrpläne der Busse in Athen und Attika sind gewiss nicht aufeinander abgestimmt und alles Übrige als verlässlich!
Die erste Alternative ist mit Sicherheit die Gemütlichste, denn man fährt einfach geradeaus ohne grosse Staus etc. Die zweite Alternative erfordert etwas mehr Fahr-Übung, denn man muss sich erst durch die (meistens) verstopfte Verkehrs-Adern von Athen in Richtung Norden durchkämpfen. Aber schrecklich ist es auch nicht! Und die dritte Alternative ist etwas Glücks-Spiel, denn man weiss nicht so genau, ob man in Kifissia gleich einen Mietwagen bekommt! Meine Empfehlung:
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| "Antike Erz-Waschanlage" |
Unter der Annahme, dass Du nun von Sounion weiterfährst, kommst Du als nächstes in Lavrion, eine kleine Hafen-Stadt, die schon inder Antike wegen der Silber-Minen in ihrer Umgebung bekannt war. Sie sorgten dafür, dass Athen finanziell unabhängig war und sie waren auch die Grundlage der Athener-Flotte, der Macht Athens. Der Spruch "Eulen nach Athen tragen" hat hier seinen Ursprung: die bekannteste Athener Münze hatte auf der einen Seite das Bild einer Eule! Die Art, wie das Silber gewonnen wurde, durch Sklaven unter unmenschlichen Bedingungen, steht auf einem anderen Blatt! Man kann die antiken Bergwerke und Erzwaschanlegen in den benachbarten Orten Kamarítsa (3km NW), Megála Péfka südlich im Verseko-Tal und auch in den Tälern Legrená und Bótsari besichtigen. Aber vor einer eigenmächtigen Begehung der Stollen rate ich wegen Lebensgefahr dringend ab! Man kann aber mit Führer und entsprechender Ausrüstung einige Stollen erkunden, die als mineralogisches Museum ausgebaut wurden. Ein kleines Museum mit Mineralien befindet sich auch im Ort.
Kurz nach Lavrio kommen wir an Thorikos vorbei, eine Stätte, die bereits in prähistorischen Zeiten bewohnt war. Umfangreiche Ausgrabungen haben hier einige sehenswerte Anlagen (Kuppelgrab, antikes Theater, Erz- Wäschereien etc.) zu Tage gebracht. Auf der weiteren Fahrt kann man sich nun entscheiden, entweder auf der Küsten-Strasse zu bleiben oder gleich ins Landes-Innere in Richtung Keratea vorzustossen.
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Von Keratea aus geht es weiter nach Markopoulo, einem der bekanntesten Wein-Dörfern von Mesogeia. Besonders empfehlenswert sind hier einige Kirchen in der näheren Umgebung (Agia Triada, Agion Asomaton, Agios Georgios Kouvaras, Agios Athanasios), deren Bemalungen der Maler Georgios Markos und seine Schüler Mitte des 18. Jh. schufen. Danach führt uns der Weg nach Paiania, wo uns ein echter Höhepunkt erwartet: das Vorré-Museum für moderne Kunst. Nicht nur die Exponate, sondern auch das Museums-Gebäude selbst sind Kunst-Genuss in Vollendung!
INTERMEZZO:Das Vorré-Museum
Ich kann einfach micht umhin, Dir ein paar Einzelheiten hierzu zu erzählen! Und als Erstes die speziellen Öffnungs-Zeiten: nur samstags, sonntags und feiertags von 10:00 bis 14:00 Uhr.
Herr Ian Vorres, ein bedeutsamer Kunst-Mäzen und ehem. Bürger-Meister von Paiania, hat dieses Museum dem griechischen Staatgestiftet. Es enthält mehr als 6000 Exponate aus rund 4000 Jahren griechischer Kunst-Geschichte. Die Sammlung wurde nicht in einem hochmodernen Gebäude untergebracht, sondern in einem Komplex aus mehreren Land-Häusern. Ausser der modernen Kunst wird man dort auch griechische Folklore-Objekte dort bewundern Können.
Beurteile selbst, ob Dir dieses Museum gefallen könnte:
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Von hier aus empfehle ich einen Schwenk in Richtung Porto Rafti an der Küste, einem beliebten Ferien-Ort mit vielen Tavernen, Promenaden, Shops etc. Vom antiken Hafen (Prasiai) fuhr die offizielle athener Gesandtschaft (Theoria) zu dem alljährlichen Apollo-Fest auf der Insel Delos in Erinnerung an die Rückkehr des Königs Theseus nach der Tötung des Minotaurus auf Kreta. Während dieser Zeit herrschte in Attika Gottes-Frieden. Hier ist es auch empfehlenswert die Mittagspause zu halten. Es gibt genug Lokale und Möglichkeiten sich etwas zu entspannen.
Wir verlassen Porto Rafti und fahren weiter an der Küste in Richtung Loutsa, einem wegen seiner schönen Strände beliebten Ausflugs- Ziel der Athener während der heissen Monate.
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Und da wir gerade vom neuen Flughafen reden, will ich es nicht unterlassen einige Informationen für Reisende hier aufzunehmen:
INTERMEZZO:Der neue Flughafen "Eleftherios Venizelos"
Als der Flughafen im Frühjahr 2000 seinen Betrieb aufnahm wurde allgemein gelästert, es liefe alles schief dort, Verbindungen nach Athen sind kaum vorhanden, die Reisenden würden sich nur so quälen...etc. Um es vorab zu sagen nichts davon ist wahr! Er ist ein sehr moderner Flughafen, übersichtlich (kein Elend wie in Frankfurt a.M.), mit guter und zügiger Abfertigung, guten Transport-Möglichkeiten öffentlich wie auch privat und wenn mal ein Gepäck-Stück nicht ankommen sollte, ist immer jemand dort um die Verlust-Meldung aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass es am nächsten Tag schon am Hotel bereit steht!
"Flughafen Eleftherios Venizelos" Der Neu-Ankömmling ist freilich zunächst etwas ratlos, wie er von dort aus nach Athen oder umgekehrt gelangen soll. Deshalb hier einige Hinweise hierzu:
vom Flughafen nach Athen:
eigentlich überhaupt kein Problem, der Bus steht direkt vor dem Ausgang. Man muss einfach die simple Frage "Sýndagma?" stellen d.h. ob der betreffende Bus zum Stadt-Zentrum (Syntagma-Platz) fährt. Tickets am Schalter vorher kaufen (ca. 1000 Drachmen = 6 DM) und im Bus entwerten. Dann hinsitzen und in etwa 50 Minuten ist man im Zentrum.
Man merke: Dieses Ticket gilt 24 Stunden und für alle öffentlichen Transport-Mittel in Athen!
von Athen zum Flughafen:
auch mit dem Bus am Syntagma-Platz (Haltestelle vor dem National-Garten fast am Parlament mit der Evzonen-Wache). Gleiche Prozedur auch hier, nur in diesem Fall rechne reichlich mit der Zeit denn es ist möglich, dass es evtl. irgendwelche Staus auf der Strecke gibt! Nicht dass Du das Flugzeug verpasst!
am Syntagma-Platz mit der Metro bis zur End-Station "Ethniki Amina" fahren und von dort aus mit dem Bus weiter zum Flughafen. Die Bus-Haltestelle ist fast direktvor dem Ausgang der Metro. Wieder Tickets am Kiosk vorher kaufen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass man Staus der Innenstadt umgeht.
Und damit Du eine Idee bekommst, wann man fahren kann, hier hast Du eine Seite, wo die Fahrpläne übersichtlich (wenngleich auf englisch) aufgelistet sind. Auch einige interessante Informationen und Fotos vom Flughafen sind von dieser Seite aus erreichbar.
Das letzte Stück unseres Ausflugs führt uns nach dem Bade-Ort Rafina mit schönem Fisch-Markt und vielen Fisch-Tavernen. Von hier aus fahren auch einige Fähren und Flug-Boote (flying dolphins) nach Euböa und zu den ägäischen Inseln. Im Weiteren bleiben wir an der Küste und kommen nacheinander an den ebenfalls beliebten Bade-Orten Mati und Nea Makri. Und gerade beim letzteren befinden wir uns mal wieder auf historischem Terrain: die Bucht von Marathon liegt vor uns. Hier fand die berühmte Schlacht statt!
INTERMEZZO:Die Schlacht von Marathon
Als der Perser-König Dareios 490 v.Chr. hier mit rund 25 000 Mann hier landete, sah er sich einem zahlenmässig weit unterlegenem Gegner gegenüber: Die Griechen hatten etwa 10 000 Mann, davon die meisten Athener. Den Sieg verdankten die Griechen dem grossen Strategen Miltiades, der eine ganz neue Schlacht-Ordnung als sonst üblich aufstellte. Die Flügel wurden verstärkt, während das Zentrum schwach blieb und vor den Persern zurückweichen musste. Dafür überflügelten die Flanken die persischen Reihen und umzingelten so die Perser in der Mitte. Im darauf folgenden Gemetzel wurden die Feinde in die anliegenden Sümpfe getrieben, wo rund 6000 davon fielen. Auf der griechischen Seite beliefen sich die Verluste auf 192 Mann, die an Ort und Stelle unter einem Hügel-Grab (Tymbos) begraben wurden. Die Geschichte aber mit dem Marathon-Lauf, wo ein Soldat im Laufschritt nach Athen eilte, dort verkündete "wir haben gewonnen" und dann tot umfiel, ist eine geschichtliche Ente! :-)
Den Grab-Hügel aber kann man sehr wohl besuchen. Er befindet sich in der Nähe der Küsten-Strasse (ausgeschildert). Das heutige Dorf Marathon befindet sich ca. 4 km ins Landes-Innere und wir fahren auch dorthin, denn von dort aus führt eine kleine Strasse in Richtung Marathon See, der in einer sehenswerten Natur-Umgebung liegt. Es handelt sich um einen Stau-See, der in den 20er Jahren als Wasser-Reservoir von Athen ausgebaut wurde und heute auch als Natur-Reservat dient. Eine Besonderheit bildet das Geräte-Haus am Fuss des Damms. Es wurde als Nachbildung des Athener Schatzhauses in Delphi gebaut! Man kann auf dem Stau-Damm entlang gehen und nach der Besichtigung des Sees fahren wir einfach mit dem Auto durch.
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