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Wie mache ich ein gutes Referat / eine gute Präsentation?? |
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Auf dieser Seite können selbstverständlich keine inhaltlichen Tipps gegeben werden, aber die äußere Form ist mindestens genau so wichtig. Anders ausgedrückt: Ein inhaltliches gutes Referat kann
überhaupt nicht beim Publikum ankommen, wenn es nicht halbwegs vernünftig präsentiert wird. Umgekehrt kann eine gute Präsentation manchmal auch über fehlende oder mangelhafte Inhalte hinweg täuschen (dennoch sollte Ihr
Referat natürlich auch inhaltlich möglichst klasse sein). Wichtige Grundregel: Die übliche Referatszeit liegt zwischen 10 Minuten und 45 Minuten. Die Aufnahmefähigkeit des Auditoriums ist in
diesem Zeitrahmen begrenzt. Kein Zuhörer kann in z.B. 30 Minuten alle Aspekte aufnehmen, die man selbst in der mitunter wochenlangen Vorbereitungszeit erarbeitet hat. Daher sollte die
Präsentation einen Überblick über die eigene Arbeit geben, die wichtigsten Inhalte möglichst anschaulich darstellen und auf das Thema neugierig machen. Sie kann nur selten umfassend und in allen Einzelheiten informieren.
Die Hilfe zum Referat / zur Präsentation ist in folgende Abschnitte unterteilt (die sie per Mausklick direkt anwählen können):
Die Auswahl der Quellen
Die Struktur
Die Medien insbesondere Kriterien zum Einsatz von Tageslichtprojektor oder Beamer.
Die Präsentation
Abschlussbemerkungen
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1.) Die Auswahl der Quellen Dieser Punkt erübrigt sich natürlich, wenn man zur Vorbereitung etwa vom Seminarleiter bestimmte Literatur vorgeschrieben bekommen hat. Ansonsten allerdings hat man eine
Menge Freiheiten. Man sollte sich grundsätzlich in mehreren Quellen zu einem Thema recherchieren. Die Sachverhalte werden unterschiedlich dargestellt, anders gewichtet, oft mit persönlichen Ansichten verknüpft usw.
Erst wenn man mehrere Quellen zu einem Thema erschlossen hat, kann man werten, welche Darstellungen (damit sind nicht nur Bilder, sondern auch textliche Darstellungen gemeint) besonders schön und anschaulich sind,
welche Passagen gelungen, und welche nicht so gelungen sind. Besonders bequem ist es ja, im Internet nach Quellen zu suchen. Der Nachteil besteht darin, dass Internetartikel nicht immer seriös sind. Zum einen wird
kaum ein Artikel kritisch beleuchtet oder überarbeitet (d.h. es werden auch Falschdarstellungen
veröffentlicht!!), zum anderen können z.B. kommerzielle Interessen versteckt eingearbeitet sein. Auch Artikel, die z.B. auf Referatsseiten oder auch bei Wikepedia sind von breit gestreuter Qualität. Hier ist grundsätzlich Vorsicht, wenn nicht gar ein gewisses Misstrauen angesagt...
Ach ja - und einfach eine Quelle kopieren und einfügen ist zwar bequem, aber ein Plagiat! Anschließend kann man aus diesem Fundus auswählen und seine eigene persönliche Gewichtung
in die Referatsinhalte setzen. Als Folge steht man mehr hinter dem, was man mitteilt, und das Publikum merkt so etwas... (Stichwort: Authentizität) Es empfiehlt sich eventuell auch, verschiedene Darstellungen dem
Auditorium anzubieten: Der eine versteht es mit der Argumentation A besser, dem anderen wird es erst mit der Argumentation B klar (und dann weiß er auch, wie Argumentation A gemeint war: "Ach so ist das
gedacht...") Man sollte vorher die Zeit des Referates berücksichtigen, Rand- und Überraschungszeiten abziehen (für Begrüßung und Einleitung, sowie Zwischenfragen und spontante Diskussionen), und mit dieser Zeit
planen, was und wieviel man vorzutragen gedenkt. Gerade Leute mit wenig Referat-Erfahrungen neigen dazu, viel zu viel
in petto zu haben, und sind dann traurig, nicht einmal die Hälfte geschafft zu haben. Daher grundsätzlich die folgenden Empfehlungen:
- Nicht zu viel machen wollen. Die Aufnahme der Informationen braucht Zeit. Das Auditorium hat sich nicht (wie man selber) bereits seit Wochen mit dem Thema beschäftigt!
- Punkte markieren, die man (auch wenn es weh tut) bei Zeitknappheit weglassen kann. (Was man dann im Fall der Fälle auch bitteschön wirklich macht!).
- Sollte man - wider Erwarten - zu wenig Stoff für die Zeit haben, so kann man sich vorher ein oder zwei provokative Fragen oder Thesen (zum Thema) überlegen, die man im Bedarfsfall in die Runde wirft, und
anschließend versuchen, eine Diskussion zu initiieren.
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2.) Die Struktur Für ein ansprechendes Referat ist eine gute Struktur dringend notwendig. Auch für den Referenten ist es wichtig, eine Struktur auf einem Blatt und im Kopf zu haben, die er
vielleicht mal bei Diskussionen verlassen kann, die aber ansonsten den roten Faden des Vortrags markiert. (Siehe dazu auch den allerletzten Punkt: die Qualitäten des Vermittelns, in 4.) Die Präsentation).
Als Grundstruktur bietet sich grundsätzlich an:
- 1.Ebene
- Bereich A
- Aspekt 1
- Aspekt 2
- Aspekt 3
- Bereich B
- Bereich C
- 2. Ebene
usw.usw. (Zum Sortieren der Gedanken kann man ja zunächst ein Mindmap erstellen...) Es ist aber auch denkbar, eine pro-contra-Argumentation mit sich abwechselnden, auf einander Bezug
nehmenden Argumenten aufzubauen. Oder man stellt erst alle Pro-, und dann alle Contra-Argumente da (hier ist eine gewollte oder ungewollte Beeinflussung des Auditoriums möglich: man hat immer die zuletzt genannten
Argumente als stärkste und frischeste im Kopf...). Man kann auch die Argumente so gliedern, dass sie eine steigernde Gewichtung erfahren. ("Es gilt ja nicht nur ..., sondern auch ... Und wenn sie darüber
nachdenken, dann stellen sie fest, dass sogar ..."). Diese Steigerungsform kann man auch in die Pro-Contra-Diskussion einbauen - niemand wird sein stärkstes Argument gleich zu Anfang verheizen wollen (und
Wiederholung des Argumentes schwächt die Aussagekraft ab...) Grundsätzlich hilft auch noch folgendes Schema:
* Das Auditorium "abholen", etwa mit
einer Fallgeschichte oder ihm bekannten Fakten. Das kann auch ein “Appetizer” sein, wie z.B. ein Zitat oder ein Bild, ein Witz oder eine kleine Provokation.
2.) Hauptteil Argumentation auf oben dargestellten verschiedenen Ebenen
3.) Zusammenfassung der zentralen Aussagen
4.) kritische Beleuchtung der zentralen Aussage
5.) Schluss Das Setzen eines klaren Schlusspunktes (evtl. mit einem Witz oder einer passenden Pointe) rundet ein gutes Referat ab. (Ganz schlecht ist es, wenn man in den Papieren kramt, kurz überlegt und
dann sagt: “Ja, das war’s wohl...”)
* Noch ein Kommentar zur Einleitung: Eine überraschende Einleitung ist oft erfrischend und sichert Aufmerksamkeit. Also statt der üblichen
Floskel: “Guten Tag, meine Damen und Herren! Mein Name ist...xy”, ruhig erst einmal etwas Nebensächliches (zum Thema) erwähnen, und die Begrüßung nach ein paar Sätzen nachschieben (aber nicht vergessen!). Beispiel:
Redner (z.B. im Rhetorikkurs) kommt herein, legt die Mappe auf den Tisch, wartet bis es ruhig geworden ist, schaut sich noch etwa drei Sekunden im Auditorium um (erhöht die Spannung): “Kennen Sie XY? Wissen Sie noch,
wie der früher bei Interviews gestottert hat? Kein Vergleich zu heute, und beurteilen Sie selbst, wieviel angenehmer und professioneller der Mensch heute im Fernsehen wirkt! --- Ja, er hat eine Rhetorikschulung gemacht,
das ist offensichtlich, und Sie sehen nun auch, wie hilfreich diese sein kann. Sie sind nun auch bei mir in der Rhetorikschulung, und ich darf mich Ihnen zunächst vorstellen: ...” usw.usw. zurück nach oben! |
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3.) Die Medien Es ist wichtig, die richtigen Medien auszuwählen, die den Vortrag unterstützen (nicht ersetzen, ablenken oder Zeit schinden). Ziel ist es, dabei möglichst viele
Wahrnehmungskanäle ansprechen, denn dann werden die Informationen umso besser aufgenommen (und dauerhaft gespeichert!). Weiterhin kann man mit Hilfe von Medien die Struktur des Vortrags schriftlich
fixieren, und den roten Faden dauerhaft aufzeigen. Dem Auditorium wird es so viel leichter, dem Vortrag zu folgen!
Dabei kann die folgende kleine Tabelle (die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt) ein wenig helfen:
Art des Mediums |
Vorteile |
Nachteile |
Tafel / Flip Chart |
- gemeinsame Erarbeitung
- Gestaltung variabel
- Auditorium kann Informationen gut mit aufnehmen
- wenig Vorbereitungszeit (??!)
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- Medium als solches relativ unattraktiv
- zeitlich aufwändig
- gute Gestaltung nicht immer einfach
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Skript / Handout |
- Informationen werden dauerhaft geliefert
- das Publikum kann sich ganz auf den Vortrag konzentrieren, braucht keine Angst zu haben, Wesentliches zu vergessen
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- passive Zuhörerschaft
- Informationen “ohne Leben"
- keine Einflussnahme durch Auditorium möglich
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Laptop & Beamer / Präsentationssoftware |
- professioneller Eindruck
- große Projektionsfläche
- viele Einzelfolien - gute Nachvollziehbarkeit
- Filme, (Farb-)Bilder, Tonaufnahmen einbindbar
- Struktur / roter Faden immer präsent (auch für sich selbst - man kann sich an die Folien halten)
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- Gefahr technischer Probleme
- große Vorbereitungszeit
- technische Vorkenntnisse (Umgang mit PC & Beamer, Softwareeditierung) nötig
- schwer, variabel zu reagieren
- manchmal lenkt die Technologie auch ab
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Folien / Tageslichtprojektor |
- große Projektion
- Informationen können gemeinsam erarbeitet oder fertig geliefert werden = Variabilität der Vortragsart
- “Springen” ist möglich
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- Gefahr zu großer Geschwindigkeit
- Helligkeit der Fläche läßt Vortrag blasser wirken
- Folien kaufen / herstellen auch mit einigen Kosten verbunden
- Gefahr einer technischen Panne
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Filme, Dias, ... |
- duale Codierung (auch Aufnahme von Bildern, passend zum Text))
- Abwechslung und Lebendigkeit
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- Fernsehen: Auditorium zu entspannt: wenig Informations-Aufnahme
- wenig Variabilität, Referent kann keinen Einfluß nehmen
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Live-Demonstrationen (Experimente, Rollenspiele,..) |
- Lebendigkeit
- duale Codierung
- aktive Audit.-Teilnahme
- Variabilität,...
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- mglw. hoher Aufwand
- geringe Informationsdichte / zeitaufwendig
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Grundsätzlich gilt:
- Der Wechsel zwischen mehreren Medien hält den Vortrag lebendig. (Das kann auch eine Beamerpräsentation sein, die Stichwörter, Animationen und kurze Filmsequenzen beinhaltet).
- Gerade beim Einsatz mehrerer Medien und/oder Beamer, Tageslichtprojektor oder Livedemonstrationen ist ein Vortragsassistent
äußerst empfehlenswert. Er (bzw. Sie) kümmert sich um die Visualisierungen, während Sie Sich ganz auf die eigentliche Präsentation
konzentrieren können. Dazu muss der Assistent natürlich den Vortrag und die vorbereiteten Medien kennen. Besonders gut ist es,
wenn Sie ihm (oder ihr) den Vortrag selbst einmal halten: Sie bekommen ein Gefühl für die Zeitplanung und finden “hakelige Stellen” und Ihr Assistent wird mit der Materie in Inhalt und Visualisierung vertraut.
- Die richtige Dosierung für Medien finden: zu viel davon lässt das Referat zu einer sinnentleerten Infotainment-Show verkommen, zu
wenig lässt das Referat trocken erscheinen, und es werden nur wenig Informationen vermittelt.
- Besonders professionell ist es, wenn Sie bei technischen Problemen z.B. mit dem Beamer Ersatzmedien vorbereitet haben.
Ein paar Detailtipps zu Präsenationen mit Beamer und Software oder dem guten Einsatz von Tageslichtprojektoren kann man sich hier ansehen.
Die zwei wichtigsten Punkte stelle ich bei jedem Medieneinsatz hier noch einmal heraus:
- Die Mediendarstellungen sollen den Vortrag lediglich unterstützen und ihre Aussagen visualisieren. Sie dürfen den mündlichen Vortrag dabei nicht ersetzen oder davon ablenken.
- Übersichtlichkeit!! Das gilt für Folien (ob als Real- oder Softwarefolien) ebenso wie für Diagramme und auch Fotos bzw. andere Bilder.
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4.) Präsentation von Referaten Man hat also nun ein gut strukturiertes (und natürlich inhaltlich hervorragendes) Referat und unterstützende Visualisierungen erstellt. Ein Vortragspartner ist eingearbeitet
und mit den Medien vertraut. Kann noch etwas schiefgehen? Leider ja! Es gibt eine ganze Reihe von Punkten, die man beim Präsentieren berücksichtigen sollte. Aber keine Angst: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
und niemand erwartet gleich einen perfekten Auftritt im ersten Versuch. Vielmehr geht es darum, nach und nach seine Kompetenzen zu verbessern. Dabei ist das Ziel, dass man viele Punkte automatisch richtig macht, ohne
dass man darüber nachdenken muss. (Sonst würden sie ja noch zusätzlich belasten). Von daher: Am besten, viel üben!!Ganz wichtig: Niemals vollständige Texte ablesen!
(Schriftsprache ist für das Publikum immer schwer nachvollziehbar, da sie kompakter und exakter ist als die normale Kommunikation. Desweiteren geht der Augenkontakt mit dem Auditorium verloren, und das fördert Monotonie und Langeweile). Sie sind doch auch so in der Lage, sich mitzuteilen. Trauen Sie Sich zu, auch während der Präsentation die Inhalte in einfachen, “normalen” Sätzen darzustellen. Kleine sprachliche Defizite sind weitaus weniger schlimm, als wenn der ganze Vortrag wegen Langeweile nicht ankommt. Sie werden auch gelöster, können besser mit dem Auditorium kommunizieren und auf Zwischenfragen oder Verständnisproblemen reagieren (die Sie gar nicht registrieren, wenn Sie nur auf Ihr Blatt schauen).
Das heißt, sie haben einen Hilfezettel (oder kleine Karteikarten) mit einem Stichworte-Konzept. Je weniger auf dem Zettel (den man zur Unterstützung in der Hand hält), desto besser. Im Konzept kennzeichnen Sie einige Punkte, die Sie bei Zeitknappheit weglassen
können. Lassen Sie besser etwas aus, als gegen Zeitende noch hastig Informationen reinzuquetschen. Themen, die man noch schnell an das Ende des Referates anhängt, werden sowieso fast gar nicht mehr vom Auditorium
aufgenommen, da jeder in Gedanken schon in der Pause / auf dem Nachhauseweg ist. Setzen Sie dosiert Medien ein (s.o.). Medien sollen das, was man vermitteln möchte, unterstützen. Das geschieht durch "
Visualisierung". Ein schönes Diagramm, ein knappes Bild oder auch
ein Comic können die Aussage verdeutlichen, und sprechen so zusammen mit dem Vortrag mehrere Wahrnehmungskanäle gleichzeitig an. Die Präsentation als “kleiner Auftritt” : Gerade der kleine Auftritt
ist es, der vielen Referenten Angst macht. Dabei ist die Präsentationsfähigkeit mitunter wesentlicher für den Erfolg als der Inhalt. Die folgenden Punkte geben Aufschluss, auf was man alles achten kann (sollte), wenn
man möchte, dass das Referat "ankommt". Diese Punkte sollen nicht zusätzlich belasten, obwohl es zunächst so scheint. Wichtig ist es, solche kleinen Auftritte immer und immer wieder zu üben - vielleicht
zunächst in einem kleinen Freundeskreis oder in speziell dafür eingerichteten Seminaren. Das Ziel ist, die folgenden Punkte zu verinnerlichen, sie zu automatisieren. Man kann nicht alles sofort berücksichtigen und
richtig machen, sondern sich nur nach und nach verbessern.
- Beginn des Vortrags: Warten auf Rezeptionsbereitschaft, dann noch ca. zwei bis fünf Sekunden zum Setzen eines “Nullpunktes”
- Möglichst positive Ankündigung des eigenen Vortrags (also nicht: “Ich hatte ja nur wenig Zeit, und es ist wohl auch noch nicht ganz ausgereift...”, sondern: “Ich habe einige interessante Aspekte zum Thema ...
erarbeitet, die ich gerne vorstellen möchte...”). Man stelle sich nur mal vor, man sitzt im Publikum, und jemand kündigt sich so negativ an...
- Mit Gestik und Sprache ausdrücken, dass man etwas vom Auditorium möchte
- Die Körpersprache trainieren (Bücher kaufen, Internet durchsuchen). Körpersprache kann unterstützen, was man möchte, kann sofort einen Vortrag lebendiger und prägnanter werden lassen. Falsch Körpersprache kann
aber auch vieles kaputtmachen.
- ruhige Gestik, Sicherheit zeigen (auch man sich selbst nicht so fühlt)
- entspannt stehen, nicht zu viel umherlaufen
- deutlich und zuhörerfreundlich artikulieren
- logische Sinnblöcke und Pausen setzen
- Blickkontakt für etwa 3 bis 5 Sekunden mit einzelnen Zuhörern suchen. U.a. nicht nur zum Seminarleiter schauen. Die Augenbewegungen werden vom Publikum überproportional stark registriert und unruhiges Flackern
erzeugt auch Unruhe im Publikum, das starre Fixieren eines Punktes erzeugt Distanz und Gleichgültigkeit, das Vermeiden des Augenkontakts etwa durch Ablesen sorgt für Monotonie und Langeweile.
- Unterdrückung von “Mmmmh...”, “Äh...”, “halt”, “irgendwie”, etc. (gerade letztere Wörter deuten oft an, dass man selber nicht so sicher im Thema ist, wie man als Referent sein sollte...)
- Verzicht auf Verlegenheits- und Resignationsgesten (Pusten, zur Decke schauen, Schulter zucken,...)
- Selbstkontrolle bei Black-Outs (z.B.mit dem Trick “Kann mal jemand das Fenster öffnen?” [oder ähnliche Ablenkungsmanöver] und währenddessen Manuskript einsehen)
- Selbstkontrolle persönlicher “Tics” (etwa: Büroklammern verbiegen, mit Stift herumspielen, ...) - diese lenken das Auditorium stark ab
Man kann immer vier Grundqualitäten des Vermittelns im Auge behalten:
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inhaltlich |
stilistisch / methodisch |
a) Tranzparenz (Durchsichtigkeit, Nachvoll- ziehbarkeit) |
- klare Struktur
- Einordnung von Argumenten in das Thema
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- klare, einfache Sätze
- Struktur erläutern (am Anfang des Vortrags)
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b) Ökonomie |
- Verkraftbarkeit für das Publikum berücksichtigen / nicht zu viel zumuten
- wesentliche Aussagen wiederholen und zusammenfassen
- aber nicht ein Argument mehrfach nennen, das schwächt ab
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- Immer nur eine Aussage pro Satz.
- Zeitbewusstsein haben, d.h. z.B. die meiste Zeit für die wesentlichen Punkte reservieren. Auch: bei Verständnisproblemen flexibel reagieren.
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c) Prägnanz |
- Pointierung: Die wesentlichen Aussagen sind betont und zum richtigen Zeitpunkt gegeben. Steigern Sie in Erörterungen die Wichtigkeit der Argumente - nicht das beste Argument gleich am
Anfang “verheizen”
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- Dynamik / Modulation (mal laut, mal leise reden. Gesten bewusst einsetzen. Wach rütteln).
- Präsenz (hinter dem Thema stehen; sich vorne deutlich zu erkennen geben, nicht verstecken).
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d) Anschaulichkeit |
- Einstieg (“Appetizer”)
- Anknüpfungen an dem Publikum Bekanntes
- Beispiele (auch sehr konkret)
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- Visualisierungen (Medien)
- siehe Transparenz
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z u r ü c k n a c h o b e n
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5.) Abschlussbemerkungen Versuchen Sie, mit dem Publikum dynamisch zu kommunizieren. Zeigen Sie Begeisterung für Ihr Thema und dass Sie Sich dabei wohl fühlen, es zu präsentieren
(auch wenn Sie dabei ein bisschen schauspielern müssen). Kündigen Sie Ihren Vortrag positiv an und versuchen Sie, das Publikum zu “fesseln” (das ist jetzt nicht wörtlich gemeint). Die ersten Referate werden von einem
selbst wohl eher unangenehm empfunden und niemand kann verlangen, dass gleich die ersten Versuche mitreißende Infotainment-Shows werden. Aber man kann sich so nach und nach verbessern und bekommt dabei (das ist eine
persönliche Erfahrung) eine immer positivere Einstellung zum eigenen Referieren - wenn die ersten positiven Rückmeldungen eintreffen.
Jedenfalls ist das Publikum immer dankbar, wenn es unterhalten und gut informiert wird. Tun Sie ihm den Gefallen. Viel Erfolg dabei! zurück nach oben |
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noch einmal ein paar Punkte im Bild zusammengefasst: |
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