Die Anlage von Ulrich Röcher

 
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  Faller Car-System          
                 
  Wer einmal das verblüffende Maß an Lebendigkeit gesehen hat, das eine Anlage durch fahrende Autos bekommt, versteht, warum das Faller Car-System eingesetzt wurde. Den Effekt kannte ich schon von meiner Jugendsünde, aber die Optik des Car Systems ist um Längen besser! Sein Streckenplan besteht aus einem verschlungenen Oval mit einigen Abzweigungen. Obwohl die Bahnübergänge korrekt abgesichert sind (die PKW halten wirklich und fahren auch erst los, wenn die Schranken ganz oben sind), ist ein Automatikbetrieb mit mehr als einem Fahrzeug nicht möglich - dazu würde es eines Abstandschalters in den Fahrzeugen bedürfen. Vorfahrtregelungen könnte ich aber über Stopp-Stellen realisieren. Ein besonderer Gag ist die Tiefgarage (ok., eine Benutzung von Tiefgaragen durch LKW ist eher ungewöhnlich), die als "Schattenbahnhof" für das Car System konzipiert ist. Sie ist aber derzeit noch nicht vollständig mit Ausweichen und Stoppstellen fertiggestellt, sondern besteht provisorisch nur aus einer simplen Schleife zwischen Ein- und Ausfahrt. Eine Stoppstelle befindet sich übrigens auch unter dem Überladekran, so dass dort LKW beladen werden können.  
                 
  Oberer Bahnhof Lindenstadt          
                 
         
  Bild 22 Bild 23 Bild 24 Bild 25  
         
  Bild 26 Bild 27 Bild 28 Bild 29  
         
  Bild 30   Bild 31   Bild 32   Bild 33  
               
  Bild 34  
 

Dieser oberleitungsfreie Bahnhof ist gleichzeitig Kreuzungs- und Kehrschleifenbahnhof und bietet interessante Fahrt- und Rangiermöglichkeiten. Einen Überblick über den Bahnhof gibt Bild 12. Das vordere Weichenfeld kann man gut auf Bild 8 (Aufnahme aus der Einstiegsluke) erkennen. Die Bilder 22, 23 und 24 zeigen die Lokführerperspektive bei Ein- und Durchfahrt durch den Bahnhof. Die Bahnsteige und Bahnhofsgleise finden sich auf Bild 25. Etwas weiter hinten zeigt sich der Bahnhof wie auf Bild 26. Das Signal in der Mitte signalisiert nicht etwa eine neue Information sondern ist defekt und harrt seiner Reparatur. Das hintere Weichenfeld zeigt Bild 27. Bild 28 zeigt die hintere Umfahrung des Bahnhofes mit der Blockstelle rechts. Unschwer zu erkennen: modifizierte Loreley-Portale!

Das Bahnhofsgebäude sieht man auf Bild 27 von hinten und Bild 29 von vorne. Bild 30 zeigt die Güterschuppenzufahrt. Spätestens mit Bild 31 müsste klar sein, um welche Bausätze es sich handelt: das Hauptgebäude ist das Vollmer Postamt und nebenan befindet sich ein Faller Schuppen. Anbauten wie die Gleis- und Bahnsteigüberdachung sowie einige typische Vorbauten auf Bahnsteigseite sind Eigenbauten.

Ein weiteres interessantes Detal dieses Bahnhofs ist der Überladekran, am besten zu sehen auf den Bildern 32 und 33. Dabei handelt es sich mitnichten um den bekannten Kibri-Kran - der wäre deutlich kleiner. Die ältere Aufnahme Bild 11 verrät seinen Ursprung: Unter Benutzung der Antriebe des ehemaligen Faller Container-Terminals (siehe Jugendsünde) habe ich aus Messingprofilen, Ätzteilen und einer Plastiküberdachung einen neuen über drei Achsen steuerbaren Kran gebaut. Er kann wahlweise mit dem Magneten des Märklin-Drehkrans oder der Roco-Baggerschaufel ausgestattet werden. Ausserdem führt eine Car-System Straße direkt darunter hinweg, so dass man mit ihm LKWs be- und entladen kann. Apropos Car-System: Der Übergang von Bild 34 über die Bahnhofsgleise wird in beiden Richtungen vom Car System genutzt und komplett von der Bahnschranke gesteuert.

Der Bahnhof ist weitgehend fertiggestellt. Zur Zeit fehlt hier lediglich ein kleineres dreigleisiges Betriebswerk, das ich mit Bauabschnitt 10 aufbauen möchte. Es wird ungefähr dorthin kommen, wo sich auf Bild 27 die Kamera befunden hat. Das Bahnhofsvorfeld ist für Bauabschnitt 11 vorgesehen.

 
                 
  Rollendes Material          
                 
  Ein Bekenntnis zuerst: Zum Epochegedanken, so richtig er auch sein mag, konnte ich mich nie durchringen - er hätte für mich zu viel Verzicht auf schöne Fahrzeuge anderer Epochen bedeutet. Versucht habe ich allerdings, die Ensembles der Anlage aus Gleisanlagen, Bauten und Zubehör so anzulegen, dass keine harten Widersprüche in sich vorhanden sind. An rollendem Material besitze ich derzeit ca. 55 Lokomotiven und rd. 140 Waggons. Es sind rund die Hälfte Märklin-Fahrzeuge. Die andere Hälfte teilen sich Vertreter aller anderen großen europäischen HO-Hersteller. Außerdem habe ich auch einige Lokomotiven selbst (um-)gebaut. Ich besitzte Loks aller Traktionsarten und einige Triebwagen. Ich habe auch hier versucht, wenigstens ein Stück weit Extreme zu vermeiden: Es gibt weder einen ICE noch eine Baureihe 103. Allerdings konnte ich mich manchen Versuchungen dann doch nicht entziehen. Die Roco 18 201- ein heißes Gerät, eine meiner erklärten Lieblingsloks - besitze ich ebenso wie einen RaM-Tee als auch einen VT 11/5 (601). Nun gut, letztere kann man auch noch auf eingleisigen Nebenstrecken als Sonderfahrt deklarieren ;-) . Ansonsten wurde aber das Schwergewicht auf die klassischen Nebenbahn- und Nahverkehr- sowie Allerweltsloks gelegt. Eine BR 55 oder 93 macht sich nun mal auf meiner Anlage besser als eine 01. Bei den E-Loks sehe ich die Situation ansonsten als nicht so tragisch an. Da nur ein Teil der Anlage elektrifiziert ist, lassen sich auf der zweigleisigen Hauptstrecke auch schwere Güterzug-E-Loks wie 151 und 194 glaubwürdig einsetzen. Gut finde ich auch die verblüffenden Möglichkeiten, die das Digitalsystem für die Fahrzeuge selbst eröffnet. So besitze ich den Märklin-Messwagen, einen Roco-Eisenbahn-Digitalkran und im Bau befindet sich derzeit ein Kamerawagen nach System Dr. König (http://home.nexgo.de/dr.koenig/digital/video.htm).  
                 
  Kleiner Kopfbahnhof Niederaudorf          
                 
         
  Bild 35   Bild 36   Bild 37   Bild 38  
               
  Bild 39  
  Dieser Kopfbahnhof besteht nur aus einem Umfahrgleis und einem Abstellgleis für wartende Lokomotiven. Er dient als Legitimation für Triebwagen und Wendezüge. Einen Überblick gibt Bild 14, den linken Bahnhofsteil mit der DKW zeigt Bild 35 und das Herzstück des Bahnhofs mit dem Bahnhofsgebäude Bild 36. Auf Bild 37 wurde das Ensemble nochmals von oberhalb des Tunnelportals aufgenommen. Bild 38 ist ein direkter Blick in die Bahnhofsgleise. Interessant ist auch Bild 39: Dies ist auch Niederaudorf, aber der Teil rechts von der großen Brücke. Zur Bahnhofsausfahrt geht es nach links.  
     
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