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BANA-Umweltprojekt der TU Berlin 2005/2006
„Die Veränderungen städtischer Ufer - am Beispiel Nordufer in Berlin”

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Boden

Informationen zu Böden sowie Ergebnisse der Bodenproben.

Allgemeine Informationen

Ergebnisse unserer Bodenproben

 

Allgemeine Informationen

Die Bodenart beschreibt die Zusammensetzung des Bodens bezüglich der Korngrößen der mineralischen Bodensubstanz. Diese wird meist nur auf den Feinboden mit einem Körnerdurchmesser von kleiner als zwei Millimeter bezogen. Daher wird das Bodenskelett, das heißt alle Mineral- oder Gesteinsbruchstücke mit einem Durchmesser über zwei Millimeter, nicht berücksichtigt.

Man unterscheidet folgende Hauptbodenarten:

  Abk. Durchmesser
Kies G > 2,000 mm
Sand S 0,063 - 2,000 mm
Schluff U 0,002 - 0,063 mm
Ton T < 0,002 mm
Lehm L Gemisch aus Sand, Schluff und Ton

Die Bodenfeuchte wird durch das sogenannte Haftwasser bestimmt:
Ist der gesamte Porenraum des Bodens von Wasser ausgefüllt, so ist der Boden wassergesättigt. Ein Teil dieses Wassers versickert in tiefere Zonen, ein anderer Anteil des Bodenwassers wird gegen die Schwerkraft gehalten. Dies ist das sogenannte Haftwasser, welches die Bodenfeuchte bildet.

Der Kalkgehalt der Böden ist für das Pflanzenwachstum sehr wichtig, da die meisten Pflanzen einen ausgeglichenen Boden-pH im Bereich 5-7,5 benötigen, um ausreichend Nährstoffe aufnehmen zu können. Der Kalk kann den Boden gegen Bodenversauerung (z.B. durch Humussäuren oder Sauren Regen) abpuffern.
Der Kalkgehalt lässt sich ungefähr abschätzen, indem eine kleine Bodenprobe mit verdünnter Salzsäure versetzt wird, da der Kalk sich dann unter Abgabe von Kohlendioxid (Aufbrausen) löst.


Aufbrausen  Kalkgehalt  
kein A. < 1%
schwaches A. 1%-3%
kurzes, heftiges A. 3%-5%
langes A. > 5%


Der Boden-pH ist ein Merkmal des Säure- und Basegehaltes des Bodens:

  • pH 4,0-6,0 = sauer
  • pH 6,5-7,5 = neutral
  • pH 8,0-10,0= basisch
Viele Pflanzen benötigen einen neutralen oder leicht sauren Boden, da die meisten Nährstoffe bei diesen pH-Werten aufgenommen werden können.

Als Humus (lat. "Erdboden") wird das gesamte im Boden enthaltene tote organische Material bezeichnet. Zum Humus gehören abgestorbene Pflanzenreste, tierische Exkremente und Kadaver. Er kann an der Bodenoberfläche Auflagen bilden oder auch, durch tierische Aktivität oder von abgestorbenen Wurzeln herrührend, in den Boden eingearbeitet sein.

Pflanzen- aber auch Tierarten sind sogenannte Zeigerarten (auch Bioindikatoren), weil ihr Vorkommen oder Fehlen in einem Lebensraum bestimmte Standort- und Umweltbedingungen, zum Beispiel Feuchtigkeit, Licht, Wärme, pH-Wert, Nährstoffverhältnisse des Bodens sowie Wasser- oder Luftverschmutzung anzeigt. (siehe auch Biotope)


Quelle

de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite

(Martina Diedrich) 


 

Ergebnisse unserer Proben

Die Bodenproben von drei Standorten wurden von uns untersucht.
Zunächst wurde die Probe gesiebt, dann wurde ihre Beschaffenheit bestimmt.
Der Salzsäuretest zeigte, ob die Bodenprobe kalkhaltig war.
Anschließend ermittelten wir den pH-Wert des Bodens in destilliertem Wasser und in Kalziumchlorid.


  Standort I
(oberer Teil
der Böschung)
Standort II
(unterer Bereich,
Wasser-/Schilfnähe, Engelwurz)
Standort III
Beschaffenheit sandiger Schluff,
geringer Humusanteil,
eher trocken
feuchter Boden,
enthält humide Stoffe
formbar,
enthält humide Stoffe,
Sandanteil geringer
als bei 4,
weniger feucht als 7
Salzsäuretest kein Schaum,
nicht kalkhaltig
schäumt,
(fast wie Waschlauge)
kalkhaltig
kein Schaum,
nicht kalkhaltig
pH-Wert in:
dest.H2O
CaCl

7,65

6,83

8,35

7,72

5,41

5,00
Ergebnis typ. Stadtboden:
technogen
(d.h. neuer bzw.
künstlicher Boden
wurde zugeführt)
kalkreich,
ähnlich wie in
stadtnahen
Auwaldböden
Pflanzen können
Mineralstoffe leicht
aufnehmen,
krautige Vegetation,
gut puffernder Boden,
"Versauerung" durch
verwitternde Pflanzen

(Petra Hoffmann) 


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