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BANA-Umweltprojekt der TU Berlin 2005/2006 „Die Veränderungen städtischer Ufer - am Beispiel Nordufer in Berlin” |
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Neben den Asseln gehören auch die Süßwasser-Strandflohkrebse zu den Krebstieren am Nordufer. Hier findet sich eine Lebensgemeinschaft winziger Flohkrebse mit dem wohlklingenden Artnamen Orchestia cavimana. Etwa ab 1920 erreichten ihre Vorfahren, vom östlichen Mittelmeer kommend, Berlin. Sie leben lichtscheu in kleinsten Höhlen in der steinigen Uferböschung. Als Nahrung dient ihnen zersetztes Laub. |
Gammaracanthuskytodermogammarus loricatobaicalensis ist der bislang längste vorgeschlagene Name für ein Lebewesen. Er wurde im Jahr 1927 durch B. Dybowski an einen kleinen Flohkrebs aus dem Baikalsee vergeben, jedoch nach dem International Code of Zoological Nomenclature für ungültig erklärt.
Literatur:
Rudolph, Klaus, 2001: Die Flohkrebsfauna (Crustacea, Amphipoda) der Länder Brandenburg und Berlin. Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg 10 (4); S. 166-172.
Rudolph, Klaus, 1995: Über das gegenwärtige Vorkommen des Süßwasserstrandflohs Orchestia cavimana bei Berlin. In: Natur und Museum 125, Frankfurt a. M., Heft 6, S. 176-183.
(Standort: Ser.7)
Klaus Rudolph: www.flohkrebse.de

Der Pechschwarze Dammläufer ist eine Käferart in der Familie der Laufkäfer (Carabidae)
Die 10 bis 14 mm großen Käfer haben eine glänzend schwarze Farbe mit braunroten Beinen und Fühlern. Auf den Flügeldecken befinden sich neun feine Längsrillen, die dem Dammläuferkäfer ein charakteristisches Erkennungsmuster geben.
Die weit verbreiteten Käfer sind im Gegensatz zu anderen Dammläuferkäferarten nicht nur an den feuchten, lehmigen Gewässerufern in Mitteleuropa vorzufinden, sondern bewohnen häufig schattige Stellen am Boden der feuchten Wälder. Als Versteck werden lose Rindenstücke, Steine oder Stellen in der Grasnarbe genutzt.
Mit seinen Greifzangen erfasst er bei der Jagd Spinnen, Würmer und Insekten, die durch bestimmte Sekrete zersetzt werden und dann als Brei aufgesogen werden.
Der Vierfleckige Kugelmarienkäfer oder Vierfleckige Schildlaus-Marienkäfer sitzt vor allem auf Nadelbäumen, aber auch auf Weißdorn, Ahorn und Kreuzdorn.

Nahrung:
Käfer und Larven der Vierfleckigen Kugelmarienkäfer ernähren sich von Schild- und Blattläusen.
Warnfaben:
Auf viele Räuber wirkt ihr bitterer Geschmack abstoßend; zusätzlich kann bei Gefahr an den Gelenkhäuten eine gelbe, giftige Flüssigkeit (Coccinellin) ausgesondert werden ('Reflexblutung').
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Die ausgewachsene Feuerwanze erreicht Körperlängen von neun bis 13 Millimeter. Die Flügel der am häufigsten vertretenen Art sind leuchtend Rot mit dunklem Muster. Die Farbe ist unter anderem von der Temperatur abhängig, welche die Bildung der Pigmente in der Cuticula (außen liegende Körperdecke) beeinflusst. Auch während der Entwicklung, bei der sich die Nymphe fünf mal häutet, kann sich die Farbe verändern. Die Feuerwanzen werden im Volksmund oft fälschlicherweise als "Feuerkäfer" bezeichnet. |
Feuerwanzen siedeln sich oft in großer Zahl in hohlen Baumstämmen oder auf Steinen an, in deren Umgebung es reichlich Nahrung gibt. Die Wanzen überwintern als erwachsene Tiere (Imago). An warmen Tagen ab Mitte März verlassen sie ihre Überwinterungsquartiere im Boden und bereiten sich auf die Paarungszeit von April bis Mai vor.
Feuerwanzen sind Pflanzensauger, sie ernähren sich hauptsächlich von abgefallenen Samen von Linden und Malven, manchmal greifen sie aber auch andere Insekten an oder saugen an toten Wirbellosen. Da Feuerwanzen nicht fliegen können, sind sie relativ ortsfest.
Wie alle Spinnentiere (Arachnida) besitzt der Weberknecht acht Beine, die bei vielen Arten extrem lang sind. Im Falle eines Angriffs kann er sich von einem Bein trennen (Autotomie), das dann, immer noch zuckend, den Angreifer verwirren soll. Bei jungen Tieren wird dieses Bein in der Regel innerhalb von zwei bis drei Häutungen regeneriert.

Die Pedipalpen vieler Arten sehen oft aus wie Beine, sodass vom unbedarften Beobachter auch fünf Beinpaare gezählt werden. Sie können (bei den Laniatores) zu einschlagbaren Fangorganen ausgebildet sein, dienen aber meist dem Tasten, der Fortpflanzung oder (bei der Nahrungsaufnahme) als Gliedmaßen, die den Kieferklauen (Cheliceren) die Nahrung zuschieben.
Die meist in der Bodenschicht lebenden Weberknechte bauen keine Fangnetze, sondern ernähren sich hauptsächlich von mikroskopisch kleinen Gliederfüßern. Giftdrüsen fehlen dem Weberknecht, sie verspeisen ihre Beute lebend. In der lockeren Streu des Laubwaldes, in Gärten, Wiesen, Hecken oder naturnahen Parks grasen sie aber auch mit ihren Cheliceren abgestorbene Pflanzenteile ab, auf denen mikroskopisch kleine, zersetzende Tiere sitzen.
Sie besiedeln die Bodenschicht oder Bodennähe auch in extremen Biotopen und Ökosystemen, wie Dünen, Moore, Heiden. Die Pedipalpen tasten dabei voraus, die ebenso wie die langen Beine als Taster dienen.
Ein unter der Lupe auffälliges Merkmal aller Weberknechte ist ein ausgeprägter Hügel, der die Augen trägt. Dieser Augenhügel kann auch zu einem relativ langen Stiel ausgebildet sein, so dass die Augen vieler Weberknechte unter dem Binokular gesehen geradezu als Stielaugen zu bezeichnen sind. Der Sehsinn ist relativ schlecht entwickelt. Bis auf wenige Ausnahmen sind Weberknechte nachtaktiv.
Dieser Weberknecht kommt eigentlich aus dem warmen Südeuropa, doch an den Trockenstandorten des Nordufers fühlt er sich offenbar zuhause.
Steinkriecher oder auch Steinläufer gehören zu den Hundertfüßern (Chilopoda), diese wiederum zur Klasse der Tausendfüßer (Myriapoda). Weltweit gibt es etwa 1.700 Hundertfüßer-Arten, in Deutschland kommen etwa 50 vor.
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Größe:
Je nach Art erreichen Steinkriecher Körperlängen zwischen 10 und 33 mm. Die größte und häufigste europäische Art ist der braune Steinläufer (Lithobius forficatus).
Aussehen:
Steinkriecher besitzen eine lange, abgeplattete Körpergestalt, die aus vielen, gleichartigen Körpersegmenten besteht (dabei sind die Rückenplatten unterschiedlich groß). Sie tragen 15 Beinpaare, jeweils ein Paar pro Segment. Die letzten 1-2 Beinpaare sind größer und können als Greiforgan eingesetzt werden. An ihrem Kopf befinden sich ein fadenförmiges Fühlerpaar und 4-40 Einzelaugen (= Ocellen), hinter dem Kopf zangenförmige Kieferfüße, die mit Giftdrüsen versehen sind.
Lebensraum:
Steinkriecher leben an der Bodenoberfläche und kommen vorwiegend im Wald vor. Tagsüber nutzen sie die natürlichen Versteckmöglichkeiten wie Falllaub, Steine oder Holzstücke. Sie bevorzugen feuchte Stellen, die sie vor dem Austrocknen bewahren. Der braune Steinläufer kommt überall im offenen Gelände von der Ebene bis ins Hochgebirge vor.
Besonderheiten:
Steinkriecher sind schnelle Jäger, die sich vorwiegend von Insekten und anderen Gliederfüßern der Bodenoberfläche ernähren, welche sie mit dem Gift ihrer Kieferfüße lähmen. Zudem können sie große Beutetiere mit Hilfe eines aus den Hüftdrüsen des letzten Beinpaares ausgeschiedenen klebrigen Sekrets fesseln.
Gemeiner Steinkriecher (Lithobius forficatus):
Erdläufer gehören zu den Hundertfüßern (Chilopoda), diese wiederum zur Klasse der Tausendfüßer (Myriapoda). Weltweit gibt es etwa 1.700 Hundertfüßer-Arten, in Deutschland kommen etwa 50 vor.
Größe:
Erdläufer erreichen eine Körperlänge zwischen 20 und 60 mm.
Aussehen:
Erdläufer besitzen einen langen, wurmförmigen, abgeflachten Körper, der aus vielen nahezu gleichartigen Körpersegmenten besteht. Je nach Art tragen sie 31 bis 80 Beinpaare, wobei das letzte Beinpaar größer ist und als Tastorgan dient, sowie lange Fühler. Augen fehlen ihnen. Die Rückenschilde sind durch eine deutliche Querfurche in einen vorderen sehr schmalen und einen breiteren hinteren Teil gegliedert. Erdläufer sind hellgelb bis rötlichbraun gefärbt.
Lebensraum:
Erdläufer sind überall am Erdboden unter Steinen und Holzstücken, besonders häufig in Wäldern und auf Kulturböden zu finden. Im Sommer wandern sie auch in tiefere Bodenschichten ein (bis 40 cm Tiefe).
Gemeiner Erdläufer (Geophilus longicornis):







