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BANA-Umweltprojekt der TU Berlin 2005/2006 „Die Veränderungen städtischer Ufer - am Beispiel Nordufer in Berlin” |
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Botanik
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| Die Erzengelwurz gehört zur Familie der Doldenblütler. Sie bevorzugt feuchte Böden und gehört zum Bestand der Hochstaudenfluren an Ufern langsam fließender Gewässer. Die schnellwachsende zweijährige Pflanze wird bis zu 2 m hoch . Sie hat tief eingeschnittene hellgrüne Blätter und besitzt eine rübenförmige, rotbraune Wurzel mit gelblichem Milchsaft. In ihrer Blütezeit von Juli bis August bringt sie Dolden mit kleinen hellgrünen Blättern hervor. Verwandte Arten sind Sumpf-Engelwurz und Wald-Engelwurz. |
Historisches
Angelica archangelica ist eine seit Jahrhunderten bekannte Heilpflanze, die in Asien und Europa heimisch ist. In Nordeuropa wurde die Pflanze seit dem 10.Jahrhundert als Gemüse gegessen. Die Wikinger sorgten für ihre Verbreitung in Mitteleuropa.
Den Namen Engelwurz erhielt die Pflanze, weil der Sage nach ein Engel den Menschen von ihrer Heilkraft erzählte. Sie ist eine alte Symbolpflanze für die Deifaltigkeit Gottes, da der Stängel zwischen zwei einander umschließenden Häuten herauswächst. Die Menschen des Mittelalters schrieben ihr große Macht zu und nutzten sie als Abwehrmittel gegen Spuk und Hexen.
Seit dem 15. Jahrhundert hatte die Erzengelwurz den Ruf als wichtigstes Heilkraut überhaupt. Kräuterbücher des 16.Jahrhunderts berichten von ihrem Einsatz gegen die Pest. Während der Pestepidemien kauten Ärzte die Wurzel der Pflanze, um sich vor Ansteckung zu schützen.
| Verwendung als Heilpflanze |
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| Die Erzengelwurz gilt auch heute noch als Heilmittel. Am wirksamsten sind die Wurzeln. Dem aus ihnen zubereiteten Tee wird Heilkraft bei Rheuma, Bronchitis Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden zugeschrieben. Das Wurzelöl ist ein wichtiger Bestandteil von Magenlikören. Die Sprossen der Pflanze eignen sich für Salate. |
Quellen
de.wikipedia.org/wiki/Engelwurz
www.tee.org/BHSD/angelik.html
essenza.twwt.de/details/a001.html
www.awl.ch/heilpflanzen/angelica_archangelica/index.htm
Weiden kommen hier am Nordufer als Bäume und Sträucher vor. Insgesamt gibt es hier 22 Baumarten entlang des Uferwanderwegs. Die Weidenblüten sind im Frühjahr eine wahre Nahrungs-„Weide“ für Hummeln, Bienen und für unser Auge! (s.Foto Salix caprea). Auch die neu gepflanzten Wildrosen sind für Insekten wertvoll.
Alle Weiden besitzen eine enorme Vitalität: man kann sie beschneiden oder abfressen lassen, immer schlagen sie wieder aus. Eine Weidenrute, in den Boden gesteckt, bildet Wurzeln und wächst zu einem neuen Baum heran. Weidenholz ist leicht, fest, gut spaltbar und druckfest. Es ist z.B. für Dielen und Böden gut geeignet. Die rutenförmigen Zweige einiger Arten werden zur Herstellung von Korbwaren, Fischreusen usw. verwendet. Bevor die Salizylsäure - der Grundstoff unseres "Aspirins" - chemisch hergestellt werden konnte, gewann man sie aus Weidenrinde.
Silberweide (Salix alba)
Ihren Namen verdankt die Pflanzenart ihren silbrig erscheinenden schmal-lanzettlichen Laubblättern. Die Silberweide war der Baum des Jahres 1999.
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Standort/Verbreitung: Da die Silberweide sehr lichtbedürftig ist, erträgt sie kaum Konkurrenz, dafür aber längerdauernde Überflutungen. Sie liebt feuchte Standorte und kommt vor allem an Gewässern und in Tälern vor. Zusammen mit der Pappel bildet sie das wichtigste Gehölz der "weichen Auenwälder" (liefern weiches Holz). Sie ist sowohl in fast ganz Europa als auch in Nordafrika und bis nach Zentralasien heimisch. Beschreibung Die Silberweide errreicht eine Höhe von bis zu 28 m. Jüngere Bäume haben noch eine spitz-kegelförmige Baumkrone; die Krone älterer Bäume wirkt dagegen ziemlich formlos. Die Rinde ist dunkelgrau mit dicken, dicht zusammenstehenden Leisten. |
Zweige:
Die jungen Zweige sind dünn und hell graurosa bis olivbraun. Sie sind dicht behaart und stehen im spitzen Winkel vom Haupttrieb ab.
Blätter:
Die schmal-lanzettlichen Laubblättern sind dunkel blaugrau; sie sind auf der Oberseite seidig weiß behaart; die Unterseite ist kürzer weiß behaart, 7 bis 8 cm lang und etwa 1 cm breit; sie sitzen an einem etwa 5 mm langen Stiel.
Blüten:
Die nur 2 mm kleinen Knospen sind violett. Die Blütenkätzchen sitzen an beblätterten Stielen. Die männlichen Blüten sind gelb, die weiblichen grün und später wollig-weiß.Nutzung:
Die Silberweide wird häufig als Korbweide angepflanzt.
Purpurweide (Salix purpurea)
Standort/Verbreitung:
Die Purpurweide wächst auf wechselfeuchten, weniger nährstoffreichen Böden, auf Kies- und Sandbänken von Bächen und Flüssen sowie in Auengebüschen.
Zweige:
Der Strauch ist 1-6 m hoch, dicht buschig und oft von schlankem, besenförmigen Wuchs. Die Zweige und Äste sind aufrecht; die Zweige dünn, zäh und biegsam, gelblich-braun bis rötlich-purpurn und kahl. Die jüngsten Triebe sind gelegentlich schwach behaart.
Blätter:
Die Blätter der Purpurweide sind wechselständig, aber auch gegenständig, lanzettlich, kurz zugespitzt und haben ihre größte Breite im vorderen Drittel. Sie sind 4-12 cm lang, bis zu 1,5 cm breit und zur Spitze hin fein gesägt, am Grund aber ganzrandig. Sie sind beidseits kahl und stets ohne Nebenblätter. Ihre farbe ist olivgrau, unterseits bläulich.
Blüten:
Die Blütezeit der Purpurweide ist Ende März bis Mitte April, zusammen mit dem Blattaustrieb. Ihre Kätzchen sind zylindrisch,oft gekrümmt, bis zu 4,5 cm lang und oft gegenständig. Die beiden Staubfäden sind völlig miteinander verwachsen, dadurch hat die Purpurweide scheinbar nur ein Staubblatt. Die Staubbeutel sind vor dem Stäuben purpurrot und dann gelb beziehungsweise schwarz.
Salweide (Salix caprea)
Die Triebe der Salweide sind anfangs grau behaart und später dann glänzend rotbraun.
Die männlichen Kätzchen sind zunächst seidig grau, später dann gelb. Durch die lang behaarten Tragblätter sind die Kätzchen vor dem Aufblühen in einen dichten, weißen Haarfilz gehüllt - erst sitzend und dann kurz gestielt. Die weiblichen Kätzchen sind grün; beide sind etwa 3 - 4 cm lang.
Die Blätter sind ziemlich breit und sitzen an roten, behaarten Stielen. Ihre Unterseite hat graue, weiche Haaren.
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Viele Tierarten haben im Röhricht ihren Lebensraum. In den hochwüchsigen, hohlen Schilfhalmen nisten und überwintern zahlreiche wirbellose Tierarten. Spezielle Schmetterlingsarten sowie Käfer und Spinnen leben in und an den Röhrichtpflanzen. Am Boden lebt hier der schöne Pechschwarze Dammläufer (s.Foto). Der Vogelwelt dienen Röhrichte als Schlaf- und Brutplatz. Deshalb steht Schilf unter Naturschutz und wurde hier mit einer Reisigbarriere geschützt. Leider ist das Kanalufer mit Metallspundwänden gegen die Uferkante abgeschottet, sonst hätten wir mehr Schilf und mehr Wasservögel.
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Die Gewöhnliche Nachtkerze war ursprünglich in Nordamerika heimisch. Im 17. Jahrhundert gelangte sie nach Europa. Sie verträgt trockene Bedingungen an offenen Standorten. Im ersten Jahr entwickelt sich die Blattrosette, im nächsten Jahr folgt der Stängel mit den gelben Sommerblüten, die von unten nach oben auf-blühen. |
Die Nachtkerze hat einen intensiven Duft am Abend, wenn sich die meisten Blüten öffnen. Dann werden viele Nachtschmetterlinge angelockt.
Die Fruchtkapsel enthält kleine Samen, aus denen ein wertvolles Arzneiöl gewonnen werden kann. Es hilft gegen Neurodermitis, entzündliche Magen-Darm-Beschwerden, Allergien und Asthma. Auch als Hautpflegemittel wird das Nachtkerzenöl verwendet.
Der Bocksdorn kommt ursprünglich aus Südosteuropa und Vorderasien, wurde bei uns als Zierhecke angepflanzt und ist jetzt teilweise auch verwildert. Sein botanischer Name weist auf diesen Ursprung hin:
Gattungsname: Lycium = aus Lykien (SW-Türkei) stammend
Artname: barbarum = ausländisch, fremd
Er hatte früher den Namen "Buchsdorn", da eine Ähnlichkeit mit dem Buchsbaum vorhanden war. Daraus entwickelte sich dann der Name "Bocksdorn".
Beschreibung
Es handelt sich um einen bis zu 3 m hohen Strauch mit überhängenden Ästen, länglichen, elliptischen Laubblättern und Dornen. Er ist recht anspruchslos und gedeiht auch auf ärmsten Böden. Sein Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Seine violetten, fünfzähligen Blüten erfreuen uns zwischen Juni und September.
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Der Bocksdorn gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Nach recht nüchterner, botanischer Erklärung verdanken diese ihren Namen der Tatsache, dass die Pflanzen dieser Familie im Schatten der Nacht wachsen und gedeihen. Das Wort Nachtschatten kommt vom mittelalterlichen "Nachtschaden". Die alte Wortbedeutung des Wortes Schaden war "Feind", denn wegen des giftigen Solanin wurde die Pflanze zum Feind für den Menschen. Es gibt aber noch eine weitere "spannendere" These, wie die Nachtschattenpflanzen zu ihrem Namen gekommen sind:
Es war einmal ein bösartiger Waldkobold. Man nannte ihn auch Nachtmännlein oder Drud. Dieser Waldkobold versuchte immer wieder des Nachts den Menschen schelmische oder schadenbringende Albträume in den Kopf zu zaubern.
Das Nachtmännlein hatte vor nichts und gar nichts Angst. Nur die Nachtschattengewächse waren ihm selbst ausgesprochen unheimlich ... um diese Pflanzen machte es einen großen Bogen. Der Waldkobold wurde nämlich vom Irrsinn befallen, wenn er diesen Pflanzen zu nahe kam oder wenn er Menschen zu nahe kam, die davon gegessen hatten.
Irgendwann hatte ein Menschenkind jedoch die Angst vor den Nachtschattengewächsen des Waldkobolds entdeckt und von da an schliefen die Menschen mit einem Nachtschattengewächs unter dem Kopfkissen ein und brauchten keine Albträume mehr zu befürchten.
Quellen
www.botanikus.de
www.giftpflanzen.com
www.heilfastenkur.de
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Der ökologische Wert des Weißdorns ist sehr hoch. Nicht nur wegen der sehr üppigen schneeweißen Blütenpracht im Mai-Juni ist er ein bedeutender Nahrungsspender und Lebensraum für zahlreiche Kleintiere. In Mitteleuropa bietet er ca. 150 Insektenarten, gut 30 Singvogelarten und vielen kleinen Säugetieren eine Lebensgrundlage.
Insekten wie die Apfelfruchtfliege, der Baum-Weißling, der Gelbspanner, der Himbeerkäfer, der Segelfalter u.v.m. mögen die dichtverzweigten, mit Dornen besetzten Weißdorngebüsche. Eben deshalb bevorzugen auch die Singvögel solche Hecken. Keine Katze oder ein anderer Nesträuber traut sich an die stachligen Zweige.
Außerdem werden die Blüten, die Früchte und die Rinde des Weißdorns seit langer Zeit in der Medizin als stärkende Mittel für den Herzmuskel, gegen Schlaflosigkeit und Bluthochdruck verwendet. Die Früchte sind im August/September reif und haben einen süß-säuerlichen Geschmack. Aus den Früchten und Blättern kann man Tee, Herzwein und Gurgelwasser herstellen.
Und zum Schluß ein kleiner Geheimtip: Früher glaubte man, daß da, wo Weißdorn wächst, ein Schatz vergraben ist.
(aus dem Griechischen, neo=neu, phyton=Pflanze)
Unter der am Nordufer beschriebenen Flora befinden sich u.a. folgende Neophyten:
Nachtkerze,
Zürgelbaum und
Robinie,
diese sind vom nordamerikan. Kontinent im 17. Jahrhundert nach Europa gelangt,
der Götterbaum kam im 18. Jahrhundert aus Asien nach Europa
Nach der Entdeckung Amerikas zum Ende des 15. Jahrhunderts und dem darauffolgenden Handelsaustausch konnte es nicht ausbleiben, dass Pflanzen aller Art von dort nach Europa gerieten. Aber auch "Einwanderer" von anderen Kontinenten ab diesem Zeitpunkt werden als Neophyten bezeichnet. (Was schon vorher zu uns kam, sind so genannte "Archäophythen").
Eine ökologische Bewertung solcher Immigranten kann immer nur im Einzelfall erfolgen, negative Auswirkungen auf uns Menschen und unsere Umwelt werden nur etwa 10% der Neophyten zugeschrieben, Archäophythen sogar sind schon "Rote-Liste" relevant!
Quelle
www.floraweb.de/neoflora (Bundesamt für Naturschutz)
Seinen Namen erhielt der Zürgelbaum von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné (1707-1778). Er ist weit verbreitet in den USA und Süd-Kanada unter dem Namen "hackberry". Obwohl er schon 1636 nach Großbritannien eingeführt wurde, wird er in Mitteleuropa kaum angepflanzt. Auch in Berlin ist es eine eher seltene Baumart.
Der Zürgelbaum gehört zu den Hanfgewächsen. Er ist widerstandsfähig gegen niedrige Temperaturen und Trockenheit und verträgt auch gut die Luftverschmutzung in den Städten. Am besten gedeiht er in Flusstälern, wo er auch Überschwemmungen toleriert und die Uferböschungen vor Erosionen schützt.
Der Zürgelbaum kann 150-200 Jahre alt werden. Er hat eine raue, gefurchte Rinde und seine asymmetrischen Blätter sind eiförmig mit gesägtem Blattrand. Im Frühjahr entwickelt er kleine grünliche Blüten und im Herbst Steinfrüchte, die orangerot bis rotbraun sind und später im Winter dunkel werden. Die Früchte sind essbar und wohlschmeckend und werden vor allem von vielen Vogelarten gegessen. In Südtirol nennt man die Früchte "Zürgeln".
Früchte des Zürgelbaums
Die Dakotaindianer in Amerika nutzen den Zürgelbaum in vielfältiger Weise:
Früher wurde das Holz seines Verwandten, des Südlichen Zürgelbaums, auch für die Herstellung von Peitschenstielen verwendet. Celtis ist der lateinische Name für Peitsche.
Zitat über den Zürgelbaum (Verfasser unbekannt)
"Ich wachse langsam, meine Zeit
ist eine lange Geduldigkeit.
Ich wachs an allem, was mir ward
Kein Sturm zu zäh, kein Frost zu hart."
Da der Zürgelbaum hier am Nordufer eine botanische Rarität darstellt, wurde er während der Bauarbeiten extra mit einem Holzgitter gegen Beschädigungen geschützt. (Siehe auch Baumschutz auf Baustellen!)
Quellen
www.zirbe.de
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Die Robinie wurde 1601 durch den französischen Hofgärtner Jean Robin (Name!) aus Nordamerika eingebürgert.
Beschreibung |
Nutzanwendung
Wegen ihrer nektarreichen Blüten wurde sie als Bienenweide eingeführt. Das Holz der Robinie ist ein hartes, wertvolles Bauholz. Unterirdisch reichern die Knöllchenbakterien ihrer Wurzelknöllchen den Boden mit Stickstoff an und es können die sich stark vermehrenden Wurzeln Erosionsschutz und Hangsicherung bieten.
Heilwirkung
Bei Übersäuerung des Magens und bei Migräne findet in der Homöopathie eine Essenz der Robinienrinde Verwendung.
Giftigkeit
Als giftig gelten alle Teile der Pflanze, besonders aber die Rinde, die auch von großer Tiergiftigkeit ist.
Quellen
de.wikipedia.org
botanikus.de/gift
www.giftpflanzen.com
Der Götterbaum (Bittereschengewächs, engl. Tree of Heaven) wurde 1740 in Europa durch den Jesuiten Pierre D'Incarneville aus Asien eingebürgert, wo er im Süden Chinas und Koreas heimisch ist. In China wurde er für seine Zähigkeit verehrt, mit der er selbst unter den ungünstigsten Bedingungen gedieh. Sein wissenschaftlicher Gattungsname kommt ursprünglich von dem indonesischen Wort ailantes und bedeutet: "Baum, der so hoch ist, dass er an den Himmel reicht". Auch der englische Name "Tree of Heaven" ("Baum des Himmels") und unsere Benennung "Götterbaum" vermitteln die Vorstellung eines Baumriesen (s. Artname altissima - "der Höchste"). Doch in Berlin erreicht er nur selten eine für Bäume eher durchschnittliche Höhe von 30 m.
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Beschreibung
Der Götterbaum ist von zweihäusig getrenntgeschlechtlicher Art (männliche und weibliche Blüten finden sich auf verschiedenen Bäumen). Er entwickelt sich u.a. aus sich stark vermehrenden Wurzeln von einem Busch über einen buschigen Halbbaum zu einem oft mehrstämmigen, breitkronigen Baum. Dieser kann bis zu 30 m hoch werden und trägt unpaarig gefiederte Blätter (13-25 Einzelblättchen, Gesamtlänge bis 90 cm). EndeJuli blüht der Götterbaum in gelblichen Rispen, die einen unangenehmen Duft verströmen.
Nutzanwendung
Als Stadtbaum ist er resistent gegen Salz, Trockenheit und Industrieabgase, Fröste allerdings können ihm den Garaus machen. In China bietet er dem Ailanthus-Spinner Nahrung, aus dessen Kokons sich eine billigere und haltbarere Seide als die traditionell bekannte spinnen lässt. In Europa ist er für die Honiggewinnung geeignet, Rinde und Blätter können jedoch allergische Hautreizungen hervorrufen.
Ökologie
Am Nordufer (wie an anderen städtischen Standorten) tritt eine starke Vermehrung und Konkurrenzfähigkeit auf. Daher besteht z.T. eine Gefährdung der einheimischen Arten, weshalb der Götterbaum ein nicht unproblematischer Neophyt ist.
Heilwirkung
Der Götterbaum enthält Lactone, die in der Krebstherapie Verwendung finden. Die chinesische Medizin schreibt ihm Wirksamkeit gegen Durchfall, Herzbeschwerden und Krämpfe zu.
Literatur
Kowarik, Ingo, 1983: Zur Einbürgerung und zum pflanzensoziologischen Verhalten des Götterbaumes (Ailanthus altissima [Mill.] Swingle) im französischen Mittelmeergebiet (Bas-Languedoc). Phytocoenologia 11, S. 389-405.
Kowarik, Ingo, 2003: Biologische Invasionen - Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa, Ulmer, Stuttgart.
Böcker, R. & Kowarik, Ingo, 1982: Der Götterbaum (Ailanthus altissima) in Berlin (West). Berliner Naturschutzblätter 26, S. 4-9.
Quellen
de.wikipedia.org
www.baumkunde.de
www.bio-gaertner.de
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| Weide (Salix spec.) | Weide (Salix spec.) | |
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