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BANA-Umweltprojekt der TU Berlin 2005/2006 „Die Veränderungen städtischer Ufer - am Beispiel Nordufer in Berlin” |
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Der Haussperling schätzt schon seit Jahrhunderten die Nähe des Menschen. Sperlinge sind sehr gesellig. Oft suchen sie in Gruppen nach Nahrung. Werden sie aufgeschreckt, erhebt sich die ganze Gesellschaft laut tschilpend in die Luft, um sich gleich danach wieder an einem anderen Platz zu versammeln. |
Der Haussperling wird 14 bis 16 cm groß, wiegt bis zu 30 g und wird im Normalfall vier bis fünf Jahre alt. Er ist eher unauffällig graubraun gefärbt und hat einen kräftigen Schnabel. Die Weibchen sind unscheinbarer und in einem matteren Braun gefärbt.
In den letzten Jahrzehnten haben Häusersanierungen und Fassadenversiegelungen dazu geführt, dass der Haussperling immer weniger Nistplätze findet. Vor allem in den Städten ist er zunehmend seltener anzutreffen. Tierschützer gehen davon aus, dass sich der Bestand seit Anfang der 1970er Jahre halbiert hat. Aufgrund dieser deutlichen Entwicklung wurde der Haussperling vom NABU zum Vogel des Jahres 2002 gewählt.
Amsel (Turdus merula)Städte gehören schon lange zum Lebensraum der Amseln. Da sie hier ausreichend Schutz und Nahrung finden, bleiben die meisten auch im Winter hier. Amseln leben paarweise und verteidigen ihr Revier heftig gegen Eindringlinge.
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Die Amsel ist eine der größten heimischen Drosseln. Die etwas kleineren Weibchen sind zwischen 23,5 und 25 cm groß, die Männchen erreichen eine Größe von bis zu 29 cm. |
| Amsel-Männchen |
Die Amsel ist einer der ersten Singvögel, die im Frühjahr morgens zu hören ist. Kurz vor Sonnenaufgang beginnt sie ihr weithin hörbares Lied.
Der Lebensraum der Amsel ist ursprünglich an den dunkelsten Stellen feuchter, unterholzreicher Wälder gebunden gewesen. Auch heute noch ist sie dort zu finden. Da sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen relativ gut sehen kann, entsteht dadurch eher ein Vorteil gegenüber Räubern.
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| Amsel-Weibchen |
Die Kohlmeisen brüten in Baumhöhlen und sind daher auf Bäume oder Nisthöhlen angewiesen. Sie ernähren sich von kleinen Insekten und Larven, verschmähen aber auch Körnernahrung nicht und können deshalb in unseren Städten überwintern.
Kohlmeisen haben eine Körperlänge von ca. 14 cm. Ihre Flügelspannweite beträgt 22,5–25,5 cm, und sie werden 16–20 g schwer. Scheitel, Kehlfleck und Kragen sind schwarz und kontrastieren mit weißen Wangenflecken. Die gelbe Unterseite zeigt ein schwarzes Längsband über Brust und Bauch, das bei den Männchen dunkler, und vor allem auf dem Bauch breiter ist, als bei den Weibchen. Das Gelb des Bauches ist bei den Weibchen ein wenig blasser.
Die Art lebt in Wäldern (bevorzugt in alten Laub- oder Mischwäldern), und durch ihre große Lern- und Anpassungsfähigkeit auch in Gärten, Baumreihen und Parks Europas, Asiens und Nordafrikas bis hinauf zur Baumgrenze. Sie ist ein Standvogel, das heißt, sie überwintert in ihrem angestammten Gebiet.
Sprosser (Luscinia luscinia)Der Sprosser sieht der Nachtigall zum Verwechseln ähnlich. Auch der Gesang der beiden Vogelarten ist nur schwer zu unterscheiden. Das Verbreitungsgebiet des Sprossers schließt sich im Osten und Nordosten an das der Nachtigall an. Meistens bevorzugt er feuchte Lebensräume.
Der Sprosser ist ein kleiner Sperlingsvogel, der früher als Mitglied der Familie der Drosseln eingeordnet wurde und nun allgemein als Mitglied der Fliegenschnäpper angesehen wird. Er ist ein Zugvogel, der Insekten frisst und in den Wäldern Europas und Asiens vorkommt. Er nistet in dichten und niedrigen Weiden und überwintert in Afrika.
Die Größe des Sprossers entspricht etwa der des Rotkehlchens. Seine Oberseite ist vollkommen grau und die Unterseite ist grau und weiß. Männchen und Weibchen sind einander ähnlich.
Rauchschwalbe (Hirundo rustica)Die Rauchschwalbe brütet nur selten in größeren Städten, weil sie hier wegen der Versiegelung der Böden keinen Lehm findet. Lehm benötigt sie aber für den Nestbau. Trotzdem kann man Schwalben auch hier gerade am Wasser häufig beobachten. Sie bewegen sich in schnellem niedrigem Flug über die Wasseroberfläche, um Insekten zu jagen.
Die Rauchschwalbe ist ca. 19 - 22 cm lang. Sie ist sehr schlank mit charakteristischem tief gegabeltem Schwanz. Der Rücken ist blau-schwarz, metallisch glänzend. Die Unterseite ist weiß. Charakteristisch ist auch die braune Kehle, die schwarz umrahmt ist. Auf den Schwanzfedern befinden sich weiße Flecken, die bei gespreiztem Schwanz zu erkennen sind.
Die Art lebt in der offenen Kulturlandschaft, wo es Bauernhöfe, Wiesen und Teiche gibt. Die Tiere verbringen den Sommer zwischen April und September oder Anfang Oktober in ihren Brutgebieten. Diese liegen in ganz Europa, Nordwestafrika, den gemäßigten Gebieten Asiens und in Nordamerika bis hinauf zu einer Höhe von etwa 1000 m und bis zum Polarkreis. Die europäischen Rauchschwalben überwintern in Mittel- und Südafrika. Asiatische Winterquartiere gibt es in Indien und im Iran.
Die Rauchschwalbe ist Vogel des Jahres 1979.
Stockente (Anas platyrhynchos)Die Stockente ist sehr anpassungsfähig und kommt fast überall vor, wo es Gewässer gibt. Stockenten schwimmen auf Seen, in Teichen, Binnengewässern, Bergseen und halten sich auch in kleinen Wald- und Wiesengräben auf.
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Die Stockente wird bis zu 58 Zentimeter lang und sie wiegt 700 bis 1.500 Gramm. Sie kann maximal 110 Kilometer pro Stunde schnell fliegen. In der Wildnis können Enten 10 bis 15 Jahre alt werden.
Das Weibchen hat eine braun-grau gesprenkelte Tarnfärbung. Das einzig auffällige ist der Flügelspiegel: Am Hinterrand der Flügel befindet sich ein metallisch blaues, weiß gesäumtes Band.
Das Gefieder des Männchens, Erpel genannt, ist grau, mit brauner Brust, bräunlichem Rücken und schwarzen Ober- und Unterschwanzdecken. Der Kopf ist metallisch grün mit weißem Halsring darunter, der Schnabel grün-gelb. Der Flügelspiegel entspricht dem des Weibchens. Die Schwanzspitzen sind aufgerollt (Erpellocken). Das Männchen trägt zwischen Juli und August sein Schlichtkleid, und sieht dabei dem Weibchen zum Verwechseln ähnlich.
Stockenten sieht man häufig den Kopf ins Wasser und ihren Schwanz in die Höhe strecken, aber warum tun sie das?
Sie "gründeln". So nennt man das, wenn die Enten am Grund des Wassers nach Nahrung wie Wasserpflanzen, Schnecken und Würmern suchen. "Gründeln" tun sie allerdings nur tagsüber. Nachts wenn es dunkel ist und sie nichts sehen können, dann "schnattern" die Stockenten: Sie öffnen und schließen den Schnabel schnell hintereinander und ziehen Wasser ein. Mit dem Wasser gelangen Pflanzenreste und kleinste Lebewesen in den Schnabel hinein.
Dann drückt die Ente das Wasser durch den geschlossenen Schnabel wie durch ein Sieb heraus und die Nahrung bleibt im Schnabel zurück. Stockenten suchen aber nicht nur im Wasser nach einer Mahlzeit, sie lassen sich auch frisches Gras und jungen Löwenzahn schmecken.
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Der Höckerschwan wird ca. 150 Zentimeter lang und kann bis zu 15 Kilogramm wiegen. Er ist damit der größte heimische Wasservogel und gehört zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Er ist unser am häufigsten vorkommender Schwan. Der Höckerschwan besitzt ein einheitlich weißes Gefieder. Durch den orange-rot gefärbten Schnabel mit schwarzer Schnabelspitze und einem schwarzen Höcker, der bei Männchen größer ist als bei Weibchen, kann er von anderen Schwänen unterschieden werden. |
Er kam ursprünglich im nördlichen Mitteleuropa, im südlichen Skandinavien, im Baltikum und im Bereich des Schwarzen Meeres vor. In Asien reicht sein Vorkommen von Kleinasien bis Nordchina.
Der Höckerschwan hat einen so langen Hals, weil er genauso "gründelt" wie eine Stockente. Mit dem langen Hals erreicht er aber Wasserpflanzen bis in 1,5 Metern Tiefe, wo die Stockenten nicht mehr heranreichen - so gibt es keinen Streit um Nahrung! Allerdings ist der Höckerschwan kein eigentliches Wildtier mehr, da er regelmäßig gefüttert wird. Auf manchen Seen ist er bereits zur Plage geworden, da er auch gerne eingesetzte Fischbrut frißt. Höckerschwäne sind nicht fähig, freischwimmende Tiere zu erbeuten.
Im Sommer kann man beobachten, dass manch ein Höckerschwan ein Bein hoch hinaus aus dem Wasser hält - so kühlen sie sich an heißen Tagen ab.
Fliegende Höckerschwäne hört man schon von weitem an ihrem singenden Fluggeräusch.
Quellen
Handbuch Natur; Seehamer Verlag, Weyarn
www.wikipedia.de