Cão de Água Português - mein Hundehimmel
Hier soll ein kleiner Raum sein, für die Hunde, die mich ein Stück meines Lebens begleitet haben, die ich geliebt habe. Nicht allen konnte ich so gerecht werden, wie sie es verdient hätten.
1969
Von meinem allerersten eigenen Hund gibt es leider kein Foto. Nur von seiner Mama, die ich hier knuddele. Es ist die reinrassige Königspudeldame Susi. Sie ist fremd gegangen mit einem Foxterrier, und einer ihrer Welpen wurde meiner: Whisky. Er war black & white und ein unglaublich pfiffiger, lustiger und lebensfroher Geselle. Leider erlaubten meine Lebensumstände es nicht, den Hund zu behalten und ich fand ein liebevolles neues Zuhause für ihn. Er war der "Kleine Freund aller Welt".

1979
Dann war ich lange Zeit ohne Hund.
Viele Jahre später kam Fifi zu uns - wir waren da schon zu dritt.
Fifi - sein voller Name lautete "Pfiffikus Ruppichteroth von der Weitefeld" - war natürlich auch nicht reinrassig. Er war ein kleiner Wildling, bei dem ich erst zu spät versuchte, ein wenig Erziehung anzubringen.
Fifi liebte es, auszureißen, Rehen hinterher zu jagen, Hündinnen aufzuspüren. Auch er konnte nicht lange mein Gefährte sein.
Ich bin endlich sesshaft geworden.
1984
Und so war es nur natürlich, dass ich wieder einen Hund haben wollte. Da ich vermutete, dass auch in Fifi Spitzblut pulsierte, und ich Wölfe mag, informierte ich mich über die Rasse "Wolfsspitz". Was ich da las, gefiel mir.
Als dann Wolfsspitzwelpen angeboten wurden, meldeten wir uns an. So kam "Arco vom Stux" zu uns, mein erster Rassehund.
Diesen Hund wollte ich von Anfang an richtig erziehen. Ich las Bücher über Hundeerziehung, und als Arco im richtigen Alter war, besuchten wir auch den Hundsportplatz. Zu dieser Zeit wurde allerdings nur Begleithunde- und Schutzhunde-Ausbildung angeboten. Ich trainierte mit Arco Begleithund und ging auch einige Male zum Schutzhunde-Training.
Arco war ein wundervoller Hund, ein kluger kinderfreundlicher Geselle, absolut charakterstark, unbestechlich, wachsam. Meine Kinder konnten ihn führen, selbst meine kleinste Tochter hat ihn mit knapp zwei Jahren an der Leine geführt, und Arco hätte sie niemals umgerissen wegen einer Katze oder eines anderen Hundes.
Mit Arco ging ich auf Ausstellungen, wir waren in Frankfurt, in Dortmund mehrmals, und auf vielen kleineren Shows. Arco wurde Champion und Arco wurde Papa. Vielleicht sollte ich auch Arcos Geschichte irgendwo erzählen ...
1998
Sheila kam unverhofft zu uns. Ein weitergegebenes Weihnachtsgeschenk. Eine überzählige Welpe in einem Wurf Labradore, aufgezogen von einer Amme. Vier Besitzer hatte sie, bevor sie mit vier Monaten zu uns kam.
Es hat viel Mühe gekostet, ihr Vertrauen zu erwerben und sie zu erziehen, aber auch sie wurde eine wundervolle, sehr gehorsame und fröhliche, immer hungringe Hündin. Sie hat uns auf Reisen begleitet, sie ist mit uns gesegelt, sie hat das Wasser geliebt und im Garten viele Löcher gegraben, bis sie sich in unserer südlichen Heimat mit einer unheilbaren Krankheit infizierte: Leishmaniose. Wir haben versucht, die Krankheit einzugrenzen, erträglich zu machen, leider ohne Erfolg. 2003 musste sie eingeschläfert werden.
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