Drei Jahre war ich ohne Hund, seit meine Labrador-Hündin Sheila an Leishmaniose starb.
Dann begegneten wir im Parque Natural - Quinta do Marim - den Portugiesischen Wasserhunden. Es war Liebe auf den zweiten Blick.
Wir bestellten eine Welpe von Onda - Moving Wave da Pedra d'Anixa - die gerade gedeckt war.
Am 5. Mai 2006 brachte Onda siebzehn Welpen zur Welt, elf überlebten, eine davon war unsere Hündin. Lange hatten wir nach einem Namen gesucht, es sollte portugiesisch sein. Im Canil gab es Coral und Jade - lauter Edelsteine. Es fehlte nur noch Jóia da Ria Formosa - der Juwel!
Es entwickelte sich von Anfang an eine einzigartige Beziehung zwischen mir und dem kleinen Hund, so, wie ich es mit keinem meiner anderen Hunde bisher erlebt habe.
Inzwischen ist Jóia zu einer reifen Persönlichkeit und zu einer Schönheit heran gereift. Sie ist unsere Alpha-Hündin, mit der ich kommuniziere und manchmal denke, das ist eine Person, in einem Hundekörper.
Meine Erlebnisse mit ihr und ihre Entwicklung habe ich in einem Blog festgehalten und kann HIER nachgelesen werden.
Als Jóia gerade ein Jahr alt war, hat sie uns auf unserer Segelreise mit unserem Katamaran von Frankreich nach Portugal begleitet. Es war unglaublich, zu sehen, wie schnell sie sich an die wechselnden Bedingungen angepasst und sich bei jeder Gelegenheit adäquat verhalten hat. Natürlich haben wir jede Menge Fotos gemacht, man kann sie hier anschauen: Olgareise-Fotos.
Ende August 2007 kamen wir endgültig in Portugal an, und wollten nicht mehr nach Deutschland zurück. Inzwischen war Jóias Wurfschwester Djinha (Darjeeling da Ria Formosa) heimatlos geworden. Wir nahmen sie bei uns auf. Djinha ist eine quicklebendige, fröhliche Hündin, die anfangs einigen Erziehungs-Nachholbedarf hatte. Das habe ich gut in den Griff bekommen, und sie wurde eine sehr gehorsame und waserbegeisterte Hündin.
Im März 2009 ging der ehemalige Zuchtrüde Popucho des Canil da Ria Formosa in Rente. Ich fragte Carla, ob er nicht bei uns wohnen könne und sie stimmte zu, da sie gern ihren "Rentnern" ein Leben in einer Familie ermöglicht. Er wurde kastriert, damit es mit meinen Hündinnen keine Probleme gäbe und lebt seither bei uns. Er hat sich unglaublich schnell, trotz seines Alters, an unsere häusliche Routine gewöhnt. Viele Dinge musste er neu lernen: gehorsamer sein, Boot fahren, ordentlich schwimmen etc.
Er hat inzwischen ein paar gesundheitliche Probleme: Arthrose und grauer Star. Da er Medikamente bekommt, ist er überwiegend schmerzfrei.
Einiges unserer Erlebnisse mit Puppy und den Hündinnen ist in einem weiteren Blog erzählt.
Leider gab es zwischen den beiden Hündinnen sehr bald Missverständnisse. Jóia fühlte sich in ihrer Rolle als Alphatierchen angegriffen, es kam zu Beißereien, die sich in ihrer Intensität immer mehr steigerten. Im März 2010 wurde Djinha sterilisiert, wir erhofften uns dadurch und durch vermehrte Kontrolle eine Beruhigung der Situation, was anfangs auch zu gelingen schien.
Doch nach einigen ruhigen Monaten begann das Beißen von Neuem. Es war für alle Beteiligten eine unerfreuliche Situation: Im Haus musste ich die Hündinnen getrennt halten, Djinha durfte nicht zuviel Aufmerksamkeit bekommen, jedes Spiel mit Ball oder sonstigen Spielzeugen konnte nur sehr kontrolliert vonstatten gehen. Nach einer weiteren Beißerei entschloss ich mich, für Djinha ein neues Zuhause zu finden und hatte Glück: ein englisches Ehepaar mit viel Hundeerfahrung schloss Djinha ins Herz - und umgekehrt - und seit Januar 2012 ist sie nun dort eingezogen und lernt englisch.