Cão de Água portuguÊs-portugiesischer wasserhund

Cão de Água Português - Rasse

augen

Wenn ich mich mit Jóia unterhalte, habe ich oft den Eindruck: Das ist gar kein Hund. Sie legt den Kopf ein wenig schief und schaut mir in die Augen, wenn sie versucht, mich zu verstehen.
Wenn ich mit mit anderen Menschen unterhalte, hört sie zu. Sobald dann in einem Satz ein Wort auftaucht, das sie kennt, reagiert sie, läuft z.B. zur Tür oder auf ihren Platz, je nachdem.
Beide Hunde - selbst Puppy, der ja erst als Zehnjähriger zu uns kam - sind ganz und gar meine Hunde und laufen mir am liebsten auf Schritt und Tritt hinterher. Wenn im Sommer die Tür zum Garten offen steht, gehen sie selten selbständig hinaus. Wenn ich im Haus bin, wollen sie bei mir sein.
Sie bleiben vor der Tür sitzen, wenn ich drinnen bin, und die Tür geschlossen ist. Allein spielen - langweilig. Die Dona weiß die besten Spiele.
Die Hunde wissen sehr gut auszudrücken, was sie möchten. Sie haben eine ausgeprägte Mimik und viele Möglichkeiten, ihre Wünsche mitzuteilen. Notfalls wird laut gejammert (Puppy), wenn er zu etwas gedrängt wird, was ihm nicht passt.
Sie können "so tun als ob", was eine gewaltige Gehirnleistung ist: Wenn ich mit ihnen in den kleinen Park gehe, ist gleich am Eingang ein "Hundeclo". Dort sollen sie ihre Geschäfte erledigen. Manchmal hat Jóia es dann sehr eilig. Sie rennt zum Hundeclo, hockt sich hin, tut als würde sie pinkeln, und rennt gleich weiter. Puppy tut so, als hätte er größte Schmerzen, wenn ich ihn auf seinen Platz schicke ...

Die Hunde haben einen ausgeprägten eigenen Willen. Man könnte es Sturheit nennen, wenn sie dabei nicht so liebenswert wären. Wenn ich mit dem Auto wegfahren will und den Hunden mitteile, dass sie dazubleiben haben, kann es passieren, dass Puppy Schrittchen für Schrittchen sich dem Auto nähert. Er hört einfach nicht, dass ich ihn zurückschicke. Endlich kommt er an und springt hinein. Wenn ich ihn dann hinaus bugsiere, gibt es Gejammere: Aua, du tust mir weh, aua aua.

arroteiaEs erfordert viel Fingerspitzengefühl, Konsequenz und Liebe, solch ein schwarzes Bündel zu erziehen. Härte nehmen sie übel. Ich habe einmal Jóia gezwungen, die beim Fressen verstreuten Krümel aufzunehmen. Sie war so beleidigt, dass sie zwei Tage nicht gefressen hat. Allerdings hat sie danach auch nicht mehr gekrümelt.

Neulich habe ich meinen Geldbeutel am Strand verloren. Als ich es bemerkte, waren wir schon einige hundert Meter weiter gelaufen. Ich drehte um. Das Wasser war ansteigend, und ich hatte Angst, die Wellen würden die Börse wegspülen. Dann sah ich ihn liegen, ca. hundert Meter vor mir am Strand, eine Welle war schon darüber gespült. Ich schickte meine Hunde vor, ihn holen und sie haben sofort begriffen, um was es ging und rannten vor, nahmen die Börse auf und brachten sie mir.

Sie begreifen oft spontan, was man von ihnen erwartet. "Bei Fuß"-gehen zum Beispiel habe ich mit Jóia nie trainiert. Sie konnte es einfach, aus ihrem Wunsch heraus, bei uns zu sein.

Achja: Lieben die Hunde das Wasser? Ich würde sagen, es kommt darauf an! Sie müssen nicht ins Wasser, es sind ja keine Seehunde. Sie lieben ihren Herrn/ihre Frau und tun für ihn/sie fast ALLES, auch ins Wasser gehen. Sie heißen Wasserhunde, weil sie jahrhundertelang mit den Fischern im Wasser gearbeitet haben, nicht, weil sie es unbedingt lieben. Sie sind für ihre Arbeit im Wasser gut ausgestattet: sie haben voll ausgebildete Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Wer die offizielle Rassebeschreibung lesen möchte, klickt hier: Rassebeschreibung (pdf)

 

 

 

 

 






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