141 133
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Eine Sonderseite zu dem Lebenslauf der 141 133.

Zum Vergrößern der Bilder einfach auf diese klicken.


141 133 entstammt aus dem großen Anschaffungsprogramm der ersten Einheitselloks der frühen Deutschen Bundesbahn, das mit der Auslieferung der E41 001 im Jahr 1956 begann.

141 133 wurde 1960 von Henschel in Kassel unter der Fabriknummer 30250 gebaut, mit grüner Lackierung und "E41"-Beschilderung ausgeliefert. Ausgestattet wurde die Lok mit elektrischen Bauteilen von SSW (Siemens-Schuckert Werke).
Die Elektrolokomotive wurde am 26.08.1960 in Dienst gestellt.
Die betriebliche Abnahme fand am 31.08.1960 statt und Endabnahme erfolgte am 21.04.1961.

Ihre erste Stationierung war das BW Offenburg bei dem sie bis zum 02.10.1963 verweilte.
Dann wurde 141 133 nach Freiburg, dann am 28.05.1967 wieder zurück nach Offenburg umstationiert.
Am 13.01.1975 bekam 141 133 eine Hauptuntersuchung ohne Neulack (damalige E 2) in München-Freimann.
Schon nach vier Jahren (genau am 24.08.1979) wurde sie erneut einer E 2 in München-Freimann unterzogen.
Am 01.06.1986 wurde die grüne 141 dann nach Mannheim umstationiert.
Nachdem 12 Jahre seit der letzten Hauptuntersuchung vergangen waren, bekam die Lokomotive am 21.03.1991 wieder eine E 2, diesmal aber in Opladen.
Nach den Akten der DB soll die Lok jedoch am 22.03.1991 eine IS 703 in Opladen bekommen haben.
Die Umstationierung nach Saarbrücken erfolgte am 27.09.1992.

Seit dem 02.06.1996 war 141 133 in Dortmund Bbf stationiert.
Die Lok war zuletzt im Besitz der DB Regionalbahn Westfalen GmbH und beförderte deren Nahverkehrszüge in ganz Westfalen.
Ihre letzte Hauptuntersuchung war eine E 3 (heutige IS 703) am 07.04.1997 im Werk Opladen.
Wiederum wiederspricht sich dies mit den DB-Akten der 141 133:
Demnach bekam die Lok nämlich am 10.04.1997 eine IS 700 (eingetragen als I 8).
Bei dieser Untersuchung bekam sie einen grünen Neuanstrich mit Bundesbahn-Emblem.
141 133 bekam aber nicht wie früher ein silbernes Dach, sondern ein grünes.
Bis zu dieser HU trug 141 133 noch ein rotes DB AG-Emblem.

Am 23.10.2000 bekam die Lok TB 0 (Türblockierung) eingebaut. Dies war nötig, weil es bei der DB ab dem 01.01.2001 Pflicht war, die Lokomotiven mit Türblockierung ausgestattet zu haben.
Wegen eines angeblichen Fehlers des TB 0 in der Lok wurde die Lok um dem 22.02.01 zur Reparatur nach Hagen gebracht.

In einer Liste der möglichen DB Museumsfahrzeuge wurde auch 141 133 aufgelistet.
Jedoch wurde diese Lok nicht als Museumsfahrzeug eingestuft und ist so keine Museumslok geworden.

Zum optischen Zustand ist zu erwähnen, dass die Lok gegen Ende ihres Lebens schon keine Umlaufstangen und Trittroste mehr hatte.

Am 04.07.01 wurde 141 133 z gestellt.

Etwa 40 Jahre nach ihrer Indienststellung wurde 141 133 am Mittwoch, den 28. Juni 2001, in Dortmund auf das Abstellgleis geschoben.
Gleich am nächsten Tag ging es irrtümlich mit anderen Lokomotiven der Baureihe 141 nach Opladen.
Dort stand sie einige Tage in ihrem Lokzug im Bahnhof Opladen.
Nachdem dieser Irrtum von Mitarbeitern der DB aufgedeckt werden konnte, wurde Opladen mitgeteilt, der Lok nichts zu demontieren und sie quasi nicht anzurühren.
Deshalb wurde sie ins Werk hineingeholt, damit u.a. Sprayer die Lok nicht beschädigen konnten und die Lok sichergestellt war.
Seither stand sie in Opladen und wartete vergeblich auf die Reaktion des DB Museums Nürnberg, das die Lok ursprünglich übernehmen sollte.

Doch als das Museum gegen Ende Oktober 2001 entschied, dass die Lok nicht übernommen wird (weil nämlich von jeder Baureihe jeweils nur eine Lokomotive für den Erhalt vorgesehen ist und da E41 001 schon Museumslok war) wurde 141 133 am 29.10.01 auf das Gleis vor den Toren des Recyclinghofes Bender geschoben.
Damit stand die Verschrottung der Lok fest und war nicht mehr zu verhindern.



 



Am 31.10.01 wurde die 141 133 ihrer seitlichen Lüfter beraubt und es wurden erste Dachteile entfernt.


Am 01.11.01 waren die Lüfter auf einer Seite komplett entfernt, die Fensterscheiben im Führerhaus 1 herausgebrochen und es beide Stromabnehmer verwüstet.
Schweißarbeiten am Dach sowie an den Hauben und Baggerspuren an Front der Lok konnte man erkennen.






 


Den Rest, der von der 141 133 am 03.11.01 noch übrig war, zeigt dieses Bild.
Es wurde gegen 8 Uhr morgens aufgenommen und es zeigt wie gerade der letzte Teil des Lokrahmens vom Bagger gehoben wird.
Die beiden Drehgestelle mögen am 04.11.01 wohl schon verschwunden sein ...





... das Ende einer Elektrolokomotive.



   Persönliche Meinung des Autors:

Die Verschrottung der Elektrolokomotive 141 133 ist meinerseits nicht nachvollziehbar, da der entsprechenden DB Regio ein Kaufangebot für die Übernahme zur musealen Nutzung der Lok seitens Eisenbahnfreunden vorlag.
Da die DB Regio selbst aber die Verschrottung nach meinen Erkenntnissen nicht angeordnet hat, kann dieser auch kein Vorwurf gemacht werden.
Es ist meiner Ansicht nach die undurchschaubare Zuständigkeits-Strukturierung bei der Deutschen Bahn AG schuld, wodurch letztendlich die Verschrottung der Lok erfolgte und nicht mehr verhindert werden konnte.

Ich hoffe, dass jetzt das wichtigste über die Verschrottung der Lok geklärt ist und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Christian Albers



Das Copyright der Bilder liegt beim jeweiligem Bildautor.
Alle Rechte am Text liegen bei Christian Albers (© 2001).
Informationsstand / letzte Aktualisierung: 03.11.2001

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