Fake-Awards
Jeder kennt Fake-Awards. Jeder weiß etwas über sie und jeder meint, die Weisheit darüber mit Löffeln gefressen zu haben. Doch was versteht man tatsächlich unter einem Fake-Award? Obwohl jeder wohl eine Definition bringen könnte, werden die meisten wohl falsch in ihrer Annahme liegen. Das Wort "Fake" ist englisch und bedeutet übersetzt "Fälschung". Demnach sind Fake-Awards gefälschte Awards. Gefälscht nicht in dem Sinne, dass der Empfänger des Awards nicht weiß, ob es das Original ist oder nur ein Abbild, sondern in dem Sinne, dass der Fake-Award unter einer falschen Intention, also nicht der für Awards üblichen Intention, verliehen wird. Der größte Fehler, der bei der Definition des Wortes "Fake-Award" gemacht wird, ist der, dass nicht über die Bedeutung des Wortes nachgedacht wird. Einen Fake-Award zu bestimmen ist aber leider nicht so einfach, wie es uns so genannte Awardprofis vormachen wollen. Da wird geredet, dass auf einer Fake-Award-Grafik die URL des Verleihers zu finden ist. Es wird behauptet, dass ein Fake-Award eine bestimmte Größe überschreitet. Eine weitere Theorie ist, dass eine Fake-Awardvergabe sich dadurch auszeichnet, dass ein Gästebucheintrag gefordert wird. Wer bisher auch dieser Überzeugung war, den bitte ich, diese Überzeugung schleunigst zu vergessen oder der Awardszene den Rücken zu kehren, denn der hat von Awards keine Ahnung. Im Prinzip könnte man sogar
annehmen, dass sich unter den so genannten seriösen Awardvergebern mehr
Fake-Awardvergaben tummeln, als wir es wahrhaben wollen. Doch nun komme ich zunächst
zu einer hoffentlich einigermaßen verständlichen Beschreibung des Fake-Awards,
denn schließlich soll jeder wissen, was einen Fake-Award ausmacht.
Auch wenn es allgemein so gehandhabt wird, die genannten Punkte zu ächten, sind sie noch lange kein Beweis für einen Fake. Wenn mir eine Homepage ganz ehrlich gefällt und ich dem Homepagebetreiber einen Award verleihe, dann ist er auch mit URL und Übergröße kein Fake-Award. Ein Fake-Award fängt da an, wo der Verleiher in seiner Intention den Awardgedanken verkennt. Dazu ist es allein notwendig, dass er mit der Verleihung des Awards beabsichtigt, sich einen Vorteil zu verschaffen. Dieser Vorteil kann darin liegen, dass er damit mehr Besucher auf seiner Homepage erhofft oder in sonst einer Form Werbung für sich zu machen. So lange der Verleiher aber noch dabei ist, den Empfänger mit einem Award zu ehren, darf man nicht von einem Fake-Award reden. Zumal man auch davon ausgehen sollte, dass viele es einfach nicht besser wissen und aus diesem Grund unwissentlich gegen die Regeln verstoßen. Zu den Regeln muss jedoch eine
Wertung gemacht werden. Kommerzielle Gedanken machen sich immer schlecht und wer
einen Award vergibt und dabei auch nur hofft, etwas damit verdienen zu können,
der begibt sich aufs Glatteis, weil er den Sinn eines Awards nicht versteht oder
sich nicht darum kümmert. Es ist grundsätzlich falsch, eine Awardvergabe nur anhand der oben genannten Indizien zu verurteilen. Ich möchte nicht bestreiten, dass Awards, die gegen die Regeln verstoßen, nicht mit den Awards verglichen werden können, die alle Regeln erfüllen, aber man sollte auch bedenken, dass es genauso gut auch Fakes innerhalb derer geben kann und wahrscheinlich auch gibt, die die allgemeinen Awardregeln erfüllen. Besonders die, die zu voreilig urteilen, sollten ihre Awardvergabe daraufhin überprüfen, denn bekanntlich haben diejenigen die größte Klappe, die selbst etwas zu verbergen haben, um von sich abzulenken und sich selbst als unfehlbar darzustellen. Um es für die Schubladendenker (auch ich zähle mich hierzu) einfach zu machen, werde ich eine weitere, wohl in Vergessenheit geratene, mittlere Schublade zwischen seriös und falsch hervorziehen und alles, was nicht genau eingeordnet werden kann, weil es Fehler gibt, die Intention der Awardvergabe jedoch stimmt, da hinein stecken. Wie man Fake-Awardvergaben erkennt, ist deshalb etwas problematisch, denn man kann den Awardverleihern schließlich nicht in Herz und Kopf schauen. Deshalb muss man sein bisschen Verstand verwenden, um herausfinden zu können, ob es sich um einen Fake handelt oder doch um einen Award von mittlerer Art und Güte. Die einzige Schwierigkeit liegt darin, dass man wirklich sein Köpfchen verwenden muss. Viele machen es sich einfach und schauen nur nach den Indizien, vergessen dabei aber das Denken. Text mit freundlicher Genehmigung von Arne
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