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Biographie
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Name:
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Hans Hellmut K I R S T
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Geburtsdatum:
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05. Dezember 1914
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Todestag:
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23. Februar 1989
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Geburtsort:
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Osterode (ehemals Ostpreußen)
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Sternzeichen:
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Schütze
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Familienstand:
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verheiratet seit 14. Dezember 1961 mit der Schauspielerin Ruth Müller
 Ruth und Hans Hellmut
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Kinder:
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Tochter Beatrice

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1914
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Am 5. Dezember wird Hans Hellmut Kirst im ostpreußischen Osterode (heute: Ostróda/Polen) als Sohn eines Polizeibeamten geboren.
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1914-1932
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Wegen häufig wechselnder Dienststandorte seines Vaters verbringt er seine Jugend- und Schulzeit in verschiedenen Orten Ostpreußens. Kirst besucht mehrere Volksschulen im Landkreis Osterode sowie das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in seinem Geburtsort.
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1931/32
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Besuch der Handels- und Höheren Handelsschule in Osterode
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1932/33
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Kirst arbeitet im Rechnungsbüro des Ritterguts Mühlen.
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1933
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1. April: Auf Rat seines sehr national eingestellten Vaters tritt er als Berufssoldat in die Reichswehr beim 1. Preußischen Flakartillerie-Regiment in Königsberg (heute: Kaliningrad/Rußland) ein.
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1935
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Kirst wird Unteroffizier.
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1937
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Beförderung zum Wachtmeister.
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1938
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Beförderung zum Hauptwachtmeister.
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1939
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September: Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs nimmt Kirst am Einmarsch auf Polen teil.
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1940
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Teilnahme am Frankreichfeldzug.
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1941
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Kirst nimmt am Überfall auf die Sowjetunion teil.
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1943
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Beförderung zum Leutnant.
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1943-1945
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Er ist Aufsichtsoffizier und Lehrer für Kriegsgeschichte an der Luftkriegsschule in Schongau (Bayern). Als Ordonnanzoffizier ist Kirst einige Wochen lang nebenamtlicher Führungsoffizier.
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1944
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Beförderung zum Oberleutnant.
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1945
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Kurz vor Kriegsende bekleidet Kirst an der Kriegsschule das Amt des Chefs der Stabsbatterie. An der Kriegsschule befindet sich auch der spätere bayerische Ministerpräsident Franz-Josef Strauß. Nach der deutschen Kapitulation denunziert er Kirst bei den Amerikanern ungerechtfertigterweise als Nationalsozialisten. Beginn einer jahrelangen persönlichen und politischen Auseinandersetzung zwischen Kirst und Strauß.
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1945/46
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Aufgrund der Beschuldigungen von F-J. Strauß unterliegt Kirst einer neunmonatigen Untersuchungshaft in dem amerikanischen Internierungslager in Garmisch. Danach nimmt Kirst diverse Aushilfstätigkeiten an. Während dieser Zeit entstehen erste literarische Notizen. Entwurf eines Romans, der als spätere Grundlage für die Trilogie “08/15” dient. Zu seinen Vorbildern gehört der deutsch/amerikanische Schriftsteller Erich Maria Remarque (eigtl. Erich Paul Remark) (1888-1970).
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1946
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Er wird aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft als "unbelastet" entlassen und muß sich dieses durch eine deutsche Entnazifizierungs-Spruchkammer bestätigen lassen. Strauß verhängt als Vorsitzender der Kammer ein zweijähriges Schreibverbot gegen den sich als "Schriftsteller" bezeichnenden Kirst.
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1947
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Er übersiedelt nach München.
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1947-1972
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Filmkritiker beim "Münchner Mittag" (heute: Münchner Merkur).
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1950
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Veröffentlichung seines ersten Romans "Wir nannten ihn Galgenstrick" (Übersetzung in sieben Sprachen).
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1954
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Welterfolg mit dem Roman "08/15", dem ersten Band einer Trilogie. Mit ungeschminkten Kasernen- und Kriegserlebnissen von Wehrmachtssoldaten trifft das Buch die reale Erfahrungswelt hunderttausender Kriegsheimkehrer.
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ab 1954
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Kirst avanciert zu einem der erfolgreichsten und meistgelesenen deutschen Nachkriegsautoren. In nahezu sämtlichen seiner 60 Romane thematisiert er den Krieg und setzt sich intensiv mit der Bewältigung des Nationalsozialismus auseinander. Aufgrund seiner Kriegserfahrungen lehnt Kirst jede Form des Militarismus und damit die deutsche Wiederbewaffnung rigoros ab. Er kritisiert scharf den Aufbau der Bundeswehr, was zu heftigen politischen Angriffen - u.a. von Verteidigungsminister Strauß - gegen ihn führt. Von Kritikern in Deutschland werden seine Bücher stets als Populärliteratur eingestuft, während er im Ausland mit den höhsten Literarischen Auszeichnungen geehrt wird.
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1955
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Mit "08/15 in der Heimat" wird auch der letzte Teil der Trilogie verfilmt. Die Hauptrolle in allen drei Filmen spielt Joachim Fuchsberger (geb. 1927).
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1960
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Sein zweiter großer internationaler Erfolg "Fabrik der Offiziere" erscheint und wird noch im selben Jahr verfilmt.
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ab 1960
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Finanziell unabhängig, beginnt Kirst, Menschen in Not zu helfen. In Israel überläßt er seine Tantiemen sozialen Organisationen, in Polen werden davon Kriegswaisen und in Norwegen Studenten unterstützt.
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1961
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14. Dezember: Kirst heiratet die Schauspielerin Ruth Müller. Mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter Beatrice lebt er anschließend zurückgezogen in Feldafing am Starnberger See.
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1962
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"Die Nacht der Generale" begründet neben der "Fabrik der Offiziere" seine Popularität in den USA.
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1964
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Kirst wird die "Goldene Palme von Bordighera", eine der höchsten italienischen Literaturauszeichnungen, verliehen.
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1965
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Er erhält den Edgar-Allan-Poe-Preis.
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1966
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Kirst wird als erster Deutscher Mitglied der renommierten amerikanischen Schriftstellervereinigung "The Authors Guild". Aufnahme in den PEN-Club. 2. März: Uraufführung von "Aufstand der Offiziere" unter der Regie von Erwin Piscator in Berlin. Das Theaterstück behandelt das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler.
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1967
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Aus Anlaß des 100. Geburtstags des Schriftstellers Ludwig Thoma (1867-1921) stiftet Kirst eine gleichnamige Medaille für besondere gesellschaftliche Verdienste.
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1968
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Die Mark-Twain-Gesellschaft erklärt ihn zum "Knight of Mark Twain".
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1969
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Kirst veröffentlicht eine Biographie über Heinz Rühmann.
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ab 1969
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Mitarbeit beim Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) als Filmkritiker.
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1970/71
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Studienaufenthalt beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden.
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ab 1971
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Kirst verfaßt zahlreiche gesellschaftskritische Romane mit kriminalistischem Hintergrund.
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1972-1975
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Kolumnist der Münchner "Abendzeitung".
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1978
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Beendigung der Mitgliedschaft im PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland.
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1979
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Aufnahme in den PEN-Club Lichtenstein.
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1984-1987
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Kirst schreibt heitere Erzählungen aus Ostpreußen: Die merkwürdigen Menschen von Maulen, Die merkwürdige Hochzeit in Bärenwalde, Der unheimliche Mann Gottes.
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1987
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Kirst übersiedelt mit seiner Familie nach Werdum (Ostfriesland). Gesundheitlich schwer angeschlagen, zieht er sich zunehmend zurück.
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1989
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23. Februar: Hans Hellmut Kirst erliegt seinem Krebsleiden in Bremen und wird in Werdum beigesetzt.
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Quellennachweis: mit freundlicher Genehmigung vom Deutschen historischen Museum Berlin Verfasser Dr.Arnulf Scriba.
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