McCoi

(automatischer, wegstreckenabhängiger Kettenöler)

www.mccoi.de

Nach längerem Zögern hab ich mich im Juli 2004 doch endlich entschieden, den Bau eines McCoi zu wagen. Erhältlich ist das ganze Teil nur als Bausatz und die Konfiguration und den kompletten Anbau muss man auch selbst wagen. Aber was ein echter Bastelfummler ist, der freut sich auf solche Aufgaben...

Aus genau diesem Grund sah der Bausatz, der neben allen elektronischen Kleinteilen auch die Pumpe, den Tank sowie Schläuche und Gehäuse beinhaltet schon nach 3 Stunden zusammengebaut war und so vor mir lag:

fertige Platine mit Kontrollschaltung in einem Gehäuse

Ich habe neben der normalen McCoi-Schaltung auch gleich die Kontrollschaltung (erlaubt durch Anzeige-LED die Funktionskontrolle) mitgebaut und sie im gleichen Gehäuse untergebracht. Als Kontakt zur Aussenwelt habe ich einen 15poligen Sub-D-Stecker verbaut. Das ganze konnte ich dann bequem im Wekzeugfach meiner Big unterbringen und mit dem Relais, was schon meine Heizgriffe schaltet, an den Stronkreislauf anschliessen.

Nach gründlichem Studium der Erfahrungsberichte andere McCoi-User im McCoi-Forum habe ich beschlossen, die Pumpe möglichst weit unten und in jedem Falle senkrecht zu montieren. Da einige User von Undichtigkeiten bzw. ungewolltem Entleeren der Pumpe bei waagerechter Montage berichten. Als Montageort habe ich dann die linke BEifahrerfussraste ausgesucht, da dort die Leitung bis zum hinteren Ritzel besonders kurz ist und ich die Pumpe mit einem Aluwinkel bequem anschrauben konnte.

Position der Pumpe hinter der Fussraste

nochmal der Aluwinkel mit der Pumpe - von hinten

Den zum Glück recht elastischen Modellbautank für das Kettenöl habe ich dann wie auf dem Foto unten sichtbar zwischen Rahmen und Kotflügel einschieben konnen. Da sitze er jetzt bombenfest und gut zu erreichen. Zum Nachfüllen brauch nich nur die Sitzbank abnehmen.

Die kleine Platine links im Bild diente nur kurz als Verbindungsstück der Verkabelung

 

Hier sieht man noch mal die Position der Pumpe und die Anordnung der Schlauchleitungen, sowie rechts unter dem Kettenschutz den Aluwinkel mit dem Reed-Sensor (Den Magneten habe ich auf das Kettenblatt geklebt)

Hat man dann auch die Pumpe mit dem McCoi verbunden, den Reed-Kontakt mit Magnetem befestigt sollte man die Schlauchleitung möglichst kurz und elegant verlegen. Ich habe noch einmal eine Schlaufe über die Pumpe gelegt, so dass das System bis maximal zur Pumpe leerlaufen kann, jedoch nicht darüber. Als Befestigung an der Schwinge habe ich selbstklebende Kabelhalter aus Kunststoff gewählt, die den Schlauch sicher einklemmen. Sieht nicht sehr elegant aus - fürs erste erfüllt es aber seinen Zweck.

Schlauchbefestigung an der Schwinge

Dann folgt noch der letzte und entscheidende Kniff zum automatischen Kettenölen: das Biegen der Kanüle ans Ritzel. Wichtig ist hierbei, dass die Kanüle leicht schleift und das Öl möglichst nach an die Kette bringt. Bei mir könnte der Abstand zur Kette etwas geringer sein...

Die gebogene Kanüle

Ist dann alles verkabelt und verschlaucht, kann man ans befüllen des Systems gehen. Ich habe also das Kettensägenöl (Ebay - 5Liter = 9 Euro - hält für 100.000 km und mehr) in den Tank gefüllt und das System auf Testbetrieb gestellt. Nach dem ersten metallischen Klacken der Pumpe, die trocken läuft, konnte ich das Öl auf dem Weg zur Pumpe und bis in die Kanüle verfolgen bis sich der erste Tropfen unten an der Austrittsöffnung bildet. Alles dicht - Juchuh!

Freudestrahlend habe ich mich auf die erste Testfahrt gemacht und die ganze Zeit wie gebannt auf die Kontrolllampe gestarrt und mich wie ein Schneekönig gefreut, wenn sie leuchtet. Jedenfalls verliefen auch die ersten Testfahrten ohne Probleme und ich habe sofort den blöden Hauptständer abgebaut und die Kettenspraydose ganz noch hinten gestellt...

Nie wieder Kette ölen! ...



Erfahrungen mit dem McCoi:

29.8.04 - nach 1000km alles bestens - kein einziger Tropfen auf dem Boden, keine Luft im System, die Kette ist immer schön geölt und die Kontrollleuchte zeigt ordentlich an. Auch mehrere Regenfahrten konnten der Elektronik nichts anhaben. Super!

 

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