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Nadelbindesachen
von Anderen
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Hier sind in einer
Galerie die Nadelbindesachen von anderen Leuten zu sehen.
Wer auch interessante
Nadelbindesachen gefertigt hat,
dem will ich gerne
die Gelegenheit bieten, sie ebenfalls auf dieser Homepage zu veröffentlichen.
Einfach per Email anfragen!
(Emailadresse findet
man unter Adresse
des Autors)
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Objekt 1
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Heliane Keller
hat mir gestattet Ihre "ausgefuchste Tasche" zu zeigen.
Sie schreibt selbst dazu:
"Ich habe nun
auch meine Tasche fertig. Eigentlich sollte sie eine Mütze
werden, weil sie aber viel zu klein wurde(der typische Anfängerfehler)
habe ich eine Tasche daraus genäht. Sie ist abgefüttert
mit einem Cordstoff, damit noch etwas Festigkeit in das ganze kommt.
Ich habe sie seitlich auf der Klappe mit 2 Wolfsschwänzen (könnte
auch Fuchs sein) vom Trödel dekoriert, Die Tasche wird mit
einem uralten riesigen Holzknopf, der durch eine umnähte Schlaufe
geschlossen . Der Taschengurt besteht aus einem hellen Lederschlips,
der seitlich an der Tasche festgenäht ist. "
Zur Ergänzung
sei gesagt:
Heliane hat die Tasche aus selbstgesponnener Wolle von der weißen
Moorschnucke gearbeitet. Wer
sich über Moorschnuckenwolle erkundigen oder welche aus dem
Bergischen Land beziehen möchte, kann sich gerne mit
Heliane Keller per Mail in Verbindung
setzen.
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Objekt 2
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Hier ist als Erstlingswerk
ein Paar "Fingerfreihandschuhe" abgebildet, die
von Anja Maul gebunden wurden.
Sie schrieb mir folgendes
dazu:
"Endlich sind meine Handschuhe
fertig! Hat ja auch lange genug gedauert. Sie sind komplett nach
deiner Anleitung gearbeitet, allerdings habe ich die Finger weggelassen,
damit ich Bewegungsfreiheit habe.
Als Garn habe ich ein Restknäuel "Super-Flausch"
(von 100% Polyester-Tierchen ;-) genommen. Als nächstes versuche
ich mich mit selbstgesponnener Wolle einer Bekannten.
Gearbeitet wurde das ganze mit einer
Holznadel, die mir mein hauseigener Schnitzer hergestellt hat.
Die Fäden habe ich zunächst
nur verknotet, da das Verbinden erst noch etwas schwierig war. Aber
am Ende meiner ersten Nadelbindearbeit habe ich die Methode für
nicht filzbares Garn angewandt, die auch in Deiner Anleitung gut
erklärt wird.
Durch die tolle Anleitung von Bernhard (Danke!) ist es selbst mir
blutigem Anfänger gelungen die schwierigen Stellen der Daumenfangtechnik
zu meistern."
Mein Kommentar:
Als Erstlingswerk sehr schön gleichmäßig gearbeitet.
Eine Pfiffige Idee, die Finger frei zu lassen.
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Ein Stirnband
Hier ist ebenfalls
ein Erstlingswerk. Susanne Madl hat auf dem großen
Spinntreffen im Oktober 2004 in Osterholz-Scharmbeck in meinem Workshop
das Nadelbinden gelernt. Ein Viertel des Stirnbandes hatte sie bereits
vor Ort fertiggebunden und zu Hause hat sie es vollendet. In der
Mitte ist mit einer kleinen Sicherheitsnadel die Nahtstelle sichtbar
gemacht, wo sie die beiden Schlauchenden mit Überwendlichstichen
zusammen genäht hat.
Sie schreibt selbst auf die Frage nach dem Weitermachen: "Ich
werde bestimmt noch weiter nadelbinden, ich muss ja noch das Zu-
und Abnehmen probieren, und zu dem Stirnband könnte sicher
noch was passendes dazukommen. Ausserdem habe ich noch Wolle übrig
;-), und auf deiner Homepage gibt es auch noch ein paar Anregungen...
also gibt es genügend Gründe, um weiterzumachen ;-)
Mein
Kommentar:
Als Erstlingswerk beachtlich gleichmäßig und sauber gearbeitet,
schönes klares Schlaufenbild. Der nächste Winter kann
kommen!
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Objekt 3
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Objekt 4
Von Indra Ottich stammt dieses "Gesamtkunstwerk":
Die Wintermütze
Sie schreibt selbst dazu: Die Wintermütze
ist mein erstes Werk in Daumenfang-Technik und das erste moderne
noch dazu.
Gearbeitet habe ich mit der wunderbaren Hornnadel von Bernhard.
Die handgesponnene Wolle stammt von Heliane Keller und Krümel,
sie war von meinem Aufruf "Wolle fürs Mittelalter"
übrig geblieben.
Die Bündner Oberländer-Rohwolle habe ich von Ursula Glauser.
Ich habe sie mit Indigo und teilweise mit Kreuzdornbeeren gefärbt.
Ich habe oben in der Mitte angefangen mit Bernhards "Grundstich".
Die zartviolette Wolle erinnerte mich an die Farbe des Himmels,
wenn es schneit. Dieser Teil ist sehr weich, fast netzartig. Dann
habe ich mit der sehr festen, hellgrünen Wolle weitergearbeitet,
damit die Mütze eine Form bekommt. Diese Farbe hat der leicht
verschneite Horizont. Zuletzt habe ich die sehr weiche, "Schnee"-weiße
Wolle für den Teil verwendet, der über die Ohren geht.
Dieser Teil ist länger gearbeitet, damit der Mützenrand
umgeschlagen werden kann. Ich bin zweimal mit dem Zug zur Arbeit
und zurück gefahren bis die Mütze fertig genadelt war,
Ihr seht sie im Bild oben rechts. Mit einer Knüpfnadel habe
ich Stückchen der weißen Wolle abwechselnd mit dunkelgrüner
Rohwolle in den Rand eingeknüpft. Das soll an einen verschneiten
Tannenwald erinnern, wenn die Mütze hochgeklappt wird. Man
kann sie aber auch runterklappen, dann hat man einen zusätzlichen
Schutz bei Wind und großer Kälte.
In den violetten Teil habe ich dickes weißes Garn waagrecht
eingezogen, das soll an Wolken und Neblschwaden erinnern. Danach
habe ich blaue Rohwolle mit einer Filznadel auf die Spitze aufgefilzt,
um an den Abendhimmel über den Wolken zu erinnern.
Die Mütze war zu diesem Zeitpunkt noch ein ganzes Stück
zu groß. Ich habe sie angefeuchtet und erst für 20 Min.,
dann nochmal für 30 Min. in den Wäschetrockner gesteckt,
bis sie die richtige Größe hatte.
Zuletzt habe ich mit dünner Ginster-gefärbter Wolle, die
vom Wandbehangsticken übrig war, Sterne aufgestickt und die
Bommel angefertigt. Dafür hab ich ganz unterschiedliche Wollreste
in den Farben des Winters verwendet und als Krönung etwas handgesponnene,
schneeweiße Maulbeerseide. Tja, dann kam noch die Bommel drauf
und jetzt ist die Mütze fertig und wechselt den Besitzer.
Mein Kommentar: Indra ist eine erfahrene
Nadelbinderin, die mit viel Phantasie hier ein wunderschönes
Gesamtkunstwerk geschaffen hat. Ein sehr gutes Beispiel dafür,
daß Nadelbinden auch in der heutigen Zeit durchaus seine Daseinsberechtigung
hat.
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Objekt 5
Auch hier war Indra Ottich am Werk. Sie
fertigte ein praktisches Kleidungsstück, genannt:
Der Escher-Schal
Sie schreibt dazu: Diesen
Schal habe ich in Anlehnung an ein Bild meines Lieblingskünstlers
M.C.Escher gearbeitet.
Das Bild ist z.B. unter
math.technicon - M.C.Escher zu finden.
Es handelt sich sozusagen
um einen doppelt gedrehten Möbiusschal. Die handgesponnene
Wolle stammt von Heliane Keller und ist von Mittelalter-Projekten
übrig. Der Schal an sich ist aus Brombeer-gefärbtem Milchschaf,
die Einfassung aus Zackelschaf (Rest von Nadelbinde-Handschuhen).
Der Schal war schnell gemacht. Ich habe mit Bernhards Hornnadel
mit dem "Grundstich" gearbeitet. Nachdem die erste Reihe
die gewünschte Länge erreicht hatte, habe ich die Reihe
in sich zweimal gedreht und dann zusammengefügt. Dann habe
ich wie bei einem herkömmlichen Möbius-Schal weitergearbeitet,
nach 8 Reihen war der Schal fertig.
Der Escher-Schal kann
vielseitig verwendet werden. Ich habe mich jedoch dazu entschieden,
die V-Variante zu fixieren und den Schal mit Langettenstiche in
einer Kontrastfarbe einzufassen. Wie man sieht, hält der Schal
den Hals sehr gut warm, ohne zu eng anzuliegen, was viele Leute
bei Wolle nicht so gerne haben. Auch der fertige Schal wechselt
jetzt den Besitzer.
Mein Kommentar: Auch
hier wieder eine schöne gleichmäßige Nadelbinde-Arbeit.
(Etwas anderes hätte ich von Indra auch nicht erwartet.) Ein
weiteres gutes Beispiel für die zeitgemäßes Nadelbinden.
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Objekt 6
Ein
wunderbares Foto hat mir nach der 1. CREATIVA Bodensee Johanna Huber
geschickt. Sie ist im Forum bekannt unter Authomas. Das Foto zeigt
einen Teil ihrer ersten Socke im Aslestich. Sie konnte bereits den
Korgenstich und hat darin schon ein paar wunderbare Socken gebunden.
Die Beherrschung des Korgenstichs ist eine wichtige Voraussetzung,
um den Aslestich überhaupt zu lernen. Sie hat ihn von mir auf
der CREATIVA gelernt. Die Nadel hat sie sich aus Zederholz selber
geschnitzt. Man muss dazu wissen, daß sie Bogenschießen
betreibt.
Auf
meine Frage: Hast Du von der CREATIVA profitieren können?",
schrieb sie selbst :
"
Klar musste ich das Gelernte gleich ausprobieren! Habe hier in Konstanz
doch noch schöne graue Merino-Wolle kaufen können und
hab damit gleich ein Paar Socken im Aslestich angefangen.
Mir ist auch eingefallen, dass ich noch die ganzen Abschnitte von
meinen Zedernholz-Pfeilen hatte, aus denen man ganz prima Nadeln
schnitzen kann.
Nach ein paar Versuchen habe ich meine Nadel dann vorne asymetrisch
dünner gemacht, das war für den Aslestich sehr angenehm.
Die erste Socke ist soweit fertig. Den Sockenanfang und die Nadel
schicke ich Dir als Bild.

Also,
der Creativa-Besuch hat sich sehr gelohnt für mich, auch wenn
das "Rahmenprogramm" ja eher enttäuschend war.
Danke für die vielen guten Tipps!"
Mein
Kommentar:
Sehr gute Arbeit eines Fortgeschrittenen. Das Stichbild ist regelmäßig,
die Stichdichte der Garnstärke entsprechend.
Sehr schöne gleichmäßige Arbeit im Aslestich.
Die Nadel scheint sehr glatt zu sein, sie ist sorgfältig geschnitzt.
Ein Test mit dem Original würde mir letzte Klarheit bringen.
Sie ist aber nach ihrer Beschreibung , gut zu gebrauchen. Eine Zedernholznadel
hat nicht jeder!
( Für Nachahmer: Die Fadenführungsrille am stumpfen Ende
der Nadel ist kein "muß".)
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Objekt 7...
hier könnte der nächste Beitrag zum Thema Nadelbinden
stehen!
Es sind aber weitere
über 500 Objekte zu finden auf der von mir betriebenen Nadelbindeliste
bei Yahoo.
Wer die Fotos sehen
möchte, bitte Mitgliedschaft anmelden bei Yahoo:
Zum Beitreten zu nadelbindeliste
klicken. |
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Das
erste Nadelbindeprojekt aus dem Jahr 2008 auf der Yahoo-Nadelbindeliste
für die Mitglieder der Liste.
Es
sollte ein einfacher Schal in Nadelbindetechnik hergestellt werden.
Hier sind alle Schals, die am Wettbewerb
teilgenommen haben.

Nach
der Bewertungsphase durch über 50 sachkundige Bewerter steht nunmehr
fest:
Es
gibt 2 hochfavorisierte Schals. Beide sind sehr innovativ und zeigen,
daß Nadelbinden durchaus in zeitgemäße Formen und Muster
umgesetzt werden kann.
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Schal mit Netzmuster von Sabrina
Dierker, Neuenkirchen
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Schal mit Zopfmuster von Petra
Ommen, Berlin
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