Charakter

 

Nick Carter

Lynn Miles

 

Dream in the Reality

 

Prolog

Kerzen Grade saß ich im Bett. Schweiß ran an meinem Körper nur so herunter. Die Ganzen Letzten Wochen, hatte ich in dieser einen Nacht erlebt. Nun ist es an der Zeit jemanden davon zu erzählen, damit diese eine Schwere Lasst von mir weicht.

Part One
Ein Montag morgen


Die Letzte ganze Woche hatte ich schon Verschlafen und nun sollte es schon wieder losgehen. Das war einfach nicht zu glauben. Seit dem meine Eltern mich einfach vor Die Tür gesetzt hatten war in meinem Leben nichts mehr wie es einmal war. Somit zog ich mich an diesem Montagmorgen hastig an. Legte mir meine Haare, Schminken war völlig überflüssig gewesen, da mein Schwarm die Schule wegen Krankheit verlassen hatte.
„Ja Nick“. Waren meine letzten Worte an ihn gewesen, als ich ihn das letzte Mal vor der Schule gesehen hatte. Wir waren uns grade näher gekommen als er auf einmal diese Krankheit bekam. Ich wusste nicht ob er sie schon immer hatte. Ich hörte bereits auf dem Schulweg diese Gerüchte um Nick. Als ich ihn dann darauf ansprach sagte er dass es wahr sei, und dass er gehen müsse. Mein Leben zerbrach in Tausend Stücke.

Schon wieder hielten mich meine Gedanken davon ab Pünktlich zur Schule zukommen. Grade hatte ich mein Schulbrot eingepackt, die Tür hinter mir war schon geschlossen, als mein Telefon klingelte.
„Verdammt“. Raunte ich lauthals durch das Treppenhaus. Sauer öffnete ich wieder die Tür und lief dann zum Telefon. „Ja Bitte“? Rief ich genervt in den Hörer.
Es blieb still am anderen Ende. Nein nicht ganz. Ein Piepen, ein Rhythmisches Piepen erhellte den Hintergrund. Fast zwei Minuten erklang dieses. Erst dann kam eine leise Schwache stimme die sagte: „Ich würde dich gerne sehen, ich bin im St. Angela“. Nach seinen Worten war nur noch ein tuten in der Leitung. Verwirrt legte ich den Hörer auf das Telefon zurück. Seine Stimme hatte ich sofort erkannt.
„Jetzt ist es zu Spät“. Sauer hob ich den Hörer von der Gabel und meldete mich dann in der Schule als Krank. Mir war egal, ob man mich verachten würde, was die meisten Mädchen deshalb taten weil sich der Schwarm aller Mädchen mit mir abgab. Die Jungs taten dieses nur weil ich nur Augen für Nick hatte. Und was sollte es mich Interessieren. Ich war eine ausgezeichnete Schülerin da viel ein Tag fehlen, nicht wirklich auf.

Nach dem ich in der Schule abgesagt hatte, schmiss ich meine Schultasche zurück in ihre Ecke. Meine Gedanken galten in diesem Moment nur Nick. Warum hatte er angerufen? Irgendwas fehlte jetzt. Kälte umhüllte mich. Ein Tiefer Schmerz breitete sich in mir aus. Alles um mich herum begann sich zu drehen. Nicks Worte hallten immer wieder in meinem Gehör…
„Ich werde diesen Aufenthalt, dieses mal nicht überleben“. Tränen schossen mir in die Augen. Wollte er mich nur noch ein letztes Mal sehen? Mir nur Lebewohl sagen? Wollte er endgültig gehen, noch bevor ich ihm sagen konnte was ich eigentlich für ihn empfand? Gedanken Verloren, vernahm ich das fallen eines Glases, das mir aus der Hand gerutscht war. Ich kehrte in die Realität zurück. Wieder und immer wieder bemerkte ich an diesem Morgen dass ich von der Realität in die Traumwelt rutschte.
„Nick“! winselte ich leise vor mich hin. Ich war nicht bereit gewesen ihn gehen zu lassen. In jener Sekunde war ich zu nichts Fähig gewesen.

 

Part Two

Gefrustet und völlig verweint stand ich gemeinsam mit dem Kehrblech und dem Kaputten Glas darauf auf um es in den Müll zu werfen. Ich versuchte mich zusammen zu reißen.

„Hey, weiß du was? Wie wäre es wenn du Mit mir ausgehen würdest“? Es waren Gedanken die vor einigen Tagen statt gefunden haben. Kaum war der Satz in meinem Kopf folgten auch die Bilder.
Ich stand auf dem Pausenhof und beobachtete die kleinen Kids die grade erst in die Schule gekommen waren. Nick stand mit einem mal direkt hinter mir.
„Sind Kinder nicht etwas Wunderschönes“? Seufzte ich Verlegen auf während ich meine Arme vor der Brust Kreuzte und mich gegen einen Baum lehnte.
„Später einmal, da werde ich sehr viele Kinder haben. Und wenn du so weiter machst, sogar mit dir“! Seine Stimme Trug ein Grinsen.
Ich war in einer Traumwelt, mit einer Perfekten Familie vertieft als ich merkte wie sich der Gedachte Baum an diesem ich lehnen sollte, seine Arme um mich legte. „Also wirst du“? Fragte er. Erst jetzt nahm ich alles andere um mich herum wieder wahr.
Ich hatte mich nicht gegen einen Baum gelehnt, ich lehnte mich gegen Nick. Sofort als ich dieses Bemerkte entfernte ich mich einen Schritt von ihm. „Es… ich… Es tut mir Leid, ich wollte dir nicht zu nahe Kommen“. Mit hochrotem Kopf ging ich an ihm Vorbei. Es war mir einfach Peinlich. Zu peinlich dass er mein Baum gewesen sein sollte. „Moment, du hast mir keine Antwort gegeben“. Hielt er mich am Arm fest. Sofort Spürte ich die Schmetterlinge in mir Herum fliegen.
Endlich erlöste mich das Klingeln der Schulglocke. Nick ließ von mir ab, mit den Worten das er mich Mittwoch um Sieben abholen würde.

Verzweifelt Schüttelte ich den Kopf und ich war wieder in die Realität zurückgekehrt.
Ein Wagen vor mir Hupte wie wild.

Erst als ich aufsah, bemerkte ich, dass ich vor dem St. Angela Hospital stand. Irgendwie war ich hier her gekommen. Aber das konnte nicht sein. Ich war doch grade noch zuhause. Für einen Moment rieb ich mir die Augen.
Ich hoffte auf einen Traum, doch jäh mehr ich meine Augen rieb desto Lauter wurde der Straßenverkehr, der nur wenige Meter vom Hospital entfernt war.

 

Part Three

Ich versuchte mich nun zusammen zu reißen. Schließlich wollte ich dieses mal mitbekommen wenn ich bei Nick ankam, und nicht einfach wieder irgendwo in die Realität zurück finden. Wie konnte ich nur immer wieder in die Vergangenheit zurück blicken? Warum holten mich diese Erinnerung immer wieder ein, die ich versuchte zu verdrängen. Ich ging weiter in die Große Halle, an die Information. „Nick Carter“. Gab ich leise von mir. Der Pfleger schmunzelte. Schließlich sagte er wo ich hin musste und meinte noch, ich solle dort einen Arzt aufsuchen.

„Es ist schön mit dir zusammen, du bist anders als all die anderen“. Fühlte ich Nicks sanfte Hand in meinem Gesicht. Es war der Donnerstag ganz in der früh, der letzten Woche gewesen. Wie er es gesagt hat, hatte er mich am Mittwoch zuvor um sieben abgeholt. Und nun brachte er mich in aller herrgottsfrühe wieder Heim. Er Hatte einfach darauf bestanden.
Seine Blauen Augen funkelten mich nur so an. Sein Blondes Haar schimmerte im Schein der Roten Sonne, Gold. Nick lächelte, in der Nächsten Sekunde Spürte ich seine Lippen. Erst auf dem Mund, die Wange herunter zu meinem Hals. Seine Arme legten sich um mich. Nick hielt mich einfach fest. Und er begann zu weinen. Ich wusste nicht warum. Er rieb sich die Tränen aus seinem Gesicht, murmelte eine Danke und verschwand dann. An jenem Tag, Sah ich Nick nicht mehr.

Am Freitag früh kamen auch schon die Gerüchte auf. Nick sah ich an diesem Morgen nur sehr kurz in Begleitung seiner Eltern. Er sagte nur dass es wahr sei, dass er sich sicher war, dass er das Krankenhaus nicht mehr Lebend Verlassen würde. „Miss“. Ich spürte wie mein Körper und alles darin enthaltene sich zusammen zog vor Schreck. „Nick erwartet sie schon“. „Er erwartet mich“? sah ich zu einem Mann auf. Mindestens 50, graue Haare… er erinnerte mich an meinen Dad. „Er ist sehr schwach und jedes zweite Wort beinhaltet ihren Namen“. Legte sich die Hand des Mannes auf meinen Rücken. Er schob mich an, und weiter bis in ein dunkles Zimmer.
„Du wirst es nicht verstehen, Die Gerüchte sind zum Teil wahr, aber nicht alle. Das solltest du wissen“. Nick zog mich in eine enge Umarmung. Es war als hätte er Angst gehabt mich wieder los zu lassen. „Denk an mich, okay“? „Ja Nick“. Flüsterte ich leise, lange nach dem er von mir abgelassen hatte. Ich stand einfach nur Starr da. Der Schulhof wie Leer gefegt.

 

Part Four

„Hey“ Vernahm ich die Stimme meines liebsten. Den Mann den ich seit über einem Jahr mein Herz geschenkt hatte, den Mann für den ich jetzt gern dort gelegen hätte.
„Nick.“ Räusperte ich. Nun war ich doch wirklich schon wieder in die Letzten Tage vertieft gewesen. So langsam fragte ich mich ob ich mich nicht hätte schämen sollen. Erst das, Kaputte Glas, dann stand ich vor dem Krankenhaus und nun stehe ich hier an seinem Krankenbett und tausend Fragen schossen mir durch den Kopf. „Angelina... Angel… Willst du nicht zu mir kommen?“ Fragte er heiser.
Es war ein unglaubliches Gefühl das sich in mir Breit machte wenn ich seine Stimme hörte.
„Schön dass du gekommen bist.“ Mit mühe und Not versuchte sich der Mann meiner Träume auf zu setzten. Natürlich setzte ich mich auch an seine Seite blickte ihn wortlos an.
Erst als seine Hand meine Wange Streifte sprudelte alles aus mir heraus.
„Ich weiß nicht was ich sagen soll. Es ist nicht grade einfach. Du liegst in einem Krankenhaus, ich weiß nicht einmal was du für eine Krankheit hast. Gerüchte um Gerüchte kursieren in der Schule, deine letzten Worte…“
Ich schluckte Tränen rannen an meinem Gesicht herunter die er versuchte mit einem Lächeln auf zu fangen.
„Es ist nicht Komisch Nick. Du liegst hier und ich, ich habe dir noch soviel zu sagen. Und jetzt weiß ich nicht einmal ob es noch mal eine Chance für mich gibt um dir im richtigen Augenblick zu sagen dass ich dich liebe und du, laut dieser ganzen Gerüchte willst einfach gehen. Wie soll ich das aushalten du bist doch alles was ich noch habe und jetzt soll…“
„Du liebst mich…“ Mit diesen Worten unterbrach er mich. Zu meinem Glück wohl bemerkt ansonsten hätte ich wohl noch stunden damit zu gebracht ihm vorwürfe zu machen.
„Ist das denn noch wichtig? Ich werde dich Verlieren.“ Er zog mich nahe an sich heran.
„Du redest Unsinn mein Engel. Nick zog mich in seine Arme, was mich dazu aufforderte mich an seine Seite zulegen, meinen Kopf legte ich auf seine Brust. Ich lauschte dem klopfen seines Herzens. Es beruhigte mich, in diesem Augenblick war wohl kein Mensch so glücklich wie ich.
Seine Hand legte sich in mein Haar und wir schwiegen.

 

Part Five

„Ich habe Leukämie. Die Ärzte haben ihr bestes versucht. Doch die Krankheit ist Stärker als die Spende.“ Das Atmen und sprechen viel ihm sehr schwer.
„Ich werde Sterben und das habe ich Akzeptiert.“ Flüsterte er.
„Aber nicht Heute. Nicht Jetzt.“ Gab ich Traurig zurück. Ich blickte von seiner Brust auf.
Wie konnte er so etwas sagen? Er war doch meine Familie. Alles was es in meinem Leben noch gab. Nick hatte der Stille in meiner Umgebung wieder einen Schwung gegeben. Wenn Gott ihn mir nahm, dann wäre es so als hätte man mir das Herz bei lebendigem Leib heraus gerissen.
„Nein. Du darfst mich nicht Verlassen.“ Mit Tränen in den Augen vergrub ich mein Gesicht.
„Seit Monaten habe ich mir vorgenommen dich an zu sprechen doch mir fehlte der Mut. Ich dachte ein Mädchen das so ist wie du würde sich niemals mit mir abgeben…“
Ein langes Husten folgte.
„Ich liebe dich.“ Sagte er schließlich. Mit einem Lächeln schloss er die Augen und ich dachte er Bräuchte ein wenig ruhe, die ich ihm geben wollte. Ich legte meinen Kopf auf seine Brust zurück um weiter seinem Herzen zu Lauschen.
„Nick…“ Hastig sah ich zu ihm auf. Das konnte er mir doch nicht antun.
„Nein Nick. Lass mich nicht allein. Bitte lass mich nicht allein zurück.“ Ich versuchte mich an ihn zu drücken, noch enger als es eh schon war, doch es brachte mir nichts.
„Nein, nein, nein…“ Kam es verzweifelt von mir. Immer wieder legte ich meinen Kopf auf seine Brust. Sein Herz…
„Ich bitte dich Nick.“ Schrie ich Laut auf.
Der Doktor, der mich zuvor zu Nick gebracht hatte, holte mich von seinem Bett. Er Hielt mich in seinen Armen und Tröstete mich. Während eine Schwester die Geräte ausschaltete und ein Lacken über seinen leblosen Körper Legte.
„Er war ein guter Junge. Wir haben alles Versucht und Nick hat sehr lange gekämpft…“

 

Epilog

 

Eine Woche Später stand ich auf dem Friedhof, an der Seite seiner Eltern, sie hatten mich bei sich aufgenommen. Nick hatte ihnen alles über mich erzählt. Mir war nicht klar, dass Nick Praktisch alles von mir wusste.

Ich unterstütze sie und sie unterstützen mich, als wäre ich ihr eigenes Kind gewesen.

Seine Mutter hielt meine Hand noch immer lange nach dem fast alle Gäste gegangen waren. Der Regen der auf uns nieder prasselte vermischten sich mit ihren Tränen.

„Nick meinte es würde dir gefallen. Er war einfach verrückt nach dir und er hat dich geliebt“! Gab sie mir ein kleines Päckchen und lies dann von mir ab.

„Er hat von nichts anderem mehr gesprochen seit einem Jahr“. Für einen Moment Blickte ich verwirrt hinter Nick Eltern her.

Vorsichtig Öffnete ich dieses kleine Päckchen, als erstes viel mir ein Brief entgegen, den ich aufhob um ihn zu lesen.

 

Mein Kleiner Schmetterling…

 

Ich habe mir diesen Namen für dich ausgesucht, weil ich immer wieder die Schmetterlinge in mir spüre, wie sie Achterbahn fahren, wie sie mein Herz mit Glück erfüllen, wenn du mich ansiehst, wenn du mit mir sprichst…

Du wirst es nicht Glauben aber so ist es. Manchmal glaube ich es selber kaum.

Meine Hände zittern vor Angst weil ich diese Zeilen schreibe und ich genau weiß das es die letzten sein werden die ich in meinem Leben verfasse.

 

Wenn du diesen Brief in deinen Händen hältst wirst du wohl schon bei meinen Eltern Leben. Du wirst sehen was sie alles von dir wissen. Was ich alles von dir gewusst habe.

Es war gar nicht so einfach etwas über dich zu erfahren.

 

Das Schreiben fällt mir schwer, von Tag zu Tag werde ich schwächer.

Aber ich weiß dass ich dich Morgen wieder sehen werde und jeden weiteren Tag wenn ich auf meiner kleinen Wolke sitze und dich Beschütze.

 

Dass ich dir erst Minuten vor meinem Tod das erste mal sagte das ich dich liebe bereue ich schon jetzt, es ist vielleicht schwer zu verstehen aber wenn ich es vorher getan hätte wäre der Abschied für uns beide noch schwerer gefallen.

 

Du sollst wissen wie viel du mir bedeutet hast aber ich kann nichts tun oder sagen was dieses zum Ausdruck bringt. Alles was dir von mir bleibt sind meine Eltern, ich weiß dass sie dich so lieben werden, wie ich dich liebe.

Ich bitte dich gib ihnen eine Chance dir zu beweisen was für gute Eltern sie sind.

 

Wenn es so weit ist, werde ich da sein…

 

Nick!!!

 

Die ganze Beerdigung über hatte ich versucht mich zusammen zu reißen. Nicht zu Weinen an diesem Tag hatte ich mir vorgenommen. Als ich seine Zeilen las kam es mir so vor als täte er sie mir vorlesen.

Ich bemerkte erst dass eine Kette samt Schmetterlinsanhänger vor mir in den Matsch gefallen war als sein Bester Freund sich zu meinen Füssen Herunter Kniete.

Mit einem Lächeln öffnete er meine Hand…

„Es gab keinen Tag an dem er nicht von dir gesprochen hat. Ich möchte dir danken das du ihn solange am Leben erhalten hast.“ Flüsterte er leise während er meine Hand schloss.

„Friends never say goodbye!“ Mit diesen Worten blieb ich allein an Nick Carters Grad zurück…

 

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