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Neueste Ausgabe des Zehlendorfers

Neue Ausgabe des Zehlendorfers

Die neueste Ausgabe ist in Arbeit und wird bald  erschienen


13.01.2010  Karnetzkis Notizen

Kürzungen im Jugendbereich abwenden!

In Spandau versucht zurzeit ein von der SPD unterstütztes Bürgerbegehren die Schließung von Jugendeinrichtungen zu verhindern, die die dortige CDU-geführte Mehrheit in der Bezirksverordnetensammlung (BVV) beschlossen hat. Auch in Steglitz-Zehlendorf ist die Jugendarbeit finanziell gefährdet.

Hintergrund dafür: Jugendstadträtin Anke Otto (Grüne) hatte für die präventive Arbeit von Jugendfreizeitstätten und Schulstationen Mittel im Haushalt eingeplant, die Senat und Abgeordnetenhaus nur in ihrem Gesamtvolumen in Höhe von 319 Millionen Euro für ganz Berlin festgelegt hatten. Über die Aufteilung dieser Gesamtsumme sollten die Bezirke selber entscheiden. Doch zur entscheidenden Sitzung der Jugendstadträte im September, war die Stadträtin aus unserem Bezirk nicht erschienen. Ergebnis: Ein Betrag in Höhe von 1,3 Millionen Euro, der für präventive Jugendarbeit fest eingeplant war, fehlt im Jahr 2008 auf einmal im Bezirkshaushalt. Denn die übrigen Bezirke haben ihre Interessen wirksamer vertreten.

Das eigene Versagen versuchte die schwarz-grüne Mehrheit im Bezirk sofort auf den rot-roten Senat und die SPD-Abgeordneten aus Steglitz-Zehlendorf abzuladen. Während man sonst gerne über den „Zentralismus“ im Land schimpft und die Autonomie der Bezirke betont, sollte jetzt auf einmal das Land eingreifen, weil man selbst nicht fähig war, in einer Frage, die der Autonomie der Bezirk überlassen war, die eigenen Interessen wirksam zu vertreten.

Die Forderung an die SPD-Abgeordneten aus Steglitz-Zehlendorf, gegen den gesamten Landeshaushalt zu stimmen und damit den eigenen Senat zu stürzen, war von vorne herein unredlich. Ein in letzter Minute eingebrachter Antrag zu Korrektur der Mittelverteilung fand nicht einmal die geschlossene Zustimmung der Opposition – auch dort gibt es offensichtlich Bezirksegoismen.

Im Glauben, sie könnten im parteipolitischen Interesse die Kinder und Jugendlichen gegen die rot-rote Koalition im Land mobilisieren, haben CDU und Grüne auch in Steglitz-Zehlendorf mit der angeblich notwendigen Schließung von Jugendeinrichtungen gedroht.

Inzwischen sind diese Drohungen ziemlich leise geworden. Denn die Menschen im Bezirk erwarten zu Recht Anstrengungen der Bezirkspolitik, Probleme zu lösen und sie nicht nur parteipolitisch auszuschlachten.

Die SPD in der BVV hat noch im Dezember konkrete Vorschläge vorgelegt, wie der für 2008 fehlende Finanzbetrag aus eigenen Mitteln aufgebracht werden kann. Neben Umschichtungen im Haushalt haben wir aufgedeckt, dass der Bezirk Rücklagen in Höhe von über 8 Millionen besitzt, die er einsetzen kann. Damit kann das schwierige Jahr 2008 überbrückt werden. Denn für 2009 haben die Bezirke vom Abgeordnetenhaus den Auftrag, ein neues fachlich begründetes Verteilungsmodell für die Jugendhilfemittel zu entwickeln.

Michael Karnetzki

 


22.02.2010 Aktuelles aus dem Bezirk

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Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf müssen Wohngeldberechtigte, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, durchschnittlich acht Monate auf die Entscheidung über ihren Antrag warten. Ein trauriger Rekord in Berlin! Politisch verantwortlich hierfür ist Bezirksstadträtin Richter-Kotowski (CDU). Sie wurde nun einstimmig von der BVV aufgefordert, diesen unerträglichen Missstand zu beenden. Durch Umschichtungen im Haushalt der Abteilung Bildung, Kultur und Bürgerdienste soll es zu einer Verkürzung der Bearbeitungszeiten zu kommen. In manchen anderen Bezirken dauern die Antragsverfahren nur drei Wochen. Das Bezirkparlament verlangte auf Initiative der SPD zudem, dass das Bezirksamt quartalsmäßig über den Stand der Reduzierung der durchschnitten Bearbeitungszeiten berichten muss.



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