
Neue
Ideen für den
Ortskern
Zehlendorf
Die
städtebauliche Entwicklung des eigenen lokalen Umfeldes
liegt uns sehr am Herzen Ein Beispiel hierfür bietet
die Situation in Zehlendorf-Mitte (Teltower Damm/
Clayallee). Trotz vieler positiver Aspekte bestehen einige
städtebauliche und verkehrliche Probleme, die mittelfristig
entschärft werden sollten.
Vor knapp
zwei Jahren wurde im Auftrag von Baustadtrat Uwe Stäglin für
den Wettbewerb „Aktive Stadtzentren“ ein neues
Entwicklungskonzept erarbeitet. Das Ingieneurbüro
„Planergemeinschaft“ hob dabei zunächst die Stärken des
Ortsteilszentrums hervor: Zehlendorf-Mitte verfügt über eine
große Anzahl an Einrichtungen mit öffentlicher Nutzung, eine
stabile, eher kleinteilige Handelsstruktur, einen
Einzugsbereich mit überdurchschnittlichen hohem Einkommen.
Außerdem besteht eine gute verkehrliche Anbindung und eine
hohe Identifikation durch die Bürgerinnen und Bürger.
Allerdings
wurden auch deutliche Schwächen des Zehlendorfer Ortskerns
festgestellt:
● Fehlender
Identifikationsmittelpunkt: Es fehlt ein öffentlicher Raum,
wo man sich trifft und hinsetzt. Daher fehlt es auch an
einer Fläche, wo ein größerer Wochenmarkt stattfinden kann.
●
Unattraktive Situation am S-Bahnhof Zehlendorf: Die
Bahnunterführung über den Teltower Damm bietet keinen
schönen Anblick. Fußgänger drängeln sich in einem schmalen
Tunnel unter der Bahntrasse hindurch. Der Bahnsteig der
alten „Stammbahn“ ist ungenutzt und verwildert.
●
Verkehrsbelastung: Die Aufenthaltsqualität in
Zehlendorf-Mitte wird durch eine hohe Verkehrsbelastung
eingeschränkt.
Die
SPD-Abteilung Zehlendorf erarbeitet derzeit jenseits von
Tagesaktualitäten eine „Vision“ mit Vorschlägen für eine
Steigerung der Attraktivität des alten Dorfkerns. Als
städtebauliche Maßnahme wird dabei vorgeschlagen, den
östlichen Vorplatz des Rathauses am Teltower Damm – dem Ort
des letztjährigen Sommerfestes der SPD – um die dort
vorhandene Parkplatzzone zu erweitern und so einen
„Marktplatz“ zu schaffen. Die Kirchstraße soll für den
Pkw-Verkehr gesperrt werden. Für die eigentliche Dorfaue
wird eine landschaftsplanerische Gestaltung vorgeschlagen,
wobei der heutige Grünbereich im vollen Umfang erhalten
bleibt. Für die Renaturierung der historischen Wasserfläche
soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Die
Parkplätze am Teltower Damm könnten bei einer – eventuell
unterirdischen – Konzentration von Parkraum entfallen.
Für den
Bereich des S-Bahnhofs Zehlendorf ist ein zweiter Ausgang
dringlich. Auf dem Bahnsteig der Stammbahn kommt eine
Zwischennutzung in Betracht, beispielsweise ein Café oder
Restaurant in einem Eisenbahnwagen.
Diese und
andere Vorschläge werden wir mit den Bürgerinnen und Bürgern
diskutieren. Wir sind für jeden Dialog offen, gerne auch am
Straßenstand.
ANDREAS LINDE