![[V. Vasnecov: Gamajun, der Kuendevogel. 1897]](images/gamajun.jpg)
Scheint auch der Mond – die Nacht ist dunkel.
Bringt's Leben auch den Menschen Glück, –
Verliebter Seele Frühlingsfunkeln
Drängt's Sturmgewitter nicht zurück.
Die Nacht sich über mir erstreckte
Und antwortet mit totem Blick
Auf's Schaun der Seele, die verschreckt ist,
Durchtränkt von scharfem, süßen Gift.
Vergeblich, meine Lust verbergend,
Im düster-kalten Morgenlicht
Irre ich durch Menschenmengen;
Nur ein Gedanke in mir ist:
Scheint auch der Mond – die Nacht bleibt dunkel.
Bringt's Leben auch den Menschen Glück, –
Meiner Seele Frühlingsfunkeln
Drängt's Sturmgewitter nicht zurück.
Januar 1898
St. Petersburg
für N. Gun
Du lebtest mehr, ich sang dafür …
Das Leid, das Leben dich beschäftigt.
Ein Geist flog unsichtbar zu mir,
Der mir ein Meer von Klang eröffnet …
Schon längst liegt deine Seel vertaut;
Er rührten Wirbel sie und Sturm;
Meine ist frei: so feiner Staub
Fliegt mit dem Wind rauf zum Azur.
Mein Freund, ich spüre es schon längst,
Dass bald auch mich berührt das Leben …
Im Boden wird das Herz versenkt
Und kann sich niemals mehr erheben!
Wenn wir ermüden auf dem Weg
Und uns das Nebeldunkel deckt,
Dann komm, um auszuruhn, zu mir,
Wie ich, ersehnter Freund, zu dir!
Frühling 1898
Vollmond ist über den Wiesen
Als steter Zauberkreis erschienen,
Leuchtet, schweigt so träg.
Blühnde Wiese blässlich funkelt,
Drüber kriecht die Nacht so dunkel,
Ruht sich aus und schläft.
Ängstlich tritt man auf die Straße,
Sorge, die gar nicht zu fassen,
Unterm Monde herrscht.
Zwar weißt du: am Morgen rege
Tritt die Sonne aus dem Nebel,
Und erhellt das Feld,
Und dann gehst du auf dem Pfädchen,
Wo fast unter jedem Hälmchen
Hitzig 's Leben schnellt.
Juli 1898
Dorf Šachmatovo
Siehst du, mein Freund, wie im Abgrund des Himmels
Unter dem Monde der Wolkenrauch zieht,
Wie es durchschnitt des Äthers Wimmeln,
Sein seelenlos-leeres, blasses Licht?
Genug bestaunt dies Meer der Sterne,
Genug gestrebt zum kalten Mond!
Hat wenig Glut des Herzens Wärme?
Kein Glück dem Leben innewohnt?
Nicht Antwort wird der Mond dir geben,
Die fernen Gestirne erreicht keine Macht …
Die Grabeskälte wird stets dir begegnen
Im Sternland, wo kein Trost dir lacht …
Juli 1898
Sie war so jung und wunderschön
Und blieb eine reine Madonna,
So hell wie'n Fluss, der ruhig strömt.
Mein Herz zersprang blitzend und donnernd! …
Sie sorglos war wie's weite Blau,
Wie'n schlafender Schwan so besonders;
War traurig wohl manchmal, wer weiß das genau …
Mein Herz zersprang blitzend und donnernd! …
Und als mir ertönte ihr Liebesgesang,
Hat's Lied meine Seele umsponnen,
Doch's hitzige Blut hat die Lust nicht gekannt …
Mein Herz zersprang blitzend und donnernd! …
27. Juli 1898
Auch ein Blümchen gab es dort,
Herrlich duftend, unvergleichlich ...
Žukovskij
Zum Luxus zieht es mich, zur Freiheit,
Ich eil ins wunderschöne Land,
Wo in des freien Feldes Weite
Es schön ist, wie vom Traum gebannt.
Schuldlose Kornblumen betören,
Der fette Klee steht auch dabei.
Ein leises Rascheln ist zu hören:
Die Ähre sinkt … Der Weg ist weit!
Eins nur über'm Meere schwebet.
Eines nur beugt's Gras allhier …
Siehst du es nicht dort, im Nebel?
Ich erkenn's – und pflück es mir!
7. August 1898
Ermüdet von des Alltags Wimmeln,
Verlass ich manchmal das Gewühl,
Mich jener Leiden zu erinnern,
Die alten Träume aufzuwühln …
Sollt' ihre Seele ich betören
Am Wintertag mit Frühlingsdrang?
O nein, warum soll ich zerstören
Ihrn jugendlichen Müßiggang!
Es reicht, die Seele zu erheben
Hinauf zu ihren Himmelhöhn,
Wo manchmal jene Freuden schweben,
Die für uns gar nicht vorgesehn.
30. Oktober 1898
Im wilden Dickicht der Umfriedung:
Ein grüner Hügel, im Schatten auch tags.
Ringsum – des Baches frische Kühlung
Den Müßiggang durch sein Rauschen verjagt.
Das Gras, die Blumen überdecken
Den grünen Hügel, zu keiner Zeit
Hier Strahlen ihren Kopf durchstecken,
Nur's Wasser fließt so still und leis.
Verborgen werden Liebespaare
Ins kühle Finster blicken nie,
Was Blumen frisch hält zu erfahren,
Warum der Quell hier nie versiegt …
Dort, dort, im Wurzelboden währen,
Im Tiefen, all mein Schmerz und Leid,
Mit Tränen ewig zu ernähren
Ophelia, dein Blumenkleid!
3. November 1898
Mir träumte, du lägest im Grab.
Heine
Im Traum sah ich den Tod des liebsten Wesens:
Voll Blumen stand der Sarg finster und steil.
Die Menge schloss sich rings, und mitleidsvolle Reden
Hat jeder mir leis flüsternd mitgeteilt.
Sah teilnahmslos mich um, ohne Gedanken,
Und wer mir Hilfe anbot, den hab ich ausgelacht;
Ich spürte oben 's Glück, ganz ohne Schwanken,
Um mich herum die mitleidlose Nacht.
Ich dankte allen für die Tröstungsworte,
Beim Händedruck sang laut das Blut mir vor:
»Glückselig ist, wer seinen Schatz verloren!
Ein selger, ewger Geist trug deine Leiden fort!«
10. November 1898
K. M. S.
Der Mond erwachte. Die Stadt, die laute,
Lärmt im Fernen, gießt Feuerschein,
Hier ist alles still, der Wahnsinn graut dort,
Dort ist alles Lärm, – doch wir sind allein …
Doch wäre das Flammen dieser Begegnung
Ein ewiges, ein heiliges Licht,
Es flösse nicht so unser Reden,
Dein Stimmchen, so erklang es nicht! …
Kann man noch immer Leid erleben,
Und kann das Glück wieder verwehn?
Wird gleichgültig das Wiedersehen,
Schmerzt noch das traurige Adieu¹.
14. Dezember 1898
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¹ Verse von Polonskij.
(Anmerkung Bloks)
Erneut träumt' ich von dir, geblümt, auf lauter Bühne,
Im Wahn, voll Leidenschaft und wie ein Traum so still,
Und ich, von dir besiegt, ich beugte meine Knie
Und dachte: »Du, mein Glück, bin ganz von dir erfüllt!«
Doch du, Ophelia, auf deinen Hamlet blicktest
Wie eine Schönheitsgöttin, so lieblos, ohne Glück,
Und Rosen fielen leise auf den armen Dichter,
Im Rosenfall zerfloss sein Traum, all sein Geschick …
Und du starbst leis dahin, im zarten Rosenstrahlen
Mit Blumen auf der Brust, mit Blumen auf den Haarn.
Und ich stand da, umhüllt von deiner Düfte Wallen,
Mit Blumen auf der Brust, und auf dem Kopf, im Arm …
23. Dezember 1898
Der Himmelsrand: Omegasterne,
Voll Funken: bunter Sirius.
Die Wega stumm, in weiter Ferne,
Aus dunklem Reich voll Schnee, schickt gerne
Über dem Kopf – vereist – 'nen Gruß.
So herrscht du, kalte Göttin, leuchtend
Über die Seele, stets entflammt,
Bist über alle mächtig heute,
Wie's Heiligtum von kalter Bläue
Über dem Stern, der ewig flammt.
27. Januar 1899
Liebe Freundin! Bist von ganzer Seele
Rein und jung!
Schlafe jetzt. Ich bin bei dir, du Schöne,
Auf ewig nun!
Wenn du erwachst, dann werden Nacht und Winde
Eisig sein.
Doch du bist, weil beim Freund du Hoffnung findest,
Nicht allein.
Ich bin bei dir, mag winterlich auch blitzen
Die Urgewalt!
Dein Freund wird dich mit ganzem Herz beschützen,
Wenn's stürmt so kalt!
8. Februar 1898
Dich vom süßen Mädchen trennend,
Schworst du, Freund, die Liebe mir! …
Den Schwur zu halten, den gegebnen,
Hat's dich in Feindesland geführt! …
Im Trüben deine Ufer gellen,
Wo Dänemark kein Glück erfüllt …
Beredsam eine Zorneswelle
Tränen an die Felsen spült …
Nicht kehrt zurück der liebe Krieger,
Der Kleider trägt von Silberglanz …
Im Sarge schwanken hin und wieder
Die schwarze Feder und ein Band …
8. Februar 1899
Dem Guten, wie dem Bösen gleichgültig hingegeben,
Verwelken kampflos wir auf unserm Arbeitsfeld.
Lermontov
Wenn rings die Menge applaudiert den Götzen,
Den einen stürzt, den andern richtet auf,
Dann steigt für mich, den Blinden, hell und plötzlich
Die Jugend und das heilge Licht hinauf!
Mit schwacher, kranker Seele streb ich dauernd,
Will ich empor, so lang nur reicht die Kraft …
Doch offenbar hab ich in schwerer Trauer
Das Hoffnungsschiff zum Sinken längst gebracht!
Beim Sturz in Herzenstiefen längst verendet,
Treibt mich, den grauen Menschenfeind, nichts um …
Ich sei unendlich kalt – so schreit die Menge,
Die Menge ruft – bin unbeweglich, stumm.
23. Februar 1899
(Ein Bild von V. M. Vasnecov)
Auf endlos weiten Wasserflächen
Vom Abend purpurn eingehüllt,
Singt er und muss von Zeichen sprechen,
Senkt kraftlos die erschreckten Flügel …
Er kündet vom Tatarenjoch,
Vom Blut der Hinrichtungen dann,
Der Bösen Macht, der Guten Tod,
Von Beben, Hunger, Feuerbrand …
Von ewiglichem Schreck erfasst,
Sein Antlitz brennt vor Liebesglut,
Doch hehre Wahrheit kündend sprach
Sein Mund, bedeckt mit trocknem Blut!
23. Februar 1899
Bin seelisch alt. Es wird zum schwarzen Schicksal
Mein weiter Weg.
Es stickt die Brust ein schwerer Traum voll Qual
Mir unentwegt.
So wenig Jahre, so viel Schreckgedanken!
Welch schweres Leid …
Befrei mich von den Geistern, die da schwanken,
Mein unbekannter Freund!
Hab einen Freund – im Nachtnebel, dem feuchten,
Der Weg ist weit.
Dort gibt's kein Dach – nur Pein, der Meeresweiten
Dunkelheit.
Bin seelisch alt. Es ist ein schwarzes Schicksal
Mein weiter Weg.
Es stickt die Brust ein schwerer Traum voll Qual
Mir unentwegt.
(6. Juni 1899)
Vergieße keine heißen Tränen
Vor dem vorzeitigen Grab.
Die Fieberstunden flugs vergehen,
Der Liebste bald dich neu umfasst.
Bedaure nicht! Auf deine Lust
Werd ich voll Liebe Antwort geben,
Ein reiner Dom ist mir bewusst,
Dem man im Leben nie begegnet.
Ruf mich nicht an. Die Erdenmacht
Wird nie des Dichters Geist bezwingen,
Ein Feuer ist in mir entfacht
Von Lüsten, die nur Himmel bringen.
Ich gehe fort. Doch bald kehr ich
Zu dir zurück, noch mehr empfänglich,
Und neu strahlt meiner Liebe Licht,
Doch greller noch, und unvergänglich.
8. Juni 1899
Warum, warum ziehn mich die Schicksalsschläge
Hinein ins Finsterschwarz des Nicht-mehr-seins?
Sollt' alles, nicht sogar mein ganzes Leben
Nur ein Moment langer Bestrafung sein?
Ich möchte leben, kann mich auch nichts freuen,
Und gibt es hier auf Erden auch kein Glück,
Es lockt mich an ein unbestimmtes Scheinen,
Dass mein Erscheinen ebenfalls entzückt!
Sei's nur ein Geist, ein Irrlicht in der Ferne!
Und möge alle Hoffnung sinnlos sein!
Doch dort, – weit fern vom Nichtigen auf Erden,
Brennt herrlich doch sein wunderschöner Schein!
29. Juni 1899
Der Morgen haucht dir ins Fensterchen schon,
Du, mein Herz voller Inspiration,
Vergessene Tränen verfliegen so schnell,
Die Frühlingsvisionen erstrahlen so hell,
Und auf der rosigen Wolke des Traums
Trug eine Seele durch himmlischen Raum
Ein grad geborener, junger Gott …
Verlasse doch dein verderbliches Schloss,
Flieg in unendliche Höhen hinein,
Jage geflügelte Träumerein,
Der Morgen kennt dein Bestreben schon,
Du, mein Herz voller Inspiration!
5. August 1899
Es schläft die Stadt, in Dunst gehüllt,
Kaum noch strahlen die Laternen …
Dort überm Newastrom erfüllt
Des Morgens Wiederschein die Fernen.
In diesem fernen Wiederschein,
In dem die Feuer wieder blakten,
Verbarg's Erwachen sich geheim
Für mich mit schmerzerfüllten Tagen …
23. August 1899
Belebst du nicht des Menschen Seele?
Lässt du sie nicht Geheimes sehen?
Bist du's nicht, der das Lied beschwingt,
Das zufällig voll Wahn erklingt …
Glaub mir, ich weihe dir mein Leben,
Wenn du dem Dichter glücklos hier
Zum neuen Tempel weist die Tür,
Vom Dunklen in das Licht zeigst Wege! …
Bist du's nicht, der ins ferne Land
Mich führt, das keiner heute kennt,
Damit, ins Ferne schauend, dann
Ich schrei: »Gott! Wüste hat ein End!«
22. September 1899
Ruf mich nicht. Auch ohne Rufen
Komm ich in den Dom,
Leg die Stirn sacht auf die Stufen
Zu deinen Füßen schon.
Ich lausche schüchtern den Befehlen
Und warte zäh.
Und schnell ergreif ich die Begegnung,
Wo neu der Wunsch sich regt.
Als längst von deiner Kraft Besiegter:
Im Joch so schlaff.
Manchmal – Diener; manchmal – Liebster;
Und immer – Sklave.
14. Oktober 1899
Der Dichter im Exil, im Zweifel
Steht an der Kreuzung zweier Wege.
Die nächtlichen Visionen weichen,
Der bleiche Morgen scheint entlegen.
Kein Hinweis hilft aus dem Vergangnen,
Was will er, wohin soll er gehn?
Und er, im Zweifel, in Verbannung
Bleibt plötzlich auf dem Wege stehn.
Doch scheint im Auge Hoffnung wieder,
Die der Verstand nicht greifen kann,
Der Tag erwacht, hebt seine Lider,
Und in die Weite blickt er dann.
31. März 1900
Das Ufer verliert die klaren Kanten.
Schwimm, mein Schiff!
Schwimm voran, ohne zu schwanken –
Mein Schlaf ist tief.
Seine Ruh kann nicht zerstören
Der Welle Berg,
Wenn er sich stürzt mit lautem Stöhnen
Auf's Wrack, das leck.
Durch den klaren, dichten Nebel,
Mein Schiffchen, schwimm.
Am fernen Schlaf, der dann unsterblich,
All mein Träumen hing.
1. Mai 1900
Zur Zeit des abendlichen Nebels
Fliegt wirbelnd und mit Feuer drohnd
Aus dem Koran der geflügelte Engel
Auf meine Seele, die wie tot.
Das Hirn ist kraftlos und verriegelt,
Die Seele fliegt beschwingt …
Rings um mich rauschen unzählige Flügel,
Und ein geheimes Lied erklingt.
3. Juni 1900
Ich sehe, wie zugrunde gehen wird
Mein Vaterland, das Weltenganze.
Ich bin es, der ganz einsam jubiliert,
Das Sein zu schaun im furchtbarn Totentanze.
Zwar einsam, doch erfreut vergeht die Zeit,
Verliebt in die Vernichtung.
Ja, ich, wie sonst kein Großer weit und breit,
Schau wie man ganz die Welt zugrunde richtet.
26. Juni 1900
Ich sah die Tagesfinsternis und das nächtliche Licht.
Ich sah den Schrecken des ewigen Zweifels.
Und den Herrn mit zerrissener Seele
im Dunst des Unglaubens und der Verwirrung.
Da gab es das Frühlicht der gewaltigen Geburt,
als das unbezifferbare Chaos der Welten
in der Unendlichkeit des Martyriums verschwand. –
Und alles murrte und tobte geheimnisvoll.
Ein schweres Feuer hüllte das Weltgebäude ein,
und ein Donnern stoppte die zielstrebige Bautätigkeit.
Eine stumme Grenze trennte voll und ganz.
Aus der Finsternis trat der Verstand des Weisen,
und in himmlischen Höhen – ohne Schrecken und Mühe –
flatterten die glänzenden Ideen mit ihren Flügeln für ihn.
22. August 1900
Mir Philhellenen ist die Lyra weit entrückt,
Seit du mit deinem Wort den Weg verbautest.
Ich seufzte vor dir auf und sprach von Glück,
Als du mich voll Verachtung stumm beschautest.
Ich brannte lichterloh, doch du erstrahltest nicht,
Und ich, in mitleidlosem Schmerz befangen,
Ich dachte: irgendwann die Antwort spricht
Die Saite, die mein Rufen aufgefangen.
Doch du gehst an mir ohne Wort vorbei
Und machst, wie damals schon, mit kurzer Zuckung
Sie verächtlich, und du ganz zerreißt
Meine hellenistische Berufung.
12. Oktober 1900
K. M. S.
Blasses Gespenst, wirst nicht mehr trügen
Durch längst erfahrne Leidenschaft.
Dein Äußeres mit kargen Zügen
Rührt kaum noch meiner Seele Kraft.
Das lang Vergangne ist erkundet,
Die nahe Zukunft kaum beschwert
Erregungen der Lust. Das Junge –
Es verging – ich find nicht mehr
In deines müden Rufens Klange –
Unnützer Geist – den Feuerschein.
Nur als bedrückender Gedanke
Wirst du noch Qual und Hoffnung sein.
25. Dezember 1900