[Paul Verlaine]

Paul Verlaine (1844 – 1896)

Gruß

Nichts, dieser Schaum, dieser Vers, der so rein,
Zu gar nichts bestimmt wie ein Pokal;
So tauchen hinab, kopfüber fast alle,
Im Fernen Sirenen als Leichen.

Wir, all meine Freunde, wir segeln dahin
Mit mir auf dem Brückendeck nun,
Wo du durch das Wintermeer, herrlicher Bug,
Die Wogen zerteilst und den Wind;

Eine leichte Vergiftung treibt mich dazu
Ganz furchtlos trotz Stampfen und Schwanken
Euch darzubringen als einen Gruß

Dem Stern, Riff, dem Einsiedlerleben,
Wie es auch verdient sei als Danke
Das weiße Bemühn unsrer Segel.


Seebrise

Das Fleisch ist schwach! Hab jedes Buch studiert.
Flucht! Fort von hier! Die Vögel sind, ich spür's,
Von unbekannter Gischt und Himmeln trunken!
Kein Aug, in dem noch alte Gärten funkeln,
Bringt dieses Herz von hoher See zurück;
Auch nicht, o Nacht, das öde Lampenlicht,
In dem sich das Papier jungfräulich zeigt,
Auch nicht die junge Frau, die's Kindlein säugt.
Ich scheide! Dampfer, deine Masten richte,
Den Anker für die fernen Länder lichte!
Verdruss, der durch ein grauses Hoffen sinkt,
Erhebt sich, wenn das Tuch zum Abschied winkt!
Sind dies die Masten, die den Sturmwind rufen,
Der sie zerschlägt an unbekannten Ufern? –
Kein Mast mehr, keine Insel blüht im Tosen …
Schweig, Seele, lausch dem Singen der Matrosen!


Die Heilige

Am Fenster – es verbirgt verschämt
Das alte Sandelholz entgoldet
Und der Viola Hass entbrennt,
Die Flöten und Mandoras folgte –

Steht diese Heilige erblasst
Und schlägt das Büchlein auf, das alte,
Das ein Magnificat entfaltet,
Das Vespern und Komplets entfacht.

An dieser Scheibe der Monstranz
Lehnt eine Harfe, die ein Engel
Bei seinem Abendflug getanzt
Für diese zärtlichen Gelenke

Der Finger, ohne altes Holz
Und altes Buch wiegt sie die Saiten
Dieses Musikgefieders stolz,
Als Musikantin tiefsten Schweigens.

1884


Der Fächer (von Mme. Mallarmé)

Mehr wie zu einer Sprache hin
Nicht wie ein Geflatter zum Himmel
Löst sich aus prächtigem Gewimmel
Der Vers der in der Zukunft rinnt

Flügel ganz leiser Kurier
Der Fächer wenn er's denn ist
Derselbe durch den hinter dir
Ein Spiegel erstrahlt voller Licht

(Dorthin sinkt später kalt und klar
Noch das letzte Korn gehetzt
Ein bisschen Asche unsichtbar
Die mich allein in Trauer setzt)

So fände nie in deinen Händen
Sein stetes Fächeln je ein Ende.

1887


* * *

Aus dem Bauch und der Öffnung empor
Vergänglicher Glasware springt
Was bitterer Wacht kein Blühen erbringt,
Denn vom Hals sticht kein Schaun mehr hervor.

Ich glaube, nie tranken zwei Münder erfreut,
Die Mutter nicht, noch ihr Gefährte,
Jemals von dieser selben Chimäre,
Die mich, den Sylph hoher Kühle, gezeugt!

Die reine Vase, die nichts fasst
Als unerschöpfliche Witwenschaft,
Sie stimmt auch im Sterben nicht zu,

Argloser Kuss tiefster Trauer!
Etwas zu hauchen, um zu bedauern
Die Rose, die in der Finsternis ruht.

1887


Der Faun

Ein alter Faun aus Ton gebrannt
Lacht mitten in dem Bowlinggrün,
Und weissagt einen schlimmen Gang
Den Dingen, die wir heiter spieln,

Da ich dich dreh und du mich drehst,
– Als Pilger, die tieftraurig sind, –
In dieser Stunde, die vergeht
Beim steten Schlag des Tamburins.


* * *

Der Mond, der bleiche,
Leuchtet im Wald;
In dichten Zweigen
Ein Stimmchen verhallt
Unter den Trieben …

O meine Geliebte.

Im Teiche gebettet,
Dem Spiegel so tief,
Die Silhouette
Der Weide sich wiegt
Und Winde heulen …

Zeit ist's zu träumen.

Ein endloses Wallen,
Das Ruhe ersehnt,
Scheint zu fallen
Vom Firmament,
Der Stern dort strahlt bunter …

O herrliche Stunde.


* * *

Als ich auf falschen Pfaden ging,
Die nicht sicher, voller Qualen,
Hieltst du die liebe Hand mir hin.

Am fernen Horizont, dem fahlen,
Ein Hoffnungsmorgen glänzte schwach;
Dein Blick schien mir des Frühlichts Strahlen.

Der Klang der Schritte, sonst kein Krach,
Hat den Wandersmann ermutigt.
»Komm doch!«, deine Stimme sprach.

Mein dunkles Herz, von Wunden blutig,
Weint' auf ödem Weg allein;
Und die Liebe, siegesmutig,

Hat im Jubel uns vereint.


Hölzerne Pferde

               Zu St. Ägidien
               Kommen wir an,
               Mein agiler
               Azelan!
                     V. Hugo

Dreht euch im Kreis, hölzerne Rösser,
Dreht euch hundert, tausend Mal,
Dreht euch jetzt und immerdar,
Dreht euch zu Oboenstößen.

Der dicke Soldat, die fette Amme,
Die sicher sonst im Kämmerlein,
Jetzt schließt sie Holz und Krümmung ein.
So fahren zweisam sie beisammen.

Dreht euch im Kreis, ihr Herzenspferde,
Derweil auf euer flinkes Drehn
Abschätzig Taschendiebe sehn
Und Siegeshörner hörbar werden.

Man fasst es kaum, es macht euch trunken,
Zu fliegen im vertierten Kreis:
Dem Bauch geht's gut, der Kopf dröhnt leis,
Aus böser Masse wird freundlich gewunken.

Dreht euch im Kreis, auch ohne Sporen
Galoppiert ihr durch das Rund,
Sinnlos kommandiert der Mund,
Kein Haufen Heu geht euch verloren,

Drum sputet euch, Pferde der Seelen:
Schon sinkt die tiefe Nacht herab,
Ein Taubenpärchen balzt weitab
Von Anstandsdamen, Jahrmarktsgellen.

Dreht euch im Kreis! Der Samtvorhang
Des Himmels wird mit Gold bestickt.
Es gehen zwei, die sehr verliebt,
Dreht euch zum fernen Trommelklang!

Jahrmarktsfest zu St. Ägidien, August 72


A Poor Young Shepherd

Mich ängstigt ein Kuss
Wie der Stich einer Biene.
Ich leide und sinne
Ohne Rast, ohne Ruh:
Mich ängstigt ein Kuss!

Und doch lieb ich Kate
Und ihr Auge, so licht.
Gut Blässe ihr steht
Und das lange Gesicht.
Ach! Wie lieb ich Kate!

's ist Valentinstag!
Wie soll ich's nur machen,
Ihr morgens zu sagen …
Welch furchtbare Sache
Der Valentinstag!

Sie ist mir versprochen,
Welch herrliches Glück!
Denn was wär geboten,
Wär ich nur verliebt
Und nicht ihr versprochen!

Mich ängstigt ein Kuss
Wie der Stich einer Biene.
Ich leide und sinne
Ohne Rast, ohne Ruh:
Mich ängstigt ein Kuss!


* * *

Ein tiefschwarzer Schlummer
Senkt sich auf mein Leben:
Schlaf, aller Kummer,
Schlaf, all mein Streben!

Kann nichts mehr erkennen,
Erinnerung flüchtet
An Lachen, an Tränen …
Welch schlimme Geschichte!

Mich wiegt eine Hand
Als Wiege verspielt
An der Grabmulde Rand:
Sei still, sei still!


Die Dichtkunst

          Für Charles Morice

Musik stell über alle Dinge,
Das Ungerade steht ihr mehr,
Das luftiger als Wind, beschwingter,
Nichts, was gestellt ist, nichts, was schwer.

Auch wichtig ist, dass du dabei
Die Wahl der Worte nicht missachtest:
So süß uns trunken Lieder machen
Von schwankender Genauigkeit.

's sind schöne Augen unterm Schleier,
Der helle Tag zur Mittagsglut,
Am kühlen Herbsthimmel voll Feuer
Das wirre Blau der Sternenflut!

Die Feinheit geht bei allem vor,
Die Tönung, nicht die Farbe kündet!
Ja, die Nuance nur verbindet
Den Traum mit Traum, Flöte und Horn!

Musst mörderische Spitzen fliehn,
Grausamen Witz, höhnisches Lachen,
Die Azuraugen weinen machen,
Und Knoblauchdunst gemeiner Brühn!

Dreh um den Hals der Wortgewalt!
's ist klug, im Flug der Energien
Das Reimen nicht zu überziehen,
Sonst flattert es dir fort schon bald!

Welch dummes Zeug in Reimen singt!
Welch irrer Wilder, freches Kind
Erdachte sich dies Groschending,
Das ausgefeilt so hohl erklingt?

Musik noch einmal und für immer!
Dein Vers, er sei beschwingt und leise,
Der Seele jenen Weg er weise
Zu andern Lieben, andren Himmeln.

Er sei schönes Erleben, pur
Verstreut im rauen Mittagswind,
Wo Minze-, Thymiandüfte sind …
Der ganze Rest ist Literatur.


Für Arthur Rimbaud

Sterblicher, Engel und Dämon, einst Rimbaud genannt,
In meinem Buch stehst du immer an vorderster Stelle;
Sah dich auch als saufenden Milchbart manch dämlicher Fant,
Als unreifes Monster und bitterbösen Pennäler.

Spiralen von Weihrauch, der mächtigen Lauten Gebrumm
Vermelden den Eintritt zum Dom deiner Worte und Werke,
Und dein erstrahlender Name verkündet dir Ruhm,
Weil du mich geliebt hast, wie es für mich sich gehörte.

Jetzt sehn dich die Frauen als Jüngling, so groß und so schön,
Und stark, von ländlicher Schönheit und bäurischer Schläue,
Sie wolln sich an dir, deiner Frechheit und Muße erfreuen!

Dich formte Geschichte, du wirst selbst den Tod überstehn,
Weil du des Lebens dich freutest, es packtest beim Schopf,
So setzt du die Füße, die bloßen, dem Neid auf den Kopf!


Salut

Rien, cette écume, vierge vers
A ne désigner que la coupe;
Telle loin se noie une troupe
De sirènes mainte à l'envers.

Nous naviguons, ô mes divers
Amis, moi déjà sur la poupe
Vous l'avant fastueux qui coupe
Le flot de foudres et d'hivers;

Une ivresse belle m'engage
Sons craindre même son tangage
De porter debout ce salut

Solitude, récif, étoile
An n'importe ce qui valut
Le blanc souci de notre toile.


Brise marine

La chair est triste, hélas! et j'ai lu tous les livres.
Fuir! là-bas fuir! Je sens que des oiseaux sont ivres
D'être parmi l'écume inconnue et les cieux!
Rien, ni les vieux jardins reflétés par les yeux
Ne retiendra ce cœur qui dans la mer se trempe
O nuits! ni la clarté déserte de ma lampe
Sur le vide papier que la blancheur défend,
Et ni la jeune femme allaitant son enfant.
Je partirai! Steamer balançant ta mâture
Lève l'ancre pour une exotique nature!
Un Ennui, désolé par les cruels espoirs,
Croit encore à l'adieu suprême des mouchoirs!
Et, peut-être, les mâts, invitant les orages
Sont-ils de ceux qu'un vent penche sur les naufrages
Perdus, sans mâts, sans mâts, ni fertiles îlots …
Mais, ô mon cœur, entends le chant des matelots!


Sainte

À la fenêtre recélant
Le santal vieux qui se dédore
De sa viole étincelant
Jadis avec flûte ou mandore,

Est la Sainte pâle, étalant
Le livre vieux qui se déplie
Du Magnificat ruisselant
Jadis selon vêpre et complie:

À ce vitrage d'ostensoir
Que frôle une harpe par l'Ange
Formée avec son vol du soir
Pour la délicate phalange

Du doigt que, sans le vieux santal
Ni le vieux livre, elle balance
Sur le plumage instrumental,
Musicienne du silence.

1884


Éventail (de Mme. Mallarmé)

Avec comme pour langage
Rien qu'un battement aux cieux
Le futur vers se dégage
Du logis très précieux

Aile tout bas la courriére
Cet éventail si c'est lui
Le même par qui derrière
Toi quelque miroir a lui

Limpide (où va redescendre
Pourchassée en chaque grain
Un peu d'invisible cendre
Seule à me rendre chagrin)

Toujours tel il apparaise
Entre tes mains sans paresse.

1887


* * *

Surgi de la croupe et du bond
D'une verrerie éphemère
Sans fleurir la veillée amère
Le col ignoré s'interrompt.

Je crois bien que deux bouches n'ont
Bu, ni son amant ni ma mère,
Jamais à la même Chimère,
Moi, Sylphe de ce froid plafond!

Le pur vase d'aucun breuvage
Que l'inexhaustible veuvage
Agonise mais ne consent,

Naïf baiser plus funèbres!
À rien expirer annançant
Une rose dans les ténèbres.

1887


Le Faune

Un vieux faune de terre cuite
Rit au centre des boulingrins,
Présageant sans doute une suite
Mauvaise à ces instants sereins

Qui m'ont conduit et t'ont conduite,
– Mélancoliques pèlerins, –
Jusqu'à cette heure dont la fuite
Tournoie au son des tambourins.


* * *

La lune blanche
Luit dans le bois;
De chaque branche
Part une voix
Sous la ramée…

Ô bien aimée.

L'étang reflète,
Profond miroir,
La silhouette
Du saule noir
Où le vent pleure…

Rêvons, c'est l'heure.

Un vaste et tendre
Apaisement
Semble descendre
du firmament
Que l'astre irise…

C'est l'heure exquise.


* * *

J'allais par des chemins perfides,
Douloureusement incertain.
Vos chères mains furent mes guides.

Si pâle à l'horizon lointain
Luisait un faible espoir d'aurore;
Votre regard fut le matin.

Nul bruit, sinon son pas sonore,
N'encourageait le voyageur.
Votre voix me dit: «Marche encore!»

Mon cœur craintif, mon sombre cœur
Pleurait, seul, sur la triste voie;
L'amour, délicieux vainqueur,

Nous a réunis dans la joie.


Chevaux de bois

               Par saint Gille,
               Viens-nous-en,
               Mon agile
               Alezan!
                      V.Hugo

Tournez, tournez, bons chevaux de bois,
Tournez cent tours, tournez mille tours,
Tournez souvent et tournez, toujours,
Tournez, tournez au son des hautbois.

Le gros soldat, la plus grosse bonne
Sont sur vos dos comme dans ieur chambre,
Car en ce jour au bois de la Cambre
Les maîtres sont tous deux en personne.

Tournez, tournez, chevaux de leur cœur,
Tandis qu'autour dé tous vos tournois
Clignote l'œil du filou sournois,
Tournez au son du piston vainqueur.

C'est ravissant comme ça vous soûle
D'aller ainsi dans ce cirque bête:
Bien dans le ventre et mal dans la tête,
Du mal en masse et du bien en foule.

Tournez, tournez sans qu'il soit besoin
D'user jamais de nuls éperons
Pour commander à vos galops ronds,
Tournez, tournez, sans espoir de foin

Et dépêchez, chevaux de leur âme:
Déjà voici que la nuit qui tombe
Va réunir pigeon et colombe
Loin de la foire et loin de madame.

Tournez, tournez! le ciel en velours
D'astres en or se vêt lentement.
Voici partir l'amante et l'amant.
Tournez au son joyeux des tambours!

Champ de foire de Saint-Gilles, août 72


A Poor Young Shepherd

J'ai peur d'un baiser
Comme d'une abeille.
Je souffre et je veille
Sans me reposer:
J'ai peur d'un baiser!

Pourtant j'aime Kate
Et ses yeux jolis.
Elle est délicate,
Aux longs traits pâlis.
Oh! que j'aime Kate!

C'est Saint-Valentin!
Je dois et je n'ose
Lui dire au matin…
La terrible chose
Que Saint-Valentin!

Elle m'est promise,
Fort heureusement!
Mais quelle entreprise
Que d'être un amant
Près d'une promise!

J'ai peur d'un baiser
Comme d'une abeille.
Je souffre et je veille
Sans me reposer:
J'ai peur d'un baiser!


* * *

Un grand sommeil noir
Tombe sur ma vie:
Dormez, tout espoir,
Dormez, toute envie!

Je ne vois plus rien,
Je perds la mémoire
Du mal et du bien…
Ô la triste histoire!

Je suis un berceau
Qu'une main balance
Au creux d'un caveau:
Silence, silence!


Art poétique

          À Charles Morice

De la musique avant toute chose,
Et pour cela préfère l'Impair
Plus vague et plus soluble dans l'air,
Sans rien en lui qui pèse ou qui pose.

Il faut aussi que tu n'ailles point
Choisir tes mots sans quelque méprise:
Rien de plus cher que la chanson grise
Où l'Indécis au Précis se joint.

C'est des beaux yeux derrière des voiles,
C'est le grand jour tremblant de midi,
C'est, par un ciel d'automne attiédi,
Le bleu fouillis des claires etoiles!

Car nous voulons la Nuance encor,
Pas la Couleur, rien que la nuance!
Oh! la nuance seule fiance
Le rêve au rêve et la flûte au cor!

Fuis du plus loin la Pointe assassine,
L'Esprit cruel et le Rire impur,
Qui font pleurer les yeux de l'Azur,
Et tout cet ail de basse cuisine!

Prends l'éloquence et tords-lui son cou!
Tu feras bien, en train d'énergie,
De rendre un peu la Rime assagie.
Si l'on n'y veille, elle ira jusqu'où?

Ô qui dira les torts de la Rime?
Quel enfant sourd ou quel nègre fou
Nous a forgé ce bijou d'un sou
Qui sonne creux et faux sous la lime?

De la musique encore et toujours!
Que ton vers soit la chose envolée
Qu'on sent qui fuit d'une ame en allée
Vers d'autres cieux à d'autres amours.

Que ton vers soit la bonne aventure
Sparse au vent crispe du matin
Qui va fleurant la menthe et le thym…
Et tout le reste est littérature.


Á Arthur Rimbaud

Mortel, ange et démon, autant dire Rimbaud,
Tu mérites la prime en ce mien livre,
Bien que tel sot grimaud t'ait traite de ribaud
Imberbe et de monstre en herbe et de potache ivre.

Les spirales d'encens et les accords de luth
Signalent ton entrée au temple de mémoire
Et ton nom radieux chantera dans la gloire,
Parce que tu m'aimas ainsi qu'il le fallut.

Les femmes te verront grand jeune homme très fort,
Très beau d'une beauté paysanne et rusée,
Très désirable, d'une indolence qu'osée!

L'histoire t'a sculpté triomphant de la mort
Et jusqu'aux purs excès jouissant de la vie,
Tes pieds blancs posés sur la tête de l'Envie!


<<Illeguan

Stéphane Mallarmé (1842 – 1898)

Gruß
Salut
Seebrise
Brise marine
Die Heilige
Sainte
Der Fächer (der Mme. Mallarmé)
Éventail (de Mme. Mallarmé)
Aus dem Bauch und der Öffnung empor
Surgi de la croupe et du bond

Paul Verlaine (1844 – 1896)

Der Faun
Le Faune
Der Mond, der bleiche
La lune blanche
Als ich auf falschen Pfaden ging
J'allais par des chemins perfides
Hölzerne Pferde
Chevaux de bois
A Poor Young Shepherd
A Poor Young Shepherd
Ein tiefschwarzer Schlummer
Un grand sommeil noir
Die Dichtkunst
Art poétique
Für Arthur Rimbaud
Á Arthur Rimbaud

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