3.2. Ätiologie und Pathogenese (Krankheitsentstehung)

Bei Infektionen mit HIV und verwandten Virusklassen, zum Beispiel HIV 2, welches erstmals 1986 bei Patienten aus Zentralafrika isoliert wurde, handelt es sich um ein Retrovirus (siehe hierzu Kapitel allgemeine Virologie). Zielzellen des HI-Virus sind die im Blut vorkommenden T4 -Helfer-Zellen, CD4+, als Subpopulation der T-Lymphozyten sowie die Suppressorzellen OKT4+ (Nye & Parkin, 1994; Burmester & Pezzutto, 1998; Pschyrembel, 1990).
Die persistierende Infektion führt durch eine kontinuierliche antigene Stimulation zu zellulären Entzündungsprozessen (Löffler & Petrides ,1990).
Durch Zerstörung der infizierten Zellen kommt es zur Schwächung der zellulären Immunität, wodurch die Helferzellen kontinuierlich abnehmen. T4-Zellwerte unter 200 gelten als Indikator für eine HIV-Infektion. Die T4-Zellwerte Nicht-Infizierter variieren zwischen 250 und 2500.