6.2.2.5. Die Auswertung der SCL-90-R

Die Auswertung erfolgt anhand des „Auswertungsschemas“ der deutschen Version der Symptom-Checkliste.

Zur Auswertung werden zunächst die 90 Items den Subskalen zugeordnet.


Tab.6.7.: Zuordnung der Items (in Anlehnung an Franke, 1995).

Für jede der neun Skalen n sind folgende drei Werte zu bestimmen: Der Summenwert je Skala Sn, der Skalenwert Gn und die Belastungstendenz je Skala Pn.

Der Summenwert Sn je Skala wird durch Addition der zu der Skala gehörigen Items bestimmt.

Sn = Summe der Itemwerte von Skala n.

Teilt man den Summenwert Sn durch die Itemanzahl der entsprechenden Skala bestimmt man den Skalenwert Gn.

G n = Sn / Anzahl der Items von Skala n.

Die Belastungstendenz je Skala Pn errechnet man durch Auszählen der Items von Skala n, bei der eine Belastung vorliegt.

Pn = Anzahl Items von Skala n mit einem Itemwert

größer Null.

Für die Berechnung der drei globalen Kennwerte GSI, PST und PSDI bildet man zunächst die Summe der zehn Summenwerte S1-S10.

GS = Summe der Summenwerte S1-S10

Der Kennwert GSI errechnet sich aus GS dividiert durch die Items des gesamten Tests.

GSI = GS / (90 minus missing data).

Den Kennwert PST berechnet man durch die Addition der zehn Belastungstendenzen je Skala P1-P10.

PST = Summe der Belastungstendenzen P1-P10.

Dividiert man die Summe GS durch den Kennwert PST erhält man den PSDI.

PSDI = GS / PST.

Für die Auswertung sind die Skalenwerte Gn, GSI, PST und PSDI relevant. Die Transformation der Einzelfall-Rohwerte zu T-Werten anhand der T-Werte-Tabellen ermöglicht die Einordnung in bezug auf „Normalität“ und „Abweichung“. T-Werte zwischen 60 und 70 zeigen eine erhöhte Belastung an (Franke, 1995).