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6.2.2.2. Die Symptom-Check-Liste SCL-90-R nach Derogatis Die Symptom-Check-Liste von Derogatis wurde in der vorliegenden Studie als psychometrisches Untersuchungsinstrument eingesetzt. Durch 90 Fragen bietet die SCL die Möglichkeit, psychische Belastungen (distress) einzuschätzen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Der Patient hat die Möglichkeit auf die Frage „Wie sehr litten Sie in den letzten 7 Tagen unter Einsamkeitsgefühlen?“ mit „überhaupt nicht“, „ein wenig“, „ziemlich“, „stark“ oder „sehr stark“ zu antworten (Likert-Skalierung). Die 90 Fragen werden in der Auswertung zu folgenden neun Symptomgruppen zusammengefasst: · Somatization (Somatisierung) · Obsessive compulsive (Konzentrations- und Arbeitsstörung) · Interpersonal sensivity (Unsicherheit im Sozialkontakt) · Depression (Depression) · Anxiety (Ängstlichkeit) · Anger-hostility (Aggressivität und Feindseligkeit) · Phobic anxiety (phobische Angst) · Paranoid ideation (Misstrauen und Minderwertigkeitsgefühle) · Psychoticism (Psychotizismus) Drei globale Indizes lassen Rückschlüsse über das Antwortverhalten zu. Die SCL-90-R liefert ein subjektiv skaliertes Symptomenprofil. 1976 legte Derogatis die Prüfung des Untersuchungsinstrumentariums vor und belegte eine ausreichende Reliabilität, Konstruktvalidität und durch die MMPI eine Übereinstimmungsvalidität zwischen r = .40 und r = .75 (Derogatis, 1986). Derogatis et al. beschreiben 1976 die interne Konsistenz (Cronbachs alpha) mit r(min.) = 0,77 und r(max.) = 0,90 als gut. Derogatis bezieht sich in allen Veröffentlichungen zur SCL-90-R auf eine amerikanische Eichstichprobe von 494 männlichen und 480 weiblichen gesunden Probanden (n = 974), (Derogatis, 1977a). Diese untersuchte Eichstichprobe wird in der deutschsprachigen Symptom-Check-Liste Ausgabe zugrunde gelegt. In der Untersuchung von Hirsch et. al. (1985) zeigten die Forscher bereits einen bei AIDS auftretenden höheren Leidensdruck als bei der gesunde Kontrollgruppe (Hirsch et.al., 1985a,b). |
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