4.8.6. Unterstützung durch Arbeitskollegen und Nachbarn

Bezug nehmend auf Untersuchungen von Kobasa (1982) weisen Schwarzer und Leppin (1989a) daraufhin, dass physische und psychische Beeinträchtigungen als Arbeitsplatzstressfolge durch den Support von Vorgesetzten positiv beeinflusst werden können. Für Support der Familie konnte dies nicht bestätigt werden. Geht es um Umstrukturierungen von Arbeitsplätzen bei chronischen Erkrankungen, ließ sich im Fall der vorliegenden Problematik AIDS kaum Supportverhalten seitens Arbeitskollegen oder Vorgesetzten finden. Berentungen, Kündigungen oder Versetzungen zeigen doch eher diskriminierendes Verhalten als integrierendes Verhalten und Wohlwollen chronisch kranken Menschen gegenüber (siehe „unfinished business“ von Kübler-Ross im Konzept Lebensqualität). Aufgrund der räumlichen Nähe können gute Beziehungen zu den Nachbarn im Falle von Krankheit und Gebrechlichkeit von Vorteil zur Befriedigung der alltäglichen Bedürfnisse sein (Erledigung von Einkäufen, Hilfestellung bei der Verrichtung von Haushaltspflichten, etc.), (Jäger, 1989).