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4.8.5. Unterstützung durch Freunde
Procidano und Heller (1983) postulieren eine Unterscheidung zwischen familiärem Support und Support durch Freunde, da betroffene Patienten in unterschiedlichem Maße von familiärer und non-familiärer Unterstützung profitieren.
Über die Entwicklungsphasen erfährt eine Person die sich immer wieder verändernde Bedeutung von Freunden. Je komplizierter und persönlicher die Krise ist, in der Support benötigt wird, desto enger wird die Beziehung zu den potentiellen Unterstützern sein (Schwarzer & Leppin, 1989).
Im Laufe einer voranschreitenden Infektionskrankheit durchlaufen die Patienten Stadien der Verweigerung, der Emotionalität, der Verhandlung, der Depression und der Annahme (Kübler-Ross, 1986), und so verändern sich demzufolge die Bedürfnisse nach Support in den verschiedenen Phasen. Eine Langzeituntersuchung an Witwen zeigte, dass sich in den Phasen der Anpassung und Bewältigung Freunde als hilfreicher erwiesen als besorgte Familienmitglieder (Schwarzer, 1982; Schwarzer & Leppin, 1989). Hierbei sind Freunde vielleicht eher an der Aufnahme einer neuen Beziehung und an einem neuen Leben des Freundes/der Freundin interessiert als im Vergleich zu der Familie.



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