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4.7.1. Die Unterstützungs- und Mobilisierungsmodelle Während das Kompensationsmodell von zwei unabhängigen Variablen, Support und Stress, ausgeht, gehen die beiden Präventionsmodelle davon aus, dass sich Social Support positiv auf die Wahrnehmung des Stressgeschehens auswirkt. Im Gegensatz dazu stehen die Support-Mobilisierungsmodelle. Bei folgenden Mobilisierungsmodellen ist die soziale Unterstützung Folge von Stress. Werden Netzwerkmitglieder auf ein Problem aufmerksam, bieten sie von sich aus Hilfe an, oder die hilfesuchende Person sucht aktiv Hilfe, jeweils mit dem Ziel, einen anderen Blickwinkel für die Stresswahrnehmung und Stressbewältigung zu erlangen. Im Folgenden werden diese Mobilisierungsmodelle vorgestellt: 1.
Abb.4.9.: Vier Support Mobilisierungsmodelle,1 (Schwarzer & Leppin, 1989). Durch das Mobilisieren von Unterstützung wird der Distress vermieden 2. Abb.4.10.: Vier Support Mobilisierungsmodelle,2 (Schwarzer & Leppin, 1989). Hierbei wirkt sich der Stress sowohl direkt als auch indirekt auf die Unterstützung aus. Stress erzeugt Distress, aber durch mobilisierte Unterstützung wird die Wirkung des Stresses auf den Distress abgeschwächt. 3.
Abb.4.11.:Vier Support Mobilisierungsmodelle,3 (Schwarzer & Leppin, 1989)
Dieses Diagramm stellt eine verzögerte Hilfesuche dar. Der Stressor an sich ist für eine Person nicht Anlass genug, Hilfe zu suchen. Erst durch eintretende Distresserfahrungen wird eine Person Unterstützung mobilisieren. 4. Dieses Modell ist eine Erweiterung zu Modell 3. Abb.4.12.: Vier Support Mobilisierungsmodelle,4 (Schwarzer & Leppin, 1989). Der Unterschied der Modelle 3 und 4 liegt darin, dass das 4. Modell eine zeitliche Komponente beinhaltet. Die Distress 1 Erfahrung kann erst nach Einsetzen von Unterstützung als Distress 2 abgeschwächt werden (Vier Support-Mobilisierungsmodelle, Schwarzer & Leppin, 1989a, 45).
Abb.4.13.: Das Support-Verringerungsmodell (Schwarzer & Leppin, 1989a, 46). Bei dem sogenannten Supportverringerungsmodell wird ein Stressor gegeben, welches gleichzeitig mit dem Verlust der Bezugsperson einhergeht, zum Beispiel dem Tod des Lebensabschnittpartners oder einer Trennung. Durch den Tod oder die Trennung der Bezugsperson ist eventuell auch die wichtigste Quelle von Unterstützung verloren. So lässt dieses Diagramm erkennen, dass Stress Distress erzeugt und der Stress wiederum die Unterstützung abschwächt, die den Distress mindern könnte. Ein großes Netzwerk (quantitativ hoch), welches potentiell viel Unterstützung geben könnte, kann neben den positiven Effekten immer auch negative Aspekte beinhalten. Durch Anforderungsverhalten des Netzwerkes an seine einzelnen Mitglieder kann es innerhalb dieser Bezugsgruppe zu Spannungen kommen. Die Supportforschung schenkte den positiven Effekten der sozialen Unterstützung mehr Beachtung. Das lässt den Rückschluss zu, dass ungleichgewichtige Beziehungen negative Emotionen auslösen. |
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