So nunmal die Geschicht (aus Sicht des Mama):

Die ersten Monate - aus Sicht der Mutter!

Nun ja, da sich der Papa schon ausführlich zur Geburt geäußert hat, dachte ich mir, ich berichte Euch ein bisschen was über die nun immerhin schon fünf Monate mit unserer Süßen.

Außerdem kann ich mich an vieles gar nicht so genau erinnern. Zum einen wegen der guten alten Verdrängung und zum anderen aufgrund der guten alten Sch(PIIEP)egaltropfen. Leute, die hauen verdammt gut rein, wenn man davor gute neun Monate so gar nix anregendes konsumiert hat, ich hab Werbespots auf SAT 1 gesehen, ganz ohne Fernseher und im Boden des Kreißsaales Tolkienwelten.

Das nächste, was dann mit Macht auf mich einstürzte, waren so fiese kleine Dinger mit dem schönen Namen Hormone, oder sollte ich sagen Horrormone, na ja, die haben jedenfalls dafür gesorgt, dass ich die nächsten vier Wochen geweint habe. Nein, ich war nicht traurig, und Neele war auch ganz artig und war (bzw. ist) für ein Baby auch sehr pflegeleicht. Ich habe eben halt einfach geweint: Wenn ich müde war, wenn Neele schrie, wenn in Hamburg eine Portion Pommes auf den Gehsteig gefallen ist...Bibi hat geweint. Wahrscheinlich habe ich diese fiesen kleinen Hormone so ausgewaschen.

Inzwischen hat sich hier aber alles eingependelt, der Schlafrhytmus (wir haben uns gegen so was spießiges entschieden), kleinere Kämpfe mit einem nörgelnden Papa und einem nörgelnden Baby (einer von uns verlässt jetzt SOFORT diesen Aldi!) (das hat der Papa verdrängt, behauptet er jedenfalls gerade) und was sonst noch so durcheinander geraten war (also eigentlich wirklich ALLES!). Jetzt können wir das Familienleben wirklich genießen und ich staune jeden Tag, wie rasend schnell sich die kleine Maus entwickelt (nein, nicht die, die wir in der Lebendfalle gefangen haben, unsere Tochter natürlich!). Hat sie eben noch etwas verstört in die Welt geblinzelt und mit ihrem einzigen Freund, einer schwarzen HiFi-Box vor der weißen Wand geflirtet, ist sie, hastenichtgesehen, plötzlich in der Lage zu spielen, zu quietschen und einen eigenen liebenswerten Charakter zu entwickeln. Ihre Charakterzüge hat sie, soweit man das bis jetzt beurteilen kann, von uns beiden geerbt. Sie ist im Grunde leicht zufrieden zustellen (Papa), an allem sehr interessiert (Mama) und wird verdammt laut, wenn sie mal nicht zufrieden ist (Mama),was zum Glück nicht oft vorkommt (siehe Papa). Und wenn ich laut sage, meine ich LAUT! Wenn sie mal richtig sauer ist, rückt im nächsten Dorf die freiwillige Feuerwehr zusammen.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich das Abenteuer Familie noch nicht bereut habe und jedem empfehlen kann, und das nicht nur wegen der Renten...so jetzt muss ich mal wieder aufhören, da hat jemand Kuschelbedarf und die Einsätze der freiwilligen Feuerwehr sind so teuer... ein andermal mehr, vielleicht unter dem Motto : „Stillen kein Problem oder: Ich bin eine Holsteiner Hochleistungskuh, noch jemand einen Schluck Milch?“






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