Malawi 2007

Das warme Herz Afrikas
 

Schnipsel einer Radtour


... der Liwonde Nationalpark ist eines der Highlights unserer Reise.

Hier gibt es neben zahlreichen Antilopen und Warzenschweinen auch Elefanten, Krokodile, Flußpferde, Hyänen und möglicherweise Löwen und Leoparden, aber das weiss niemand so ganz genau. Seit etwa 15 Jahren wurden keine mehr gesehen, allerdings seien hin und wieder Spuren von ihnen gesichtet worden.

Als wir in Ulongwe nach der Abzweigung zum Nationalpark fragen, zeigt uns ein Einheimischer mit seinem Fahrrad den Weg. 15 km radelt er mit uns auf der Piste mit bis zum Parkeingang. Wir rechnen damit, dass er nun etwas für seine Hilfe haben möchte, aber wir irren uns. Als wäre es das normalste auf der Welt, dreht er wieder um und fährt die 15 km zurück zur Straße, wo wir ihn angequatscht haben.

Hier ein paar Fotos aus dem Liwonde Nationalpark ...

 

 Die "Füße" der Baobabs (Affenbrotbäume) sehen interessant aus. Aus den Früchten wird ein Saft produziert, der Khatha oder so ähnlich heißt. Gegen Ende meiner Reise trinke ich das Zeugs auch irgendwo mal. Schmeckt nicht so sonderlich toll und hat eine eigenartig braune Farbe. Soll gesund sein, aber lecker ist anders ...

 

 Vom Parkeingang radeln wir etwa einen Kilometer zum Fluß und setzen dann mit einem Boot über zum Camp. Das Camp dürfen wir dann aus Sicherheitsgründen nicht zu Fuß oder per Fahrrad verlassen, obwohl das eigentlich völliger Quatsch ist, denn das Camp ist ohnehin nur teilweise mit Pallisaden eingezäunt. Der Campingbereich liegt völlig außerhalb der Pallisaden und nachts wuseln die Warzenschweine um die Zelte und evtl. auch das ein oder andere Flußpferd aus dem ca. 50 Meter entfernten Fluß.

Die Haufen vor den Zelten stammen von Elefanten, die regelmäßig das Camp durchstreifen.

Vom Restaurant begleitet uns jeweils ein Ranger mit Handscheinwerfer zu den Zelten. Einmal im Zelt, müssen wir drinnen bleiben bis zum Sonnenaufgang. Vor den Zelten steht eine Petroleumlampe, die den Tieren anzeigt, dass dort jemand "wohnt".

 

Da wir mit dem Fahrrad nicht quer durch den Nationalpark zum Eingang auf der anderen Seite fahren dürfen, nehmen wir an einem sog. Gamedrive (*) und einer Bootsfahrt auf dem Shire-River teil. Hier sollen Krokodile bis zu 6 Metern Länge leben, aber wir sehen fast nur kleine Exemplare. Ein immerhin etwa 3-4 Meter großes Tier ist dabei, verschwindet aber sofort im Wasser, als wir näher kommen.

Auf dem Weg zurück vom Nationalpark setzen wir wieder mit dem Boot über. Dort erfahren wir, dass gerade Elefanten auf dem Weg zum Parkeingang unterwegs seien und wir aufpassen sollen. Das tun wir natürlich auch, aber in einem Bereich mit dichtem Buschwerk kommen plötzlich drei Elefanten etwa 20 Meter vor uns auf die Piste. Sie setzen sich glücklicherweise in Trab und verschwinden auf der anderen Seite der Piste wieder. Begegnung mit Elefanten vom Fahrrad aus ... klasse Erlebnis ... Foto davon existiert allerdings nicht. Erstens ging alles viel zu schnell und zweitens wäre es wahrscheinlich verwackelt ... ;-)

 

(*) Da sich viele immer wieder über den Begriff "Game" wundern und das mit "Spiel" übersetzen ... Game ist auch die Bezeichnung für Großwild, Gamepark demnach ein Wildpark und bei einem Gamedrive fährt man mit einem Ranger im Geländewagen umher, beobachtet Tiere und bekommt ein paar interessante Dinge erklärt.

 

 Fortsetzung ...