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Das Sydney Opera House

Utzon steigt aus

1964 bis 1966 wuchsen die Unstimmigkeiten zwischen der Firma Arup, Utzon und der Regierung. Diese, 1965 neu gewählt, scheute sich vor den hohen Kosten und wollte die Fertigstellung des Opernhauses vorantreiben. Eine Firma, die Utzon für die Lieferung von Sperrholz wollte, wurde abgelehnt. Als Utzon dann mehrere Monate kein Geld mehr bekam und er mit mehreren Architekten zusammen arbeiten sollte, stieg er 1966 aus dem Projekt aus und verließ Sydney für immer. Nicht mal bei der Einweihung war er anwesend. Mit dem Verlassen nahm er auch seine Pläne für den Innenausbau mit. Zur Fertigstellung wurden die Architekten Peter Hall, Lionel Todd und David Littlemoore beauftragt. Sie änderten auch die ursprünglichen Pläne. Statt die größere Halle für Symphonieorchester und Opernvorstellungen anzupassen, beschloss man, diese nur für das Symphonieorchester und die kleinere Halle für die Oper zu optimieren. Dieser Plan wurde von der Regierung akzeptiert.

Die Einweihung

Das Sydney Opernhaus wurde am 20.10.1973 von Königin Elisabeth II. feierlich eingeweiht. Während der OlympiadeEin Journalist der Los Angeles Times bemerkte zum Haus: "This must be the most innovative, the most daring, the most dramatic and in many ways the most beautiful home constructed for the lyric and related muses in modern times".
Insgesamt wurde an dem Haus 14 Jahre gearbeitet mit Gesamtkosten von $A 102.000.000. Geplant waren 4 Jahre und 7.000.000 $A.

Der Bau geht weiter

Nach der Eröffnung wurde und wird immer weiter gearbeitet: Flure und Bühnen wurden ausgeweitet, extra Umkleideräume wurden errichtet. 1999 nimmt Jørn Utzon einen Auftrag des Sydney Opera Trust an. In dem "Statement of Design Principles (Erklärung über Entwurfsgrundlagen)" soll er die Richtlinien für die zukünftigen Arbeiten am Gebäude und der Stätte festlegen. Utzon nahm das Angebot an, obwohl er seither nicht mehr in Sydney war und auch seine Arbeiten mit seinem Sohn zusammen von zu Hause aus verrichten will. Er sagt selbst, manche können glauben, er wolle das Innere ersetzen und erneuern. Das sei nicht der Fall. Lediglich zukünftige Visionen und Designs sollten festgehalten werden.

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