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Das Sydney Opera House

Die Konstruktion

Der BauAb dem 18. August 1958 begannen auf Bennelong Point die Arbeiten. Zuerst wurde die brachliegende Eisenbahnstation abgerissen. Am 2. März 1959 legten Utzon und der Premierminister Cahill den Grundstein. Cahill drängte mit dem Bau der ersten Bühne, obwohl Utzon protestierte, weil die Konstruktion der Dächer noch nicht abgeschlossen waren. Dieses Drängen hatte Jahre später noch Konsequenzen. Außerdem sollten nun vier anstatt zwei Theater gebaut werden.


Die Plattform

Zur Plattform meinte Utzon: "Die Plattform als architektonisches Element ist ein faszinierender Teil. Ich verliebte mich zum ersten Mal in sie auf einer Mexico-Reise 1949, wo ich viele Variationen in Größe und Idee fand, und wo viele Plattformen alleine sind, nur mit der sie umgebenden Natur. Alle Plattformen in Mexico sind mit großer Empfindlichkeit gegenüber der sie umgebenden Natur positioniert und geformt worden und immer mit einer tiefgreifenden Idee dahinter. Eine überwältigende Kraft wird von ihnen ausgestrahlt. Das Gefühl unter deinen Füßen ist das gleiche wie die Festigkeit die du spürst, wenn du auf einem großen Felsen stehst... Für das Sydney Opera House war die Idee, die Plattform wie ein Messer durchzuschneiden und primäre und sekundäre Funktionen komplett zu trennen. Auf der Plattform empfangen die Besucher die vollendete Arbeit der Kunst und darunter werden die Vorbereitungen dafür getroffen."

Die Dachkonstruktion - Das Problem

Die muschelförmigen Dächer, die wie das Visier eines Helmes ineinandergeschachtelt sein sollten, erinnern an windgefüllte Segel einer eleganten Yacht, die sich auf einer Plattform als Halbinsel in das Hafenbecken schiebt. Doch um dies zu realisieren, war viel Kreativität gefordert. Dachbau
Zusammen mit der Firma Ove Arups versuchte Utzon, eine Lösung für das Dach zu finden. (Ove Arup Arup machte sich im Hoch- wie im Tiefbau speziell mit der Umsetzung von Eisenbeton einen Namen und nahm großen Einfluß auf die Architekturentwicklung. Als Chef seiner weltweiten Firma mit 50 Niederlassungen und 2600 Ingenieuren wirkte A. an zahlreichen Aufsehen erregenden Bauten mit wie der Gesamtplanung der Univ. Loughborough/Leics (1966) und Sheffield (1969/71); des Opernhauses Sydney ; dem Centre Pompidou in Paris (1977); des George Thompson Building (1963) des New Museum Building (1971) in Cambridge u.a. 1971 Ritterschlag durch die Königin von England).
An den Dachmuscheln wurde alleine von 1957 - 1965 gearbeitet. Das Problem war, dass die Schalen in kein einheitliches Muster passten, was eine Vorfertigung und damit mehr Arbeit und mehr Kosten bedeutete.

Die Lösung

1961 fand Utzon die Lösung selbst: er nannte sie die Sphärische Lösung"Sphärische Lösung". Dabei sollten Schalen aus Segmenten der selben Sphäre geschnitten werden, so dass die Dachrippen meridionalen Kurven auf Sphären mit dem gleichen Radius folgen konnten. Nahansicht des DachesDennoch wurde die Aufgabe zur Verwirklichung des Dachs als die schwerste der vorgefertigten Montage in der Geschichte des Baus angesehen. Für das neue Design war das Grundgerüst zu schwach, weshalb es nochmals umgebaut werden musste. Das Dach ist mit über 1 Mio. Fliesen bedeckt. Die offenen Seiten der Wölbungen sind mit getöntem Glas verkleidet, die einzelnen Scheiben durch bronzene Rippen miteinander verbunden.

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