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von Kremmer Sicherheitsratschläge link

RAL Farben

Was streiche ich womit

Wandfarbe im Innenbereich

Meist wird ja Dispersionsfarbe im Innenbereich eingesetzt, weiss mit Abtönung al gusto. Da verwundert es den Laien, warum die denn im Baumarkt zwischen 10,- und 40 Euro kosten soll. Mir erklärte das ein Maler einmal so: "Was sie da kaufen sind die Farbpigmente. Bei der billigen sind entsprechend weniger drin und dann deckt sie nicht so gut". So ist es auch. Um die Farbe mal aufzufrischen tut es eine billige auch, aber um neu zu streichen und vielleicht mit einem Arbeitsgang hin zu kommen muss es schon eine gute sein.

Bisher habe ich mir bei selbst abgetönten Farben immer einen halben Eimer oder ein Gurkenglas voll aufgehoben, um im Notfall mal was nachstreichen zu können. Das geht auch nach Jahren noch ganz gut. Nun hatten wir uns aber die "Umweltraumweis" Farbe gegönnt - nein, kein Abfallproduckt der Raumfahrt. Der farbige Rest war nach noch nicht mal einem halben Jahr verschimmelt!! Tja, Öko bedeutet halt ohne Konservierungsstoffe und dann gibt's da jemand, der's auffrisst.

Holz im Aussenbereich

Ist ein Pflegefall. Die Fachleute sind sich einig, das ein weisser Decklack am längsten hält und wenn es aber Lasur sein soll, so dunkel wie möglich. Dazu hat der Holzbauer kh ries was geschrieben (muss man gelesen haben) link

Lesen und Nachdenken über die grundsätzlichen Qualitäten von Öl- Kunstharz und Acrylfarben hat mich bisher zu folgenden Erkentnissen gebracht. Acryl hat ein grundsätzliches Problem, wie es khr beschreibt weil die Molekülgrösse von Acrylaten wesentlich über der von Alkyden liegt und die Acrylate damit nicht so gut ins Holz eindringen können, also eher oben drauf liegen. Die Acrylfarben werden also eher eine Neigung zum abblättern haben. Damit scheiden diese Produkte für mich im Aussenbereich aus. Also Ölfarben oder welche auf Kunstharzbasis Das Harz in Öl und Leinölfarben ist ein Alkydharz. Diese Farben haben die Eigenschaft ins Holz einzudringen, elastisch zu bleiben irgendwie diffusionsoffen zu bleiben - also nicht nur obendrauf zu liegen und damit auch abzublättern. Toll, genau das wollen wir. Kunstharzfarben sind die Weiterentwicklung der Ölfarben. Mit künslich hergestellten Alkyden. Durch Zusätze Lösungsmitteln und anderen Wundern der Chemie wird erreicht, dass die Farben schneller trocknen, eine schicke Oberfläche bilden etc und damit besser zu verarbeiten sind wie die Ölfarben. Der Nachteil ist, dass sie damit auch spröde wurden und Wasserdicht. Sie blättern ab und dem Holz geht's übel. Das wurde von der Industrie erkannt und die neuere Entwicklung geht wieder da hin, Farben für Holz im Aussenbereich elastischer und diffusionsoffener zu halten. Damit sollen sie wieder die guten Eigenschaften der Ölfarben haben.

Das Problem ist wirklich die Garantie. Wenn sie die Fenster selber streichen, werden sich bei Holzschäden immer alle drauf rausreden, dass der Anstrich mangelhaft war. Beweisen sie mal das Gegenteil. Übrigens das mit die Naturfarbe von Holz ist nach einem Jahr: Grau! Bei Kiefer noch grauer. Da würde ich den Empfehlungen schon folgen Lasur möglichst dunkel oder Decklack weis. Schauen sie sich doch mal um, die meisten Holzaussenteile der letzten Jahre sind hell lasiert, werden nicht gut gepflegt und sehen nach ein paar Jahren so richtig schäbig aus. Die alten Häuser mit dem dunklen Holz nicht.

Feuerverzinkte Aussenbauteile

Dazu ein Thread im bau.de/forum: link

Zusammengefasst steht da drin:

  • Zuerst reinigen. Das Reinigungsmittel besteht aus Wasser (20) Salmiak (1) und einen Schuß Pril. Mit einem Schleifvlies und der Brühe wird dann naß geschliffen, den schum so ca 10 minuten einwirken lassen, nochmal nachschleifen und mit wasser nachwaschen. dann is das sauber. dannach Grundieren mit Zinkgrund und überstreichen
  • Oder Maler Kempf's Tipp:

  • Zwei Jahre abwittern lassen, das ist eine alte Malerweisheit, die nicht unberechtigt ist. Die ammoniakalische Netzmittelwäsche wird in den seltensen Fällen gründlich genug (wenn überhaupt) ausgeführt ("bei uns ist das Schleifpapier gleich mit im Lack..."), sodaß es dann zu Haftungsstörungen kommen kann. Ich würde das Geländer ein paar Jahre natur lassen, dann kann man sich die Spielerein sparen und direkt einen Wasserlack (Reinacrylat) streichen.
  • Schmiedeeisen

    Zitiert aus einer Frage im bau.de/forum

    Nicht streichen, "echtes" Schmiedeeisen anders geschützt. zb mit abkühlen in öl etc. ein echter kunstschlosser schweißt auch nicht -- das aber nur nebenbei.
    also gehen nur pigmentierte lacke noch drauf. für (pseudo)schmiedeeisen verwendet man lacke mit metallpigmenten. beste erfahrungen haben wir mit den materialien im link. aber auch standard RAL 9006 und 9007 sind metallpigmentierte lacke
    - http://www.norix-lackfabrik.de/

    Meiner Meinung muß das Geländer mit schwarzem Lack gestrichen werden. Dann die Kanten mit Schleifpapier angeschliffen werden, damit die Hammerschläge/Windungen sich silberfarben hervorheben. Anschliessend muß es noch mit Klarlack gestrichen werden.

    So haben wir es jedenfalls früher in einer Bauschlosserei mit Umfassungsrahmen für Kachelöfen gemacht.

    Farblehre

  • Frau Crüger zu Farbtheorie und Farbgestaltung link
  • Küpers' Farbenlehre link
  • Wie wirken Farben im Raum: Ein Wohnzimmer umfärben, Wände, Möbel... (Demoversion) link