[Andrea, Gummibaerschen@gmx.net] Köln, Nov 28th, 2003, Palladium "Alles fing vor ca. 2 Monaten an, als mir ne Freundin erzählte, dass The Rasmus nach Köln kommen. Ich war total happy und hab gehofft, dass meine Ellis einverstanden sind. Waren sie aber leider nicht. Alles betteln hat nix genützt, ich durfte nicht. Tja, aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt hab, dann zieh ich das auch durch! Also hab ich mit meiner Freundin alles heimlich geplant und schließlich praktisch in letzter Sekunde noch zwei Karten bei Ebay ersteigert. Meinen Eltern hab ich erzählt ich wäre auf ner Party und würde da auch pennen. Haben sie zum Glück geglaubt! :-) Am 28. ging’s dann endlich los und wir fanden uns schließlich in Köln wieder. Da wir erst eine halbe Stunde vorm Einlass ankamen, war die Schlange schon dementsprechend lang (ca. 1 km, ohne scheiß!!!). Darauf hatte ich wirklich keine Lust und ich machte mich zusammen mit Louisa auf die Suche nach zwei anderen Freundinnen. Eine von ihnen hatte mich nämlich kurz vorher aufm Handy angerufen und mir gesagt, dass sie weiter vorne ständen. Zum Glück fanden wir sie recht schnell und zu viert war’s dann auch lustiger. Ab 19 Uhr setzte sich die Schlange allmählich in Bewegung und schon bald standen wir vorm Eingang zum Palladium. Dort wurden wir erst mal abgetastet (Seh ich so aus wie’n Attentäter, oder was?!) und alle Taschen kontrolliert. Endlich durften wir rein! Die Konzerthalle war kleiner, als ich gedacht hätte. Wir erwischten einen Platz ziemlich in der Mitte (na ja, wenigstens nicht ganz hinten...). Die Sicht war in Ordnung, aber nicht grad das Gelbe vom Ei. Jetzt war erst mal warten angesagt. Ab und an ging die Tür im Backstagebereich auf und man konnte einen vorbeihuschenden Schatten sehen. Dann ging natürlich gleich das Gekreische los... *nerv* Die hätten nur nen Fuß rausstrecken müssen und schon wär’s losgegangen! Irgendwann zeigte sich Aki mit Videocam auf der rechten oberen Tribüne und filmte die Fans. Dreimal dürft ihr raten: Natürlich kreischten wieder alle los. Dann verschwand er wieder durch die Tür und marschierte ein paar Sekunden später zusammen mit Lauri doch wieder zurück auf die Tribüne. Diesmal hielt Lauri die Cam und ich glaub ich muss wohl nen ziemlichen Hörschaden erlitten haben, denn von allen Seiten wurde ich angekreischt!!! War aber verständlich, denn so in echt sieht ER noch tausendmal besser aus als auf Fotos und im TV. Er hatte total das fette Grinsen im Gesicht, als er die fanatischen Fans sah und hörte. Man, hat der ein Lächeln... *dahinschmelz* Aber dann waren sie auch schon wieder weg und wir konnten uns erneut die Beine in den Bauch stehen. Die Vorband war Trapt, wie man auch schon dem Bühnenhintergrund entnehmen konnte. Da ich Trapt nicht kannte, war ich erst mal nur mäßig begeistert (unnötige Verzögerung zum EIGENTLICHEN Ereignis!!) aber als ich ihre Musik dann hörte und vor allem den supergeilen Sänger sah, war ich dann doch versöhnt. Vor allem als James Brown, der Sänger dann auch noch sein Shirt auszog... ;-) Für eine Vorband waren sie echt nicht schlecht und heizten schon mal ein. Es hat erst mal ewig gedauert, bis alle Instrumente ab- und die neuen aufgebaut waren. Bis dahin haben wir uns erst mal mit den andern Fans unterhalten. Unter ihnen waren auch zwei Au Pairs aus Finnland. Kurz vor 9 waren sie dann fertig. Endlich. Aber warten mussten wir trotzdem noch bis 9. Dann dröhnte auch schon Funeral Song aus den Boxen und die Spannung stieg. Dann kamen sie! Lauri begrüßte uns mit einem Wortschwall (weiß net mehr was er genau gesagt hat). Pauli sah aus wie immer, Aki auch, Eero hatte irgendwie zu lange Haare, so topfschnittmäßig und Lauri sah, wie immer, einfach nur noch geil aus! Der Eröffnungssong war First Day of my Life. Bei den Gitarrenteilen wurden die Scheinwerfer immer so aufs Publikum gerichtet, dass man halb blind wurde. Dann kam Guilty und langsam war echt Stimmung. Ziemlich jeder rockte und grölte mit. Im Hintergrund hing übrigens ein ziemlich unbekanntes Logo von TR mit ner Taube (oder sollte es ein Rabe sein?) und noch irgendso nem Gekritzel und dem Bandnamen. Der Mikroständer war mir schwarzen Federn beklebt, lustige Idee. An die ganz genaue Reihenfolge der Songs kann ich mich gar nicht mehr erinnern, sorry. Ich versuch’s trotzdem so genau wie möglich. Dann haben sie erst mal noch nen Song gespielt, den ich gar nicht kannte und dann Well Well, glaub ich. Bei Still Standing wurde das Logo heruntergelassen und dahinter war eine quadratische Wand aus lauter einzelnen Lichtquadraten. Davon leuchteten dann einige in weiß auf, das sah so ähnlich aus wie Sterne und hat gut zum Song gepasst. Lauri bedankte sich ganz lieb mit einem „dahnkeschöin“. Anschließend hat Lauri noch alle einschließlich sich selbst vorgestellt. Erst Eero, dann Aki, Pauli und am Ende sich selbst. Fand ich net so dolle, den n das klang so’n bisschen eingebildet: „...and finally ME...Lauri, the singer.“ Trotzdem süß, der spricht das R in Lauri so niedlich aus. Zwischendurch hat irgendwer ne Schubserei angefangen und ich wurde dann ein paar Meter weiter nach vorne gequetscht. Das hat meine Sicht nicht grade verbessert, aber jetzt fühlte ich mich entgültig wie in ner Sardinenbüchse. The Rasmus spielten noch Heartbreaker, One & Only, F-F-F-Falling, Ice, Everyday, In the Shadows, Time to Burn und Not like the other girls, wo einige Leute ihre Feuerzeuge rausholten. Bei Heartbreaker leuchtete im Hintergrund ein knallrotes Herz auf, ziemlich kitschig. Eero hat sich anscheinend bei einigen Songs auf seinen Verstärker oder so gestellt, denn ich konnte ihn auf einmal ziemlich gut erkennen. Auf jeden Fall stand er irgendwie erhöht. Aki hat einige nicht so schwierige Parts im Stehen gespielt und ab und zu seine Drumsticks in die Menge geworfen. Pauli hat nix besonderes gemacht, er hatte nur irgendwie die ganze Zeit so’n dämliches fettes Grinsen wie ne besoffene Kuh im Gesicht. Lauri hat mal wieder geschwitzt wie sonst was, was wir ja schon von ihm kennen und einmal ist ihm eine Haarsträhne leicht ins Gesicht gefallen, voll knuffig. Bei In the Shadows war die Stimmung entgültig am überkochen und jeder sang, rockte und hüpfte mit. Lauri ließ dann die Fans an ein paar Stellen auch alleine singen. Gegen Ende des Songs wirbelten schwarze Federn über der Bühne durch die Luft. Als Eero in einem Song als Solo einen Teil aus „San Francisco“ singen sollte, hat er seinen Einsatz verpasst! *lol* Dann hat er nur noch ein, zwei Zeilen gesungen. Was auch super lustig war und wo ich mich voll schlapp gelacht hab: Mitten in einem Song kamen zwei Leute von der Crew von links auf die Bühne und gingen in einem „rockigen“ Karawanengang zur rechten Seite der Bühne. Von dort aus folgten ihnen dann Eero und Pauli mit den Instrumenten und marschierten auf die gleiche Weise zurück nach links. *lach* Langsam wurde mein rechter Arm lahm und ich nahm den linken zum mitrocken. Nach dem letzten Song (weiß auch nicht mehr welcher es war, peinlich...) verabschiedeten sie sich und Eero bedankte sich bei allen Mitarbeitern und sagte sonst noch was, was ich aber nicht so genau verstanden hab (Mensch, Eero, verbesser mal deine englische Aussprache!!!). Aki warf noch mal ein paar Drumsticks in die Menge und weg waren sie. Das ganze Publikum grölte „Zugabe“, obwohl klar war, dass sie die sowieso noch spielen. Dann kamen sie auch schon wieder und Lauri sagte in „fast perfektem“ Deutsch „Wir spielen noch eine Zugabe“. Hörte sich lustig an. Dann schmetterte er uns ein „Are you ready to die?“ entgegen. Jetzt war klar, welcher Song kam, nämlich Funeral Song. Aki spielte auf dem Schlagzeug mit und Pauli und Eero chillten gemütlich in ner Ecke. Was ich nicht gesehen hab, aber hinterher erzählt bekam: Lauri hat sich wohl voll showmäßig demonstrativ ne Kippe angesteckt. Als ob er’s die paar Minuten nicht noch ausgehalten hätte! Danach spielten sie zum Glück auch noch Bullet, *freu*. Die letzte Zugabe war In my Life. „Last gig in Germany, last song, so have some fun!“, hatte Lauri noch dazu zu sagen. Direkt vor mir ist dann ein Mädchen umgekippt. In der Halle war aber auch echt schlechte Luft. So richtig zum „fun haben“ kam ich dann nicht mehr. Leider war das nun wirklich das Ende. Sie bedankten sich noch mal und Aki zeigte Eero ein Plakat, welches Fans in einer der ersten Reihen hochhielt. Muss irgendwas lustiges gewesen sein, denn beide kriegten daraufhin nen Lachflash. Dann stießen Lauri und Aki so heftig mit nem Bier an, dass über die Hälfte rausspritzte und zwar auf sie selber drauf. Blöd muss man sein... Dann verließen sie wirklich entgültig die Bühne. Wir verließen auch die Halle und merkten erst jetzt, wie kaputt und verschwitzt wir waren. Meine Ohren fühlten sich an wie in Watte gepackt und ich war ziemlich wackelig auf den Beinen. Meine Stimme war vom mitsingen total am Arsch, aber ich war happy! Das Konzi war echt total geil nur leider mit nicht mal 1 ½ Stunden zu kurz. Beim nächsten TR-Konzert bin ich aber auf jeden Fall wieder dabei!!!"