Um
Streitigkeiten von vornherein auszuschließen, wurde erstmal folgendes unter uns
Hunden festgelegt:


und so
haben wir einen netten und ganz harmonischen Urlaub verbringen können.
Die
Villa
Kunterbunt liegt im Bayrischen Wald bei Neureichenau, im sogenannten
Dreiländereck. Die ganze Anlage ist einfach phänomenal und unglaublich schön.
Ein riesiger Garten,
direkt am
Bach liegend, so dass wir täglich schwimmen konnten, zwei kleine Teiche, eine
riesen Wiese zum herumtollen und das ganze war traumhaft schön angelegt. Auch
unsere "Urlaubshütte" hat uns fast von den Pfoten gerissen. Wir hatten eine
ganze Etage für uns, bestehend aus einer Ferienwohnung für unser ganzes Rudel,
einem Doppelzimmer für die Mädels und einem Zimmer für den guten Herrn Arco, der
sich im Laufe des Urlaubs zu einem wahren Räuber entwickelte. Er nutze jeden
unbeobachteten Augenblick, um durch die Zimmer zu streifen, auf der Jagd nach
Fressbarem durchwühlte er Taschen, Koffer und Jacken und er beraubte jeden
gnadenlos. Wir nannten ihn nur noch den Räuber "Arcoplotz". Ausserdem hatten wir
noch einen unendlichen großen Aufenthaltsraum für uns, inklusive eines
Chefsessels für den Herrn und Meister. Abends lieferten sich die Zweibeiner
heiße Malefizschlachten, und die, die nicht mitspielen konnten, versuchten den
Juniorchefs ihre Gameboys auszuspannen.
Gewandert
sind
wir auch wie die Verrückten, sogar unsere Juniorchefs, die ja daheim kein Bein
vor das andere kriegen. Unsere tollste Strecke führte vom Dreisesselberg über
das Steinerne
Meer
zum Dreiländereck und von dort aus zurück. Es ging über felsige Wege durch einen
wunderschön bewachsenen, aber leider stellenweise ziemlich kaputten Wald über
drei eiszeitliche Felsenhänge, dem sogenannten Steinernen Meer. Nach dieser
lustigen Kletterpartie, die allen großen Spass machte, außer Mausezahns Chefin,
für die es der nackte Kampf ums Überleben war, gelangten wir zum Dreiländereck.
Hier grenzen Deutschland, Österreich und die Tschechei aneinander. Tatsächlich
gabs hier noch ein Restchen Schnee zum Wälzen und zur Erfrischung des dreckigen
Pelzes, bevor wir uns auf den Rückweg machten, der bei leckerem Schweinebraten
(natürlich nicht für uns) endete.
Weitere
Wanderungen führten uns zum Riedelsbacher Stausee, der sehr schön zum Schwimmen
und Baden war, nach Österreich, zur Teufelsschüssel, einem felsigen
Aussichtsberg und entlang unseres Hausbaches, dem Michel, in dessen Fluten wir
uns tagtäglich aufs neue stürzten, denn das Wetter war doch meistens sehr warm.
Ein weiterer
Höhepunkt des Urlaubs war unser Ausflug nach "Pullmann City" einer bei Passau
gelegenen Westernstadt.
Das
war ja mal echt interessant. Dort waren Indianerzelte, Cowboyunterkünfte,
Rinder, ein großes Fort, ein Goldwäscherteich und die sogenannte Mainstreet,
in der ein Indianertanz und nachmittags ein Streifzug durch die Geschichte
Amerikas aufgeführt wurde, so richtig mit Cowboys, Indianern, Siedlern, Rindern
und einer Bisonherde, die durch die Strassen getrieben wurde. Wow, das wäre was
für uns Cattledogs gewesen. Die hätten wir schon durch die Mainstreet gejagt.
Vorausgesetzt natürlich, sie drehen sich nicht rum...Dann wären wir aber
gerannt. Unsere Juniorchefs haben im Teich nach Gold geschürft, aber so richtig
große Nuggets haben sie nicht gefunden. Hätten sie mal lieber uns rangelassen,
wir hätten ihnen gezeigt, wo die großen Klumpen liegen. Es war ein anstrengender
Tag für uns, denn es gab überall so viel zu sehen und vor allem auch zu riechen,
mal abgesehen von den köstlichen frischen Pferdeäpfeln, die hier überall
herumlagen. Aber dafür haben ja die Zweibeiner kein Auge übrig.
Und wenn wir
mal nicht gewandert sind, oder faul in der Sonne gelegen haben, ja dann, dann
haben wir Agility trainiert. Ja, hier bei der Villa Kunterbunt ist auch ein
Agilityparcour dabei. Voll toll, aber natürlich haben wir es auch nicht
übertrieben,
denn auch wir Hundchen hatten ja schließlich Urlaub. Und die Chefin konnte ja so
vollgefressen nach dem Frühstück auch nicht so recht rennen. trotzdem brachen
wir fast jeden Tag auf, um kleine Übungen zu machen und wie die Menschen es
nannten, "an Schpeed" zu machen. Das war echt immer so lustig, vor allem
Mausezahns Herrchen musste immer ganz besonders schnell speeden, um ihr
hinterher zu kommen. Arcolein, der alte Herr wollte lieber "a Schlo-moschn"
machen statt
"an
Schpeed", was bei der Hitze aber auch uns manchmal lieber war. Ein Glück, dass
ja nebenan der Bach war, in den man sich ab und zu stürzen konnte. Eines Morgens
teilten sogar die Pferde des Hauses mit uns den Parcour, sie waren total
neugierig und wollten unbedingt ganz genau wissen, was wir da machen. Ob sie
wohl durchs Tunnel gepasst hätten ?
Alles in
allem war es ein suuuupertolller Urlaub in der Villa Kunterbunt. Vielen Dank
auch an unsere netten Gastgeber Wolfgang und Chrissie, die uns alle ertragen
durften und uns immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Wir kommen gern mal
wieder. Schade, dass wir "nur" 10 Tage da waren, der Abschied fiel uns allen
schwer, wären gerne noch länger geblieben....