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Urlaub 2002

in der 

Villa Kunterbunt

Vom 16. bis 25. Mai haben wir einen supertollen Urlaub dort im Bayrischen Wald verbracht.

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Mit dabei waren ausser uns, Milo und Barny, den Bösen Buben

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der Chef und die gestrenge Chefin, sowie unsere Juniorchefs

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Mausezahn und Wurzel, unsere scharfe Bräute und ihre Dosenöffner

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unser lieber kleiner Freund, der Möchtegernundbindochnie-Chef Arco und seine Herrin

Um Streitigkeiten von vornherein auszuschließen, wurde erstmal folgendes unter uns Hunden festgelegt:

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und so haben wir einen netten und ganz harmonischen Urlaub verbringen können.

Die Villa Kunterbunt liegt im Bayrischen Wald bei Neureichenau, im sogenannten Dreiländereck. Die ganze Anlage ist einfach phänomenal und unglaublich schön. Ein riesiger Garten, direkt am Bach liegend, so dass wir täglich schwimmen konnten, zwei kleine Teiche, eine riesen Wiese zum herumtollen und das ganze  war traumhaft schön angelegt. Auch unsere "Urlaubshütte" hat uns fast von den Pfoten gerissen. Wir hatten eine ganze Etage für uns, bestehend aus einer Ferienwohnung für unser ganzes Rudel, einem Doppelzimmer für die Mädels und einem Zimmer für den guten Herrn Arco, der sich im Laufe des Urlaubs zu einem wahren Räuber entwickelte. Er nutze jeden unbeobachteten Augenblick, um durch die Zimmer zu streifen, auf der Jagd nach Fressbarem durchwühlte er Taschen, Koffer und Jacken und er beraubte jeden gnadenlos. Wir nannten ihn nur noch den Räuber "Arcoplotz". Ausserdem hatten wir noch einen unendlichen großen Aufenthaltsraum für uns, inklusive eines Chefsessels für den Herrn und Meister. Abends lieferten sich die Zweibeiner heiße Malefizschlachten, und die, die nicht mitspielen konnten, versuchten den Juniorchefs ihre Gameboys auszuspannen.

Gewandert sind wir auch wie die Verrückten, sogar unsere Juniorchefs, die ja daheim kein Bein vor das andere kriegen. Unsere tollste Strecke führte vom Dreisesselberg über das Steinerne Meer zum Dreiländereck und von dort aus zurück. Es ging über felsige Wege durch einen wunderschön bewachsenen, aber leider stellenweise ziemlich kaputten Wald über drei eiszeitliche Felsenhänge, dem sogenannten Steinernen Meer. Nach dieser lustigen Kletterpartie, die allen großen Spass machte, außer Mausezahns Chefin, für die es der nackte Kampf ums Überleben war, gelangten wir zum Dreiländereck. Hier grenzen Deutschland, Österreich und die Tschechei aneinander. Tatsächlich gabs hier noch ein Restchen Schnee zum Wälzen und zur Erfrischung des dreckigen Pelzes, bevor wir uns auf den Rückweg machten, der bei leckerem Schweinebraten (natürlich nicht für uns) endete.

Weitere Wanderungen führten uns zum Riedelsbacher Stausee, der sehr schön zum Schwimmen und Baden war, nach Österreich, zur Teufelsschüssel, einem felsigen Aussichtsberg und entlang unseres Hausbaches, dem Michel, in dessen Fluten wir uns tagtäglich aufs neue stürzten, denn das Wetter war doch meistens sehr warm.

                                             

Ein weiterer Höhepunkt des Urlaubs war unser Ausflug nach "Pullmann City" einer bei Passau gelegenen Westernstadt. Das war ja mal echt interessant. Dort waren Indianerzelte, Cowboyunterkünfte, Rinder, ein großes Fort, ein Goldwäscherteich und die sogenannte Mainstreet, in der ein Indianertanz und nachmittags ein Streifzug durch die Geschichte Amerikas aufgeführt wurde, so richtig mit Cowboys, Indianern, Siedlern, Rindern und einer Bisonherde, die durch die Strassen getrieben wurde. Wow, das wäre was für uns Cattledogs gewesen. Die hätten wir schon durch die Mainstreet gejagt. Vorausgesetzt natürlich, sie drehen sich nicht rum...Dann wären wir aber gerannt. Unsere Juniorchefs haben im Teich nach Gold geschürft, aber so richtig große Nuggets haben sie nicht gefunden. Hätten sie mal lieber uns rangelassen, wir hätten ihnen gezeigt, wo die großen Klumpen liegen. Es war ein anstrengender Tag für uns, denn es gab überall so viel zu sehen und vor allem auch zu riechen, mal abgesehen von den köstlichen frischen Pferdeäpfeln, die hier überall herumlagen. Aber dafür haben ja die Zweibeiner kein Auge übrig.

                           

Und wenn wir mal nicht gewandert sind, oder faul in der Sonne gelegen haben, ja dann, dann haben wir Agility trainiert. Ja, hier bei der Villa Kunterbunt ist auch ein Agilityparcour dabei. Voll toll, aber natürlich haben wir es auch nicht übertrieben, denn auch wir Hundchen hatten ja schließlich Urlaub. Und die Chefin konnte ja so vollgefressen nach dem Frühstück auch nicht so recht rennen. trotzdem brachen wir fast jeden Tag auf, um kleine Übungen zu machen und wie die Menschen es nannten, "an Schpeed" zu machen. Das war echt immer so lustig, vor allem Mausezahns Herrchen musste immer ganz besonders schnell speeden, um ihr hinterher zu kommen. Arcolein, der alte Herr wollte lieber "a Schlo-moschn" machen statt "an Schpeed", was bei der Hitze aber auch uns manchmal lieber war. Ein Glück, dass ja nebenan der Bach war, in den man sich ab und zu stürzen konnte. Eines Morgens teilten sogar die Pferde des Hauses mit uns den Parcour, sie waren total neugierig und wollten unbedingt ganz genau wissen, was wir da machen. Ob sie wohl durchs Tunnel gepasst hätten ?

Alles in allem war es ein suuuupertolller Urlaub in der Villa Kunterbunt.  Vielen Dank auch an unsere netten Gastgeber Wolfgang und Chrissie, die uns alle ertragen durften und uns immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Wir kommen gern mal wieder. Schade, dass wir "nur" 10 Tage da waren, der Abschied fiel uns allen schwer, wären gerne noch länger geblieben....