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Eines vorweg: Ein Kaninchen darf man niemals baden! Auch wenn es noch so dreckig ist.
Durch das Wasser, dass dadurch bis zum Unterfell vordringt, kann das Kaninchen sehr leicht eine Lungenentzündung bekommen, da das Unterfell nur sehr schwer trocknet.
Normalerweise benötigen Zwergkaninchen keine extra Fellpflege.
Doch, wenn es sich im Fellwechsel befindet (was bei einem Wohnungskanichen mehrere Monate der Fall sein kann), dann sollte man den Zwerg einmal täglich bürsten.
Bei Kaninchen mit normallangem Fell sollte man am besten eine Bürste mit weichen Naturborsten oder einen Gummihandschuh nehmen. Wobei ich der Meinung bin, dass die Gummiborsten das Fell zum fliegen anregen.
Für mein Kaninchen benutze ich eine Bürste, die für mittellanges Fell geignet ist.
Für eventuelle Verzwirbelungen im Fell benutze ich einen Kamm, bei dem sich die Zähne drehen.
Für Langhaarkaninchen (z.B.: Angoramischlinge und Jamora) sollte man spezielle Bürsten und Kämme verwenden. Wenn der Anteil an Angora bei diesen Tieren besonders hoch ist, dann muss das Tier regelmäßig geschoren werden.
Also Zähneputzen muss man bei einem Kaninchen nicht *g*.
Aber man sollte einmal im Halbjahr die Zähne kontrollieren, oder vom Tierarzt kontrollieren lassen.
Normalerweise nutzen sich die Zähne eines Kaninchens durch das Fressen von hartem Brot, oder das Nagen an anderen harten Sachen von selbst ab. Nur durch eine Zahnfehlstellung kann der Hoppel nicht mehr richtig nagen.
So wie bei meinem Brandy. Bei ihm stand ein Backenzahn leicht schief. Man konnte es mit bloßem Auge zuerst gar nicht richtig sehen. Nur als er nach einiger Zeit vermehrt sabberte und auch sein Fell ganz verklebt war, gingen wir zum Tierarzt.
Der stellte eine Zahnfehlstellung fest und musste ihm den Zahn abknipsen. Mein Dicker litt schon so sehr darunter, weil er sich ein Loch in die Backe gefressen hatte.
Komischerweise hatte er dieses Problem nur einmal. Die nächsten 3 Jahre hatte er keinerlei Probleme mehr mit den Zähnen.
Trotzdem musste ich die Zähne immer wieder kontrollieren.
Genauso wie die Zähne wachsen auch die Krallen ständig nach.
Ein Wildkaninchen "kürzt" sich diese dadurch, dass es ständig im Boden gräbt.Unsere Zwergkaninchen können dies aber nicht. Dadurch muss man dem Kaninchen die Krallen selbst schneiden.(Wozu es allerdings schon etwas an Erfahrung bedarf)
Am besten macht man dies mit einer speziellen Krallenschere, wie es sie für Katzen in jedem guten Tierfachgeschäft gibt.
Was man eventuell noch dazu benötigt ist eine Taschenlampe.
Innerhalb der Krallen verlaufen Blutgefäße (auch "Leben" genannt). Man nimmt das Kaninchen auf den Schoß oder setzt es auf den Tisch (Achtung!: kitzlige Kaninchen gut festhalten) und nimmt eine Kralle zwischen Daumen und Zeigefinger. Drückt leicht auf den Ballen und schneidet ca. 0,5 cm vor dem "Leben" ab. (Am besten zu zweit machen) Wenn man versehens in das "Leben" schneidet, dann tut das dem Kaninchen sehr weh und es fängt an zu bluten. Meine Tierärztin gab mir den Tipp, dass ich dann die verletzte Kralle mit Kernseife oder einer anderen Parfumfreien Seife einreiben soll. (Die Seife muss im Trockenen Zustand sein).
Wenn man sich nicht regelmäßig um die Krallenpflege kümmert, dann wachsen die Krallen krumm nach innen. Das erschwert dem Hoppelchen das Hoppeln und es bewegt sich zu wenig.
Eines ist von vornherein klar, der Käfig MUSS mindestens einmal die Woche komplett gereinigt werden.
Der Zoofachhändler empfiehlt zur Einstreu spezielles Nagerstreu (gibt es von Vitakraft).
Ich allerdings für mein Kaninchen Katzenstreu aus Ton. Da Spike ein Löwenmähnenkaninchen ist, hat er um den Hals viel Fell. Dies hat er aber auch am Hinterteil. Und so hat sich das ganze Einstreu in seinem Fell verfangen und er hat es in der ganzen Wohnung herumgetragen.
Da ich eine Hasentoilette habe (die auch mit Katzenstreu gefüllt ist), stellte ich fest, dass Spike sehr gerne auf Katzenstreu liegt. Also habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen den ganzen Käfig mit Katzenstreu auszufüllen.
Meinen Hoppel stört dies nicht, da er seinen Käfig sowieso nur als Toilette und Schlafgelegenheit nutzt, weil er den ganzen Tag frei rumläuft.
Mit Katzenstreu ist es sehr einfach die Kotkügelchen herauszuschaufeln und auch die verklumpten Pfützen sind kein Problem. So muss ich den Käfig nur alle zwei Wochen komplett ausräumen und auswaschen.
Womit wir auch schon beim Thema Auswaschen sind. Dazu verwendet man am besten ein mildes Putzmittel, dass den Magen beim ablecken schont. Zum Auswaschen nehme ich meist eine Bürste und einen Schwamm. Wenn sich allerdings vom Urin die weißen Flecken abgelagert haben, nehme ich pure Essigessenz und schrubbe den Käfig damit aus.
Dannach den ganzen Käfig natürlich gut ausspülen und austrocknen.
Den Futternapf wasche ich dann zusammen mit dem Käfig. Obwohl in den meisten Kaninchenbüchern geschrieben wird, dass man den Napf jeden Tag auswaschen soll.
Die Wasserflasche wird ca. 1x die Woche richtig ausgewaschen. Da sie aus Glas ist, kommt sie einmal im Monat in den Geschirrspüler.
Das Röhrchen wasche ich bei starker Verkalkung ebenfalls mit Essigessenz. Vorsicht!: Dannach gut auswaschen.
Das Gitter vom Käfig wird ca. 1x im Jahr abgespült. Je nachdem, wie verstaubt es ist.