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Caligo - unabhängige Literaturzeitschrift
Krimi Horror SciFi Satire Phantastik Abenteuer
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rezension- "39,90" spielfilm frankreich 2007
Filmsatire: "39,90"
Edith Freundl
Schwarz wie Koks und psychedelisch wie Schnee
Der Regisseur und Drehbuchautor Jan Kounen wirft einen tiefen Blick auf die glamourös verlogene Oberfläche der Werbewelt. Meisterhaft inszeniert er den Film mit den Kunstgriffen der Branche. Er verwendet alle Klischees. Er kreiert einen virtuosen Bilderrausch, einen Werbespot der den Zuschauer 104 Minuten in den Kinosessel bannt.
Kounen peitscht seinen Protagonisten Octave Parango mit schnellen Schnitten und rasanten Kamerafahrten von Szene zu Szene. Parango gehört zu den erfolgreichsten Kreativen seines Fachs. Der Erfolg ist trügerisch. Parango ist drogensüchtig, zynisch und hat seine Selbstachtung verloren. Im Laufe der Geschichte möchte er aus der Welt des schönen Scheins ausbrechen. Er ist eine gebrochene Figur und genau das tut er auch: brechen. Kounen stellt dieses wiederkehrende, drastisch authentische Motiv den Hochglanzbildern gegenüber. Parango versucht aus dem Gefängnis auszubrechen, das er sich selbst gebaut hat.
Der französische Komödiant Jean Dujardin spielt den Protagonisten glaubhaft und erweckt ihn zum Leben. Es gelingt dem Schauspieler das atemberaubende Tempo des Films von Anfang bis Ende zu tragen. Er bringt den Zuschauer zum lachen und mitleiden.
Oft kommt Kritik an der Werbebranche moralinsauer daher - dieser Film unterhält. Er verdient auf der Bewertungsskala die Höchstnote zehn.
Frankreich 2007 (99 Francs) Regie: Jan Kounen mit Jean Dujardin, Jocelyn Quivrin, Patrick Mille, Vahina Giocante, Elisa Tovati 104 Min. FSK ab 16
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Fotos: oben © Panorama Quartz Mountain Oklahoma, Brandon (bmckinney)
links © Bücherrücken, Susanne Lenhard
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