|
Volkstheater am Niederrhein
Vor 20 Jahren gründete Karl Schmalbach mit einigen anderen Theater- und Mundart- begeisterten in Meerbusch, Retortenstadt aus den
alten Gemeinden Lank-Latum, Büderich und Osterath, diese Theatergruppe. Schon bald musste man feststellen, dass das Vorhaben echtes rheinisches Volkstheater zu spielen kaum möglich war, es gab keine Stücke. Karl
Schmalbach hatte schriftstellerische Erfahrungen und, nach der Übersetzung eines Uraltstückes für die erste Spielzeit 1982 (Der Vetter aus Dallas) folgte bereits 1983 der erste Eigenversuch mit Forelle blau. Die
darauf folgenden Stücke Tante Trina (1984), Es jet Opa? (1985 ) und König Koebes I. (1987) wurden bereits Publikumsrenner die auch von vielen anderen Bühnen übernommen wurden. Die beiden letztgenannten wurden sogar
vom WDR in der, inzwischen leider eingestellten Reihe Land und Leute, in Aufnahmen bei der Kölner Kumede, im Hörfunk gesendet.
1989 konnte der bekannte Theaterverlag Karl Mahnke, Verden a. d. Aller, der ca. 1500 niederdeutsche Stücke im Angebot hat, für die
Aufnahme der " Lotumer " Stücke gewonnen werden. Seitdem wird hier die Reihe RM = Rheinische Mundartstücke angeboten, die bis jetzt 30 Stücke umfasst und ständig erweitert wird.
Erfreulich aus der Sicht des Autors und auch der rheinischen Mundartförderer : Im Zuge der Theaterbegeisterung mit rheinischen
Stücken gründen sich zur Zeit neue MundartBühnen, die dann, z. B. mit König Koebes I. auch auf Anhieb großen Erfolg haben. So, nach dem Lotumer Buretheater 1982, in Glehn 1987, in Neuss 1989, in Holzheim 1995, in
Zons 1999. Diese Theateraufführungen finden überall begeisterten Zuspruch und erbringen auch hohe Einnahmen, die in den meisten Spielorten für heimatkundliche Zwecke verwendet werden.
Lotumer Buretheater das ist echtes rheinisches Volkstheater! Humorvoll, pointiert, aber ohne Klamauk. Dabei ist die lokale
Mundart dramaturgisch in das übliche Sprachgemisch unserer heutigen Multi-Kulti-Gesellschaft eingebettet sie bildet sozusagen den ruhenden Pol !
|