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Das APRS Telemetrie Interface

Die Digital Kanäle

Das Interface hat zwei Gruppen von digitalen Eingängen.

Gruppe 1

Die erste Gruppe besteht aus 8 Digitaleingängen mit TTL-Pegel. Sie sind über die Stiftleiste P19, Digital/Counters zugänglich. Die einzelnen Leitungen arbeiten wahlweise als Digitaleingang oder als Frequenzzählereingang abhängig davon, welcher Interface-Kanal gelesen wird.

Zum Test über die serielle Schnittstelle den Befehl "RD 1" (Read Digital 1) eingeben. Das Interface gibt dann im Sekundentakt den aktuellen Zustand der 8 Eingangsleitungen als Bitmuster aus. Dieser Testbetrieb stört die Verbindung zwischen dem Interface und DIGI_NED nicht. Eingabe von "q" beendet die Ausgabe.

Bit im Digitalkanal 1 123 456 78
Pin am Controller PC0PC1PC2PC3PC4PC5PC6PC7
Pin an P19 345678910

Als Vorgabe ist die Ausgabe der Digitalwerte auf die DIGI_NED-Adresse 7 gelegt. Über die Kanalmatrix kann die Zuordnung beliebig verändert werden.

Gruppe 2

Die zweite Gruppe besteht aus 6 Einzelkanälen. Jeder Kanal hat noch weitere Funktionen

  • 4 Eingänge mit TTL-Pegel. Diese vier Eingänge sind an die Stiftleiste P16, I2C/Dig angeschlossen. Die Eingangswerte liegen auf den Bits 1, 2, 3 und 4 des zweiten Digitalkanals.
    Sonderfunktionen:  
    • Spannungsvergleicher:
      Die beiden Anschlüsse PB2 und PB3 des Controllers sind intern mit einem Spannungsvergleicher verbunden. Wenn die Spannung an Pin PB3 kleiner ist als an Pin PB2, ist der Ausgang des Vergleichers "1", sonst "0". Dieser Wert steht als 6. Bit der zweiten Gruppe zur Verfügung. Die Spannungen an den beiden Eingängen müssen im Bereich 0 bis 5V liegen.
    • I2C-Bus:
      An die beiden Anschlüsse PB2 und PB3 des Controllers können auch I2C-Bus Geräte angeschlossen werden. Der Spannungsvergleicher steht dann nicht mehr zur Verfügung.
    • Ereigniszähler, Frequenzzähler:
      Der Eingang PB0 ist zusätzlich mit dem Ereigniszähler 1 und dem Zähler 1 für niedrige Frequenzen verbunden,
      Eingang PB1 mit dem Ereigniszähler 2 und dem Zähler 2 für niedrige Frequenzen.

  • Der fünfte Eingang ist der Eingang WD-In. Er hat eine spezielle Eingangsschaltung über den Transistor N1. Der Eingangspegel kann höher als 5V und sogar negativ sein. Negative Eingangsspannungen und positive Spannungen unterhalb von etwa 1V werden als "1" interpretiert, positive Spannungen oberhalb von 1V als "0". Unbeschaltet wird "1" gelesen. Maximalspannung 20V. Der Wert liegt auf Bit 5 des zweiten Digitalkanals.
    Sonderfunktionen:

Zum Test über die serielle Schnittstelle den Befehl "RD 2" (Read Digital 2) eingeben. Das Interface gibt dann im Sekundentakt den aktuellen Zustand der 5 Eingangsleitungen und das Vergleichsergebnis als Bitmuster aus. Dieser Testbetrieb stört die Verbindung zwischen dem Interface und DIGI_NED nicht. Eingabe von "q" beendet die Ausgabe.

Bit im Digitalkanal 2 123 456
Eingang PB0PB1PB2PB3WD-In Spannungsvergleicher
Pin an P16 345 6  

Um die zweite Gruppe von Digitalkanälen mit DIGI_NED zu lesen, muss der Kanal zuerst mit dem "MM"-Befehl einem DIGI_NED-Kanal zugewiesen werden. Bit 7 und 8 sind unbenutzt und haben immer den Wert "0" in DIGI_NED.

Konfiguration in DIGI_NED

Eintrag in "digi_ned.ini":

telemetry: 30 1 off,off,off,off,off,lpt1_8/7 DIGI_DEST

Also: Sende die Telemetriedaten alle 30 Minuten über Port 1. Die Analogkanäle sind für dieses Beispiel abgeschaltet. Der letzte Eintrag definiert die DIGI_NED-Adresse 7 auf LPT1 im 8 Bit Modus für die Digitalkanäle.

Abfrage auf dem Digipeater

Mit der Anfrage "tlm b" an den Digipeater lassen sich die Digitalkanäle abfragen.
Der Digipeater wird antworten mit (bei Bitmuster 10101010 an den Eingängen):

B1-B8 value 10101010

Mit der Abfrage "tlm b1" wird der Digitaleingang 1 gelesen.
Der Digipeater wird z.B. antworten mit:

B1 is hi

In der Datei "digi_tlm.ini" wird die genaue Formatierung dieser Ausgabe festgelegt.

 

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mailto Burkhard John
5.7.2006