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Das APRS Telemetrie Interface

Die Serielle Ausgabe

Das Multiplex-Verbindung zwischen dem Interface und DIGI_NED lässt nur bis zu 8 verschiedene Kanäle zu. Die Daten werden dem APRS-Telemetrieprotokoll gemäß von DIGI_NED ausgewertet und gesendet.

Das Interface hat aber darüber hinaus viele weitere Kanäle, die über das Telemetrieprotokoll nicht gleichzeitig erfasst werden können. Um diese Einschränkung zu überwinden, wurde der serielle Ausgabemodus eingeführt. DIGI_NED, ab 030, hat einen dazu passenden seriellen Eingabemodus. Die Zeile, die zuletzt über die serielle Schnittstelle des PC angekommen ist, wird entsprechend der Einstellung in der Datei "digi_ned.ini" ausgesendet. Das können GPS-Daten sein, aber auch beliebige andere Daten, wie die aus dem Interface. Um das APRS-Protokoll einzuhalten, wird die Datenausgabe mit der Zeichenfolge "{{z" eingeleitet. Das ist die Kennzeichnung für Daten in benutzerdefiniertem Format. Die weitere Verwendung der Daten auf der Empfängerseite ist dem Empfänger überlassen. Für benutzerdefinierte Daten stellt APRS nur den Transport zur Verfügung, keine Auswertungswerkzeuge.

Definition der Ausgabekanäle

Mit dem Befehl "MS+kanal" wird ein Kanal an die Liste der vorhandenen Ausgabekanäle angehängt. Zu Anfang ist die Liste leer. Mit dem Befehle "MS-kanal" wird der Kanal wieder aus der Liste entfernt.
Der hier angegebene Kanal kann jeder beliebige Eingangskanal des Interfaces sein. Ein Kanal kann auch mehrfach auftreten. Die Anzahl der Einträge ist nur durch die maximale Paketlänge der APRS-Pakete begrenzt, aber selbst wenn alle Kanäle in der Liste stehen ist ein APRS-Paket nicht voll.
Nach Einfügen oder Löschen eines Eintrages wird die aktuelle Liste ausgegeben. Der Befehl "S" zeigt diese Liste ebenfalls an.

Ausgabebefehl

Der Befehl "RS" startet die serielle Ausgabe. Über die serielle Schnittstelle des Interfaces werden danach jede Sekunde die Daten aller Kanäle der Liste als Dezimalzahl, 0-255, ausgegeben. Am Anfang der Zeile steht "{{z" als Kennzeichnung für das benutzerdefinierte Datenformat. Eingabe von "q" beendet die Ausgabe.

Im Gegensatz zu den anderen Ausgabebefehlen für die Kanäle wird die serielle Ausgabe beim Ausschalten gespeichert. Das Interface beginnt dann beim nächsten Einschalten sofort wieder mit der seriellen Ausgabe. Dies ist wichtig bei automatischem Betrieb.

Die normale Datenübergabe an DIGI_NED wird durch den seriellen Ausgabebetrieb nicht gestört. Es können also beide Arten der Datenübertragung gleichzeitig verwendet werden.

Vorgabe für das Trennzeichen zwischen den einzelnen Kanälen ist das Komma. Das Trennzeichen kann aber mit dem "RS"-Befehl geändert werden. "RSzeichen" stellt den Trenner auf das angegebene Zeichen um. Wer also lieber einen Doppelpunkt hat, gibt ein: "RS:". Das geht auch mit dem Leerzeichen: "RS ". Das neue Zeichen bleibt gespeichert und wird in Zukunft verwendet.

Verbindung mit dem PC

Die Übergabe der seriellen Daten an DIGI_NED geschieht über eine freie serielle Schnittstelle des PCs, auf dem DIGI_NED läuft. Sie wird mit der Schnittstelle des Interfaces verbunden. Diese Schnittstelle steht dann nicht mehr für die Konfiguration zur Verfügung. Wenn zur Konfiguration eine andere Schnittstelle am PC verwendet worden ist, muss das Kabel umgesteckt werden.

Konfiguration in DIGI_NED

Beispieleintrag in "digi_ned.ini":

serial: 20 all com1 9600  DIGI_DEST

Das bedeutet:
Sende alle 20 Minuten an alle DIGI_NED-Ports die Daten von der Schnittstelle COM1. Schnittstellengeschwindigkeit ist 9600Bd. Digipeaterpfad wie in der DIGI_DEST festgelegt. Unter dieser Zeile muss eine Leerzeile stehen.

Dieser Serielle Eingabemodus wurde mit der Version 030 von DIGI_NED eingeführt

 

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mailto Burkhard John
5.7.2006