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Das APRS Telemetrie Interface

Die drei Wachhunde

Das Interface enthält drei Watchdog-Funktionen zur Überwachung des Interfaces selber und zur Kontrolle der korrekten Funktion des PCs bzw. des Programmablaufes von DIGI_NED.

  1. Interner Watchdog:
    Der Controller des Interfaces hat eine eingebaute Watchdog-Schaltung. Sie besteht aus einem Oszillator und einem Zähler, die völlig unabhängig vom sonstigen Innenleben des Controllers arbeiten. Wenn der Zähler seinen Maximalwert erreicht hat, nach etwa 2s, wird automatisch ein Neustart des Controllers ausgeführt. Dadurch wird der Controller wieder in einen festgelegten Betriebszustand versetzt. Dieser Fall sollte nie eintreten, denn innerhalb der Software wird dafür gesorgt, dass der Zähler in regelmäßigen Abständen wieder auf 0 zurück gestellt wird. Nur wenn ein Fehler in der Software auftritt, das Interface also nicht richtig funktioniert, kann der Zähler bis zu seinem Maximum zählen und dann die Software durch den Neustart wieder in Gang bringen.

  2. PC-Watchdog:
    Wenn das Programm DIGI_NED richtig funktioniert, sendet es in regelmäßigen Abständen Datenpakete aus. Selbst wenn auf der Frequenz keine andere Station aktiv ist, wird alle 15-30 Minuten das Bakensignal des Digipeaters gesendet. Der Ablauf des Programms kann nun dadurch überprüft werden, dass die Zeit seit der letzten Aussendung gemessen wird. Sind mehr als 35 Minuten seit der letzten Sendung vergangen, dann hängt das Programm (angenommen, die Bakenzeit ist auf 30 Minuten gestellt). Der PC muss dann durch ein Reset-Signal neu gestartet werden. Die Zeit bis zum Reset lässt sich einstellen.

  3. Sender-Watchdog:
    Falls die Digipeater Software in dem Moment hängen sollte, wenn gerade der Sender getastet ist, wird der Träger längere Zeit eingeschaltet sein und auf der Frequenz stören. Im Normalfall hat ein APRS-Paket eine Länge im Bereich einer Sekunde. Ist der Sender länger als 10 Sekunden getastet, liegt also mit Sicherheit ein Fehler vor. Auch in diesem Fall muss ein Reset-Signal an den PC geschickt werden, um ihn und die Digipeater-Software wieder neu zu starten, damit der normale Digipeater-Betrieb weiter geht. Die Zeit bis zum Reset lässt sich einstellen.

Der Reset des PCs wird durch ein Signal von 1-2 Sekunden Länge am Transistor N2 ausgelöst.

Achtung:
Die Watchdog-Funktion darf nur eingeschaltet sein, wenn das Programm DIGI_NED auf dem PC wirklich läuft sowie Modem und Funkgerät eingschaltet sind. Wenn das Programm nicht läuft oder die Geräte nicht eingeschaltet sind, bei Wartungsarbeiten am Digipeater oder anderen Gelegenheiten, wird die PTT-Leitung nicht geschaltet und der Watchdog wird den PC-Reset auslösen und die geleistete Arbeit zerstören. Es reicht schon, die Verbindung zwischen Resetleitung und Interface aufzutrennen. Das Interface erzeugt dann zwar das Resetsignal, aber der PC sieht es nicht.

Anschluss an die PTT-Leitung

Um die Watchdog-Funktion nutzen zu können, muss der Eingang "WD-In" des Interfaces mit der PTT-Steuerung des Modems verbunden werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.

  1. Anschluss des Interfaces an die PTT-Leitung innerhalb des Modems:
    Die PTT-Leitung innerhalb des Modems wird normalerweise über einen kleinen Transistor gesteuert. Die Basis des Transistors wird über einen Vorwiderstand geschaltet. Vor diesem Vorwiderstand muss die PTT-Steuerspannung abgegriffen und mit dem "WD-In" Eingang des Interfaces verbunden werden. Wenn das Modem sendet, muss an dieser Stelle eine positive Spannung liegen. Mit dieser Spannung wird der Transistor N1 auf dem Interface geschaltet.

  2. Anschluss direkt an der Mikrofonbuchse des Funkgerätes:
    In diesem Fall wird der Eingang "WD-In" des Interfaces parallel geschaltet zu der PTT-Leitung des Funkgerätes. Während der Sendung ist dieses Signal 0V, sonst hat es einige Volt Spannung. Die PTT-Spannung an der Mikrofonbuchse darf nicht negativ sein.

Die Strom- und Spannungsverhältnisse auf der PTT-Leitung der Funkgeräte sind sehr unterschiedlich. Daher kann es sein, dass die Schaltungsvariante an der Mikrofonbuchse nicht funktioniert. Für diesen Fall ist die andere Variante am Eingang des Tasttransistors innerhalb des Modems vorgesehen.

Die drei Betriebsarten des Watchdogs:

  • Modus 0:
    Der Watchdog für den PC ist abgeschaltet. Der Eingang "WD-In" kann dann als Eingang für den Ereigniszähler 3, die Zähler 3 für niedrige Frequenzen oder als einfacher Digitaleingang verwendet werden.

  • Modus 1:
    In dieser Betriebsart ist der Wachdog eingeschaltet. Sie ist für die Schaltungsvariante am Tasttransistor innerhalb des Modems vorgesehen. Die Kontrolle der Zeit zwischen den Sendungen geschieht hier, wenn das Signal am Eingang "WD-In" den Wert 0 hat. Die Zeitkontrolle bei Sendebetrieb arbeitet bei einer positiven Spannung an "WD-In". Der Ereigniszähler 3 zählt die Anzahl der gesendeten Pakete seit Einschalten des Interfaces. Die beiden Zähler 3 für niedrige Frequenzen zählen die Anzahl der Sendungen innerhelb ihrer jeweiligen Torzeiten.

  • Modus 2:
    In dieser Betriebsart ist der Wachdog eingeschaltet. Sie ist für die Schaltungsvariante am PTT-Anschluss des Mikrofonsteckers vorgesenen. Die Kontrolle der Sendezeit geschieht hier, wenn das Signal am Eingang "WD-In" den Wert 0 hat. Die Zeitkontrolle bei Empfangsbetrieb arbeitet bei einer positiven Spannung an "WD-In". Der Ereigniszähler 3 zählt die Anzahl der gesendeten Pakete seit Einschalten des Interfaces. Die beiden Zähler 3 für niedrige Frequenzen zählen die Anzahl der Sendungen innerhelb ihrer jeweiligen Torzeiten.

Resetschaltung für den PC

PC-Reset An den Kollektor des Trannsistors N2 (Anschluss WD-Out) wird ein kleines Relais angeschlossen, mit dessen Kontakten die Resetleitung des PCs kurzgeschlossen wird. Einfach parallel zum Reset-Taster des PCs schalten. Je nach Relaistyp sind 5V oder 12V Betriebsspannung notwendig. Die Spannung direkt am Spannungsregeler 7805, U2, abnehmen. Die Schutzdiode nicht vergessen. Für das Relais ist auf der Platine etwas Platz mit einigen Lötpunkten vorgesehen. Die Relais haben nun mal keine einheitlichen Anschlüsse.

 

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mailto Burkhard John
5.7.2006