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Sernftal mit Engi und Matt

Bergwaldprojekt Engi 2001

Schweiz, Kanton Glarus
1.Woche 13.-19.5.2001

Dokumentation von Ulrich S.
Arbeiten: Pflanzung, Wegbau, Entrinden

Pause beim Pflanzen
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Ferienheim Der Wetterbericht hatte für die ganze Woche Schauer und Gewitter angekündigt.
Am Sonntag 13.5.2001 traf sich unsere aus 3 Schweizern, 6 Deutschen und einem Kolumbianer bestehende Gruppe in Engi mit Projektleiter Matthias. Zusammen wollten wir eine Woche Bergwaldprojekt (BWP) erleben. In einer Stunde wanderten wir bei Sonnenschein zu unserem über dem Ort liegenden Ferienheim, das Gepäck fuhr im Auto hoch.
Wegbau, Pedro, Tobias, Anja
Pause Am Montag 14.5. fuhren wir nach dem Aufstehen und Frühstück gegen 7 Uhr zum gegenüberliegenden Hang. Dort bauten wir zusammen mit dem Forstteam von Engi am Hang entlang einen Weg, der für forstliche Zwecke benötigt wird. Zu Mittag wurde über dem Feuer eine Suppe gekocht, um 17 Uhr fuhren wir wieder zum Ferienheim. Das Wetter war zum Arbeiten genau richtig, bewölkt mit Sonne dazwischen. Wegbau
Regenwolken? Nein, es bleibt trocken! Am Dienstag 15.5. bauten wir unseren Weg weiter. Das Forstteam war davon ausgegangen, in 2 Tagen werden wir 10 Leute damit nicht fertig werden. Doch gegen 15 Uhr waren wir am Ziel, der ca. 1 km lange Weg war fertig !! Über eine Wiese wanderten wir ins Tal, wo wir vom BWP-Auto abgeholt wurden. Abends spielten wir Tischfussball und UNO, die Schweizer das Kartenspiel Jass. Ulrich beim Pflanzen
Transport der Pflanzen mit Pferd Für Mittwoch stand Pflanzung auf dem Programm. Hinter unserem Haus war ein paar hundert Meter höher eine Sturmschadfläche, auf der wir bei meist sonnigem Wetter kleine Buchen, Ahorn, Vogelbeeren und Schneebälle pflanzten. Die meisten Pflanzen wurden auf dem steilen Hang per Pferd nach oben transportiert.
Zum Abendessen bekamen wir bis spät in die Nacht Besuch von Gemeinderat Bruno und Forstmitarbeiter Willi.
Aufbruch zum Pflanzen
Luxus-Mittagspause, Vroni, René, Fricke, Sandra Bei meist bewölktem Wetter pflanzten wir am Donnerstag 17.5. in zwei Gruppen weiter. Meine obere Gruppe kam beim steilen Aufstieg mit Pflanzen kurz an die Leistungsgrenze. Ein Vertreter der Forstverwaltung des Kantons besuchte uns am Pflanzhang. Mittags wurden zusätzlich kleine Weisstannen gepflanzt. In der Mittagspause brachte uns unser super Kochteam Vroni und Sandra Kaffe und selbstgebackene Hörnchen vorbei. Nach 17 Uhr gabs dann noch eine "kleine Exkursion" steil bergauf und -ab querfeldein durch den Wald. Nachts regnete es. Pflanzen hochtragen, René, Anja
beim Pflanzen, Anja, Mirko, Willi Der Freitagmorgen zeigte sich sehr bewölkt. Matthias sagte "es wird schön, es tropft nur noch von den Bäumen". Ein kleiner Teil der Gruppe entrindete gefällte Stämme. Der Rest pflanzte weiter, bis starker Regen, Graupel- und Schneeschauer begann. Meine obere Pflanzgruppe flüchtete mit Forstmitarbeiter Willi in eine Schutzhütte, wo wir den Ofen anheizten. Nach ca. 1 Stunde stiegen wir zum Ferienheim ab, wo wir den Rest der Gruppe trafen.
in Schutzhütte, Willi, Tobias
das BWP-Auto auf steilem Weg Nach dem Mittagessen hatte sich das Wetter beruhigt, so dass unsere geplante Abschlusswanderung stattfinden konnte. Mit dem BWP-Bus fuhren wir eine extrem steile Forststrasse hoch, bis auch der Allradantrieb nichts mehr half und wir kurz schieben mussten, da sich der Wagen dem Abhang bedrohlich näherte.
Am ersten Schneefeld startete unsere von Revierförster Pascal geführte Wanderung auf ca. 1800m Höhe.
Schneeschuhwanderung, vorne Anja
Pedro, Ulrich im Schnee Einige Zeit liefen wir mit Schneeschuhen eben und steil bergauf, dann wanderten wir normal über kleinere Schneeflächen und Wiesen bergab an Enzianen vorbei bis zu einer Gaststätte, wo wir auf der sonnigen Terrasse einkehrten. Mit der Seilbahnfahrt runter in den Nachbarort Matt endete die tolle Exkursion. In Matt erwartete uns Willi mit dem BWP-Bus. Zum Abendessen waren wir wieder im Ferienheim. Abschlusswanderung
Ende der Wanderung Am Samstag 19.5 putzten wir zusammen das Ferienheim. Dann wanderten wir ins Tal zum ehemaligen Bahnhof von Engi, wo wir unser Gepäck wiedertrafen, dass per Auto dort ankam. Nach der Verabschiedung von Projektleiter Matthias und unserem Kochteam fuhr die Gruppe 9:16 Uhr per Bus nach Schwanden und weiter per Zug nach Ziegelbrücke. Dort löste sich die Gruppe dann langsam auf, die meisten fuhren mit der Bahn weiter Richtung Zürich.
Pflanzhang
Fichte an Pausenstelle Wegbau Die Woche Bergwaldprojekt in Engi war anstrengend, aber trotzdem sehr schön. Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück gehabt. Auch der Revierförster war mit der von uns geleisteten Arbeit sehr zufrieden. Vor der Woche war er noch enttäuscht, dass nur 10 Personen kommen sollten, wo er doch soviel zu tun hatte. Gelernt hatten wir nicht nur viel über die Natur, die deutschen Teilnehmer waren auch von der schweizer Sprache begeistert. Enzian

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Die offizielle Internetseite des Bergwaldprojekts
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